Venezuela: Einer der meistgesuchten Drogenbosse der Welt verurteilt

makled

Walid Makled schmuggelte mehrere Tonnen Kokain im Monat nach Europa und die USA (Foto: Twitter)
Datum: 10. Februar 2015
Uhrzeit: 14:53 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Nach Jahren weltweiter Fahndung hatte die kolumbianische Polizei Walid Makled, der mehrere Tonnen Kokain im Monat nach Europa und die USA schmuggelte, im August 2010 in Cúcuta nahe der Grenze zu Venezuela festgenommen und ins Nachbarland ausgeliefert. US-Präsident Obama Barack hatte den venezolanischen Staatsbürger bereits im Mai 2009 zu einem der meistgesuchten Drogenbosse der Welt erklärt. Das Gerichtsverfahren in Caracas war auf große internationale Aufmerksamkeit gestoßen, da Makled die venezolanische Regierung beschuldigt, im internationalen Drogengeschäft mitzumischen.

tweet

Der sich selbst als Milliardär bezeichnende Drogenboss verfügt über hervorragende Verbindungen zu Venezuelas Regierungspartei PSUV – am Dienstag (10.) wurde er zu 14 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Internationale Drogenfahnder gehen in ihrem aktuellen Bericht davon aus, dass pro Woche fünf Tonnen Rauschgift über Venezuela geschmuggelt und 90% der im Nachbarland Kolumbien produzierten Drogen zudem durch den an Brasilien, Kolumbien und Guyana grenzenden Staat geschleust werden.

Venezuelas Präsident der Nationalversammlung (Parlament) Diosdado Cabello ist der der mächtigste Drogenboss des südamerikanischen Landes. Dies berichtet die spanische Tageszeitung “ABC” und stützt ihre Behauptung auf Leamsy Salazar, der unter anderem zehn Jahre lang als Sicherheitschef für den verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez fungierte, sich im Dezember nach Spanien abgesetzt hatte und dort in das Zeugenschutzprogramm der US-Drogenkontrollbehörde DEA aufgenommen worden war.

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  1. 1
    Caramba

    Da darf man gespannt sein, wieviel der wirklich absitzen wird……

  2. 2
    paulo

    jetzt haben sie ein bauernopfer erbracht!

    eigentlich müssten man die ganze saubande einsperren und nie mehr freilassen.

    man mag sich alleine mal vorstellen, wie man 300 generäle mit milionen und abermilionen versorgt.

    so erklärt sich auch der immer schlimmer werdende devisenmangel.

    • 2.1
      Martin Bauer

      Das ist kein Bauernopfer. Vielmehr hat die PSUV-Bande der gesamten Familie Makled das Drogengeschäft abgenommen, nur um es selber zu betreiben, ebenso wie die legalen Geschäfte der Makled, die auch Milliarden abwerfen.

  3. 3
    Herbert Merkelbach

    Die USA wollten diesen Drogenboss eigentlich haben. Da ist die kolumbianische Regierung gegenüber Venezuela eingeknickt.
    Zusammen mit den Aussagen von L. Salazar hätten die USA ein paar weitere Argumente um Venezuela zu einem Drogenstaat zu deklarieren.
    Die Folgen für VE wären und sind nicht auszudenken.

  4. 4
    Caramba

    Auch die Holländer sind eingeknickt…..und ich frag mich warum.
    Wegen der beiden venezolanischen Kriegsschiffe wohl eher nicht, die hätten den ersten Angriff sicher nicht überlebt (auf Curacao gibts US Jets…), und wegen dem Respekt gegenüber der venezolanischen Regierung eher auch nicht.
    Was bleibt sind Erpressung mit schmutzigen Geheimnisse….der Reaktion nach wohl über holländische Offizielle? Oder/und kolumbianische? Alles Theorie, natürlich. Sonst würde ich es ja hier nicht posten……
    Slds

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