Chile: Drastische Maßnahmen gegen „uneinsichtige“ Touristen

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Chile: Beeindruckende Flora und Fauna (Foto: Archiv)
Datum: 11. Februar 2015
Uhrzeit: 14:26 Uhr
Ressorts: Chile, Natur & Umwelt
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Das südamerikanische Land Chile verfügt über eine sehr große Anzahl von Nationalparks und nationalen Reservaten, die von der chilenischen Forstbehörde CONAF verwaltet werden. Die bekanntesten Nationalparks sind der Nationalpark Conguillio, der Nationalpark Torres del Paine (Weltnaturerbe), der Nationalpark Lauca, der Nationalpark Bernardo O’Higgins und der Nationalpark Rapa Nui (Weltnaturerbe) auf der Osterinsel. In der Provinz Palena bei Chaitén liegt der mit privaten Mitteln errichtete über 3.000 Quadratkilometer große Parque Pumalín. Er wurde vom US-Amerikaner Douglas Tompkins durch große Landkäufe ab Mitte der 1990er-Jahre errichtet. Das Land wurde später der Non-Profit-Organisation Fundación Pumalin übergeben. Der Park ist insbesondere für den Öko-Tourismus interessant. Die beeindruckende Flora und Fauna des an Peru, Bolivien und Argentinien grenzenden Landes lockt zahlreiche Touristen in den Staat im Südwesten Südamerikas und führt immer mehr zu Problemen.

Die Gesamtlänge der Landesgrenzen Chiles beträgt 6.329 Kilometer. Innenminister Rodrigo Peñailillo gab vor wenigen Tagen bekannt, dass es immer schwieriger werde, die Nationalparks vor uneinsichtigen Touristen zu schützen. Diese waren für mehrere Waldbrände in den Reservaten verantwortlich, die natürlichen Ressourcen wurden nachhaltig geschädigt. Nach Angaben der Regierung wurden seit dem Jahr 2012 etwa 21 Touristen, vor allem Ausländer und über die Hälfte von ihnen aus Israel, nach dem Entfachen von Lagerfeuern im Torres del Paine aus dem Park vertrieben.

„Wir werden diese uneinsichtigen Touristen nicht nur aus den Parks vertreiben, sondern ihnen auch das Visum entziehen. Wir werden ihnen ein Frist von wenigen Stunden setzen, dann müssen sie unser Land verlassen“, so Peñailillo. Ein entsprechendes Dekret wird nach seinen Worten in den kommenden Tagen unterzeichnet werden. „Menschen, die unser Land besuchen und unserem Naturerbe wie den Nationalparks einen Besuch abstatten, müssen sich bedingungslos an die Hinweise der Behörden halten“, fügte der Minister hinzu.

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