Venezuela: Präsident kehrt von Betteltour nach Caracas zurück

madburo

Betteltour durch China, Russland, Saudi-Arabien, Iran, Algerien, Katar beendet (Foto: JacquelinePSUV)
Datum: 18. Januar 2015
Uhrzeit: 07:41 Uhr
Leserecho: 29 Kommentare
Autor: Redaktion
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Venezuelas Präsident ist von seiner 12-tägigen Betteltour durch China, Russland, Saudi-Arabien, Iran, Algerien, Katar nach Caracas zurückgekehrt und hat die Reise während einer kurzen Ansprache am Simón Bolívar Airport als „fruchtbar“ bezeichnet. Nach eigenen Worten habe er verschiedene Finanzvereinbarungen erreicht, welche die „Aktivierung einer Reihe von wirtschaftlichen Maßnahmen“ und eine „Beschleunigung des wirtschaftlichen Übergangs zu einen produktiven Sozialismus gestatten“. Das Staatsoberhaupt gab ebenfalls bekannt, dass „sich in den kommenden Wochen Fachausschüsse der OPEC- und Nicht-OPEC-Länder in Caracas treffen, um einen Konsens bei der gemeinsamen Strategie gegen den Absturz der Ölpreise zu finden. Einen ausführlichen Bericht will er am kommenden Dienstag (20.) abgeben.

Während der Abwesenheit des Präsidenten hat sich die Situation im Land weiter verschlechtert und die langen Schlangen von Kunden vor Supermärkten weiter zugenommen. Maduro wurde während seiner Reise nach eigenen Angaben von Ministern darüber informiert, dass während seiner Abwesenheit etwa 18 Millionen Menschen zu den Supermärkten und Lebensmittelgeschäften strömten und in vier Tagen „das kauften, was normalerweise in eineinhalb Monaten über die Ladentkeke geht“. Angesichts der katastrophalen Lage im südamerikanischen Land hat die Opposition bereits neue und friedliche Proteste gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro angekündigt.

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Gebracht hat seine „Lustreise“ effektiv nichts. Kein Kredit aus China, keine Minderung der Quoten für Öl. Wenn er von US$ 20 Milliarden aus China spricht, dann verlangen die Chinesen die völlige Kontrolle über die Industrien/Geschäfte, die sie alimentieren. Dem wird und will er nicht zustimmen.
    Also, außer Spesen nichts gewesen.

    • 1.1
      Jochen Meier

      „Gebracht hat seine ‚Lustreise‘ [sic] effektiv nichts. Kein Kredit aus China …“

      Das ist so nicht korrekt. China will 20 Milliarden Dollar in Venezuela investieren.

      • 1.1.1
        Martin Bauer

        Das ist ja nun wirklich kein Gewinn für die Venezolaner, auch nicht für die Regierung.

      • 1.1.2
        Herbert Merkelbach

        Ich glaube, dass Sie die Bedeutung des Wortes Kredit nicht kennen. Ein Kredit steht für den Kreditnehmer zur freien Verfügung.
        Das kann von den US$ 20 Milliarden, die die VR China in Venezuela investieren will, nicht gesagt werden. Dieses Geld ist zweckgebunden, d. h. dass die Chinesen in ein Unternehmen/ein Geschäft nur einsteigen, wenn sie die Leitung des Unternehmens übernehmen.
        Dieser Forderung wird Maduro nicht zustimmen. Die venezolanische Politik seit HCF ist, dass ein Unternehmen mehrheitlich, also ab 51%, in venezolanischer Hand verbleiben muss.

        Ihre Äußerung in diesem Forum ist nicht eindeutig.

  2. 2
    Martin Bauer

    “fruchtbar” soll die Reise gewesen sein…? Da ist wohl das „r“ verrutscht. “furchtbar” wäre treffender.

  3. 3
    Matthias Gysin

    China bindet das Geld an völlige Kontrolle und Enteignung zugunsten der Volksrepublik China. Das wäre ein Ausverkauf vom Simon Bolivar. Dem wird Maduro schon ideel nie zustimmen können ohne Chavez und Fidel zu verraten. Da wird kein Geld fliessen (was ich auch persönlich für richtig halte). Die Venezolaner haben genügend Fachleute und Unternehmer und brauchen die Chinesen nicht dafür.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Es könnte aber sein, dass die Chinesen der PSUV Bande privat einige Milliönchen oder Milliarden zukommen lässt, für den Ausverkauf des Landes. Das wäre nicht neu, da diese Praxis bereits unter Chávez angefangen hat.

      • 3.1.1
        Matthias Gysin

        Ja das sehe ich auch so Martin.

  4. 4
    Matthias Gysin

    naja dann wären die Chinesen völlig deppert …

    • 4.1
      Jochen Meier

      Die Chinesen bauen doch nicht umsonst den Nicaragua-Kanal für 50 Milliarden Dollar. Die wollen eine sichere Route fürs venezolanische Erdöl, die nicht von den Amis kontrolliert wird. Und da würden die den Teufel tun, als Venezuela fallenzulassen.

      Außerdem haben soziale Menschen keine nattionalistisch-egoistische Denke wie ihr. Ich Weiß, dass das für euch schwer zu verstehen ist.

      • 4.1.1
        Martin Bauer

        Ich denke, wir verstehen die Beweggründe der chinesichen, venezolanischen und kubanischen Regierung recht gut. Darunter findet sich genauso wenig ein sozialer Mensch, wie in der deutschen Linke. Das ist auch das einzig Gute an ihnen, denn es beweisst, dass Sozialismus der Natur des Menschen widerstrebt. Wer will schon leben wie die Ameisen, in totaler Aufopferung für die Gemeinschaft?

      • 4.1.2
        Jochen Meier

        Der Mensch ist sozial und gibt sein erkämpftes Wissen an die nachfolgende Generation weiter – das ist der wahre Grund warum der Mensch nicht mehr auf den Bäumen lebt und wir hier miteinander komunizieren können.

      • 4.1.3
        Bono

        Der Bau des Nicaragua-Kanal ist nicht nur ökologisch, sondern auch für die lokale Bevölkerung eine absolute Katastrophe, sollte er realisiert werden und das ist absolut assozial!!!

      • 4.1.4
        Martin Bauer

        „…und gibt sein erkämpftes Wissen an die nachfolgende Generation weiter.“
        Das ist nicht immer von Vorteil. Mark und Engels hätten ihr „Wissen“ besser für sich behalten, und frühere Atomphysiker auch. Wenn ich mich in der Welt so umschaue und -höre, wünsche ich mich manchmal auf den Baum zurück.

      • 4.1.5
        Jochen Meier

        Der Nicaragua-See liegt 31 m über dem Meeresspiegel und die beiden Flüsse, die für den Bau genutz werden, münden sowieso im Meer – so kann kein Meersalz in den See kommen.

        Ich kann Ihnen sagen was assozial ist – wenn die Bevölkerung von 2 Dollar am Tag lebt.
        Außerdem wird durch die kürzere Schiffsroute enorm viel Diesel eingespart.

      • 4.1.6
        Bono

        Die Schiffe fahren nicht mit Diesel, sondern mit Schweröl und ein Unglück würde reichen dieses sensible Ökosytem auf Jahre zu verseuchen. Die Menschen vor Ort leben mit und von dem See und wollen diesen Kanal nicht.

      • 4.1.7
        Jochen Meier

        Ja, aber mitlerweile steht fast die gesamte Bevölkerung von Nicaragua hinter dem Projekt. Und das nach nicht einmal einem Monat Bauzeit.
        Die Kritiker des Sees sind alle verstummt. Wahrscheinlich weil sie mit Geldverdienen beschäftigt sind.

      • 4.1.8
        Herbert Merkelbach

        Die Öltanker, die Venezuela in Richtung VR China verlassen, durchqueren keinen Kanal sondern nehmen die Route über das Kap der Guten Hoffnung. Diese Schiffe sind viel zu groß um den Panamakanal zu passieren.

        Ihr Kommentar ist nicht sachlich fundiert. Ich bitte um mehr Sachlichkeit und um kein polemisches Geschwätz.

  5. 5
    Matthias Gysin

    Ich habe kein Verständnis für solche Gedanken mit Familie in Venezuela. Grad so wenig wie die Chinesen in Deutschland (oder in der Schweiz) „Willkommen“ sind, sind sie dies in Venezuela.

    Das mit Nicaragua stimmt so wirklich nicht (sorry). Ich habe lange dort gearbeitet. Hunderte von Leuten werden und wurden entgeignet und die Dörfer dem Erdboden plattgemacht für (niedere) wirtschaftliche Interessen. (Es stand auch hier in diesem Portal). Von dem ökologischen Risiko mit dem Schweröl wollen wir mal nicht reden.

    Das soziale ist das Geld das ein paar wenige in Nica einkassieren. Deshalb verstehe ich auch nicht wieso Ihre Ansicht abweichen soll ? Und ich weiss nicht was Sie mir da unterstellen wollen ? Das Wort Egoismus stösst mir extrem sauer auf.

    Wenn man den Gedanken weiterspielt soll doch Deutschland die Griechenlandschulden abschreiben das wäre sozial und auch nicht egoistisch ? (Ne die Wirtschaft wirklich nicht so).

    • 5.1
      Jochen Meier

      „…soll doch Deutschland die Griechenlandschulden abschreiben das wäre sozial…“

      Deutschland hat nach den Verheerungen des 2. Weltkriegs auch einen Schuldenschnitt von 50% bekommen. Ohne diesen Schuldenerlass hätte es kein Wirtschaftswunder der 50er Jahre geben können. Und Griechenland hat diesem Schuldenschnitt für Deutschland damal zugestimmt.
      Mit welchem Recht verweigert jetzt Deutschland Griechenland einen 50%igen Schuldenschnitt?!

      • 5.1.1
        Herbert Merkelbach

        Dies hier ist ein lateinamerikanisches Forum. Ihre Kommentare über die Zustände in Griechenland, Deutschland, die EU, den EURO, mit anderen Worten alles das, dass sich in Bezug auf Europa OHNE Beziehung zu Lateinamerika verhält, IST HIER FEHL AM PLATZ.

        Schreiben Sie bitte Ihre Kommentare in den regionalen Zeitungen Europas.

    • 5.2
      Jochen Meier

      „…Leuten werden und wurden entgeignet und die Dörfer dem Erdboden plattgemacht…“

      Die meisten betroffenen Behausungen am Nicaraguasee sind Holzhütten, die in wenigen Tagen aus Treibhoz zusammengezimmert worden sind.

      Nicaragua bekommt die einmalige Möglichkeit von einem Drittewelt-Land inerhalb weniger Jahre in die 2. Welt aufzusteigen (nicht mal 6 Millionen Einwohner).
      Es weden Straßen, Gleise, Touristenzentren ,Flughäfen, Häfen usw. gebaut.
      Die Kritik in den Mainstreammedien am Kanalbau ist politisch motiviert. Vorher hat sich niemand für das Land interessiert. Die Meinungsmacher in Europa fürchten nur einen Einflussverlust des Ami-Reichs.
      Aber selbst die EU-Mainstreammedien geben zu, dass China mit dem Kanalbau geopolitische Interessen verfolgt und geschützerr von eventeueller westlichen Willkür sein will. Und nicht aus ökonomischem Egoismus wie von Ihnen propagiert.

      • 5.2.1
        paulo

        MEIER SIE SIND AUF DEM FALSCHEN DAMPFER !

      • 5.2.2
        Herbert Merkelbach

        Und wenn auch nur eine „armselige Holzhütte“ abgerissen wird, dann ist das ein Verbrechen, wenn dem Geschädigten nicht eine Ersatz geliefert wird.

        Darüber finde ich nichts in Ihrem Kommentar, der übrigens keine Fakten weder Wahrheiten nennt. Ob sich der neue interozeanische Kanal als ein Segen für das Land herausstellen wird, dass muss man erst einmal abwarten. Ob die vorgesehene Summe, die dieser Kanal für den Bau verschlingt, dass muss auch erst einmal abgewartet werden.
        Es ist ein Fakt, dass sich mit dem Bau der neuen Schleusen für den Panamakanal die Baukosten beträchtlich erhöht haben als auch die Fertigstellung sich verzögert hat.
        Ich bin gespannt, was sich in der Angelegenheit in Nicaragua ergeben wird.

  6. 6
    Matthias Gysin

    Da müssen sie wohl Ihre eigene Regierung fragen und nicht mich als Schweizer :).

    Nachdem dieser Thread ja wohl völlig aus dem Ufer läuft (und eigentlich auch nichts zur Sache mehr mit dem Titel hat) werde ich dazu auch nichts mehr antworten, lediglich dass die Weltwirtschaft unsozial ist und jeder (auch die Venezolaner) auf eigenen Gewinn fixiert sind ebenso auch die Chinesen.

  7. 7
    Matthias Gysin

    @Jochen:
    Wie ich sagte auf so einen Quatsch antworte ich nicht mehr, das stimmt schlichtwegs nicht. Geniessen Sie den Sonntag.

  8. 8
    paulo

    ihr seit ja heute sonntag alle wieder so unheimlich inteligenzbomben…………..

    wie kommt ihre dazu, über den nicaragua-kanal zu philosophieren, wenn maduro (sollte heissen „mas duro“) von seiner bettelmission zurück kommt und die alte mär von erfolgreichen Geschäften propagiert, welche wir seit 16 jahren immer wieder hören müssen, und sich lediglich als lug und trug bewiesen haben.

    wenn mir diese rote Regierung nur ein einziges erfolgreiches Geschäft vorweisen kann, das von ihr aufgebaut wurde, die aufbaukosten zurückbezahlt und gewinn abwirft, werde ich mich am nächsten tag als Parteimitglied anmelden.

    ich denke dass dieser Wunsch nicht in ierfüllung gehen wird.

    • 8.1
      Bono

      So kommt man vom Hölzchen auf’s Stöckchen. :-)

      • 8.1.1
        Martin Bauer

        Verdaderamente! Schöner Spruch!

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