Meinungsforscher: „Krise in Venezuela ist erst am Anfang“

leon

Politikwissenschaftler und Präsident der Meinungsforschungsinstituts Datanálisis, Luis Vicente León (Foto: Archiv)
Datum: 18. Januar 2015
Uhrzeit: 09:13 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Krise in Venezuela befindet sich erst am Anfang und hat noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht. Diese Meinung vertritt der Politikwissenschaftler und Präsident des Meinungsforschungsinstituts Datanálisis, Luis Vicente León. In einem Interview und auf seinem Twitter-Account warnte er am Samstag (17.) davor, die Regierung zu destabilisieren und betonte die Notwendigkeit für einen nationalen Konsens.

„Es ist mehr als peinlich dass die Leute denken, wir sind bereits auf dem Höhepunkt der Krise. In der Tat – wir befinden uns erst am Anfang“, twitterte León. „Ohne nationale Vereinbarung, Dialog, Richtlinienüberprüfung der Einstellungen, Integration der Akteure und internationale Unterstützung werden die Auswirkungen der Krise dramatisch sein. Diejenigen, die glauben dass es an der Zeit ist die Regierung mit verschiedenen Maßnahmen aus dem Gleichgewicht zu bringen, irren sich. Das würde nur zu Anarchie führen. Es klingt vielleicht nicht populär (und ich bin nicht im geringsten dagegen), aber keine Aktion, mit Ausnahme von Wahlen, wird zur Rückkehr der Balance und Stabilität führen“, bekräftigte León.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Dieser Mann ist ein Phantast und hat nicht die leiseste Ahnung, wovon er redet. Wer mit Kommunisten, oder solchen, die sich dafür ausgeben, verhandelt, hat schon verloren. Die rote Brut muss weg von der Erdoberfläche. Kein Dialog, keine Diskussion, keine Gefangenen!

  2. 2
    hugo

    “ das würde nur zur anachie führen “

    das haben wir schon seit einigen jahren.

    richtig ist das wir noch lange nicht auf dem höhepunkt der krise sind.

    • 2.1
      Martin Bauer

      Eben weil wir die Anarchie schon haben, kann man die Verantwortlichen dafür im Rahmen des bestehenden Systems eliminieren. Danach erst muss man sich um den Aufbau einer besseren Ordnung kümmern. Um wie viel bessser diese wird, liegt an den Venezolanern. Mit den aktuellen Politverbrechern am Leben wird das nichts. Die würden noch aus dem Knast heraus Tod und Verderben über das Land bringen. Die müssen im Nirgendwo verscharrt werden, wie Gadaffi, oder im Meer versenkt, wie Bin Laden, damit keines ihrer Gräber zu einer Pilgerstätte Unverbesserlicher werden kann.

  3. 3
    Herbert Merkelbach

    Einen Konsens mit der regierenden Verbrecherbande käme einem Selbstmord der demokratischen Kräfte gleich.
    Die Clique in Caracas gehört auf das Schafott, Gevierteilt oder gehenkt. Absolut nichts anderes.

  4. 4
    hugo

    hier haben sich einige leute den geflogen heiten im land angepasst.
    das es in diesem land keine änderung ohne gewalt geben wird ist mir schon klar.
    nur wie können aus mördern nach dem umsturz menschen werden, die wissen was recht und ordnung ist.
    es währe wieder ein volk von tätern.

    • 4.1
      Martin Bauer

      Es ist selbstverständlich sehr problematisch bis unmöglich, eine klare Grenze zwischen legitimer Notwehr und Sebstschutz zu ziehen, ohne sich selber die Hände blutig zu machen und Schuld auf sich zu laden. Schon die französische Revolution hat dies gezeigt, da man kaum ein Ende damit finden konnte, Menschen der Guillotine zuzuführen. Es erwischte auch Unschuldige und Leute aus den eigenen Reihen. In Rumänien jedoch wurde nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kurz und entschieden beseitigt, wer für die Sicherheit des Volkes ein untragbares Risiko war. Nicht mehr und nicht weniger. Jedenfalls nach dem was man hier mitgekriegt hat.

      Wie dem auch sei, am Leben bleiben dürfen die PSUV-Mörder von heute nicht. Es geht werde um Rache noch um Strafe, sondern rein um Selbstschutz. Und da sie die völlig unbrauchbare Legislative, Judikative und Exekutive stellt, muss ihr das Volk diese entreissen und sie richten. In einem solchen Land wird leider einiges an „Kollateralschaden“ anfallen, das viel Schmerz bereiten wird. Wenn ich einen besseren Weg wüsste, würde ich dafür plädieren.

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