Peru: Ein Toter im Konflikt mit Pluspetrol

Datum: 11. Februar 2015
Uhrzeit: 18:39 Uhr
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Autor: Redaktion
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Bei einem Zusammenstoß zwischen Polizei und den Bewohnern der Stadt Pichanaki sind im Süden Perus ein Mensch getötet und mindestens 40 weitere verletzt worden. Die Bewohner in der Region protestieren gegen eine Gasexploration, die von der argentinischen Firma Pluspetrol durchgeführt wird. Die Konfrontation begann am Dienstagabend (10.) Ortszeit und dauerte mehrere Stunden bis zum frühen Mittwoch. Die Demonstranten hatten sich gewaltsam einen Zugang zu einer Militärbasis verschafft, in der die Firma Daten und Gerät für die logistische Umsetzung ihrer angeblich geplanten Gasförderung gelagert hat.

Die meisten der Verletzten, darunter zwei Polizisten, mussten in das lokale Krankenhaus eingeliefert werden. Drei Personen, unter ihnen der Verstorbene, wurden mit Schusswunden in andere Krankenhäuser gebracht. Die Behörden warnten davor, dass die angespannte Situation noch weiter eskalieren könnte. In einer Erklärung gab Pluspetrol bekannt, dass ihre Arbeit im März 2014 begann und bereits zu 90% abgeschlossen sei.

Laut den lokalen Behörden sind die Proteste das Produkt einer Desinformationskampagne. Pluspetrol behauptet, keine Öl- oder Gas Aktivitäten durchführen zu wollen. Es handele sich lediglich um Explorationsstudien. Diese würden durchgeführt, um eventuelle Gasvorkommen in der Region zu prüfen. Demnach hat das Unternehmen den Auftrag für seine Studien bereits im Jahr 2005 erhalten und sollte Gas-Explorationen im Gebiet einer Fluss-Wasserscheide durchführen.

Der argentinische Energiekonzern sieht sich derzeit zwei weiteren Konflikte mit der indigenen Bevölkerung in der nördlichen Dschungelregion von Peru ausgesetzt. Dort befindet sich eines der größten Erdölfelder des Landes. Die Arbeiten sind blockiert, die Ureinwohner fordern Ausgleichszahlungen für die Nutzung ihres Gebietes.

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