Venezuela: Der „Roraima-Tepui“ zieht immer mehr Touristen aus dem Ausland an

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Die steile Felswand des Roraima-Tepui (Foto: Jeff Johnson)
Datum: 03. Februar 2015
Uhrzeit: 18:12 Uhr
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Der Roraima-Tepui ist ein 2.810 Meter hoher Tepui (Tafelberg) im Dreiländereck zwischen Venezuela, Brasilien und Guyana. Die Landschaft auf dem Hochtableau ist ein Felslabyrinth mit vielen Schluchten, die teilweise mehrere hundert Meter tief sind. Berichte des berühmten Südamerika-Forschers Sir Robert Hermann Schomburgk, der 1840 von der britischen Regierung mit der Feststellung der Grenzen zwischen Britisch-Guayana und Venezuela beauftragt worden war und durch seine zahlreichen botanischen und zoologischen Funde in dieser Region berühmt wurde, inspirierten den englischen Landarzt Arthur Conan Doyle zu seinem Roman „The Lost World“ (1912) über die Entdeckung einer lebenden prähistorischen Welt voller Saurier und urzeitlicher Pflanzen.

Die ansässigen Indianer versuchten nie, den Roraima-Tepui zu besteigen und auch die Entdecker des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts konnten nur spekulieren, was sich auf dem Hochplateau befindet. Man vermutete ausgestorbene Tierarten (gar Saurier), die dort überlebt hätten. Im 21. Jahrhundert zieht der Cerro Roraima immer mehr ausländische Abenteurer an, die den zwei Milliarden Jahre alten Tafelberg besteigen und die prähistorische Landschaft durchstreifen.

Zwischen 3.000 und 4.000 Touristen klettern jährlich durch den Roraima, vor ein paar Jahren waren es lediglich ein paar Hundert. Während die Massen ein Segen für die lokale Tourismusindustrie sind, führt auch die Verbreitung von unerwünschten Abfällen in der Landschaft zu einem zunehmenden Druck auf das empfindliche Ökosystem. In Zeiten der Hochsaison wie Weihnachten und Ostern wimmelt es in der Region und rund um die wenigen Höhlen vor überfüllten Zelten.

„Es ist ein sehr exotischer Ort und weit entfernt jeder städtischer Infrastruktur. Ein Besuch des Roraima ist sehr teuer und äußerst attraktiv“, erklärt der ehemalige japanische Diplomat Edo Muneo (68), der sich wie seine Landsleute vor seiner Abreise aus Japan einer körperlichen Untersuchung unterzog und trotzdem wie der Großteil der „betuchten“ Touristen die letzten Meter zum „Haus der Götter“ bequem mit dem Helikopter zurücklegt.

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  1. 1
    VE-GE

    Leider die traurige Wahrheit !

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