Peru: Lima investiert in die Modernisierung des Nahverkehrssystems

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Die IVU Traffic Technologies AG liefert die IVU.suite einschließlich E-Ticketing in die peruanische Hauptstadt Lima. (Foto: IVU)
Datum: 11. Februar 2015
Uhrzeit: 19:39 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die peruanische Hauptstadt Lima investiert seit einigen Jahren kräftig in die Modernisierung ihres Nahverkehrssystems. Dazu zählt auch die Neuausschreibung zahlreicher wichtiger Verbindungen, darunter die Linie Lima–Callao. Seit Jahresbeginn bietet das Unternehmen Grupo Express Perú (GEP Lima) mit 150 Bussen einen geregelten Linienverkehr zwischen der Millionenmetropole und der benachbarten Hafenstadt. Die IVU Traffic Technologies liefert ihre IVU.suite für die Planung und Steuerung von Fahrzeugen und Personal. Auch das E-Ticketing-System stammt von dem Berliner IT-Spezialisten für den öffentlichen Verkehr.

Viele Buslinien in Lima verfügen bisher weder über einen Fahrplan noch über klare Abfahrtszeiten. Auf der neuen Konzession Lima–Callao möchte GEP Lima nun mit einem verlässlichen Verkehrsangebot, pünktlichen Abfahrten und hohen Qualitätsstandards Fahrgäste für sich gewinnen. Das Unternehmen vertraut dafür auf die bewährten Module der IVU.suite von der IVU Traffic Technologies AG. Startschuss für das Projekt war bereits am 28. November 2014.

Die IVU verfügt über umfangreiche Erfahrungen auf dem südamerikanischen Markt. Unter anderem setzen bereits die kolumbianischen Großstädte Cali und Ibagué auf IVU-Technik. „Wir sind stolz, mit Lima eine weitere Millionenmetropole bei der Modernisierung ihres Nahverkehrssystems unterstützen zu können“, sagt Dr. Claudia Feix, Niederlassungsleiterin der IVU Traffic Technologies AG in Lateinamerika. „Viele Städte in Südamerika stehen vor ähnlichen Problemen und beginnen damit, eine moderne Verkehrsinfrastruktur aufzubauen. Mit unserer Expertise aus den bisherigen Projekten auf dem Kontinent können wir hierfür wichtige Impulse liefern.“

Die IVU.suite ist eine umfassende IT-Lösung für den öffentlichen Verkehr und ermöglicht es GEP Lima, seine zunächst 150 Busse genau zu planen und zu steuern. Besonders die integrierte Fahr-, Umlauf- und Dienstplanung sorgt für einen optimalen Einsatz aller Ressourcen und einen effizienten Betrieb. Das Betriebsleitsystem IVU.fleet erlaubt der neu eingerichteten Leitstelle, im dichten Verkehr Limas die Kontrolle über die Fahrzeuge zu behalten und bei Bedarf einzugreifen.

Mit IVU.realtime kann GEP Lima seine Fahrgäste über Smartphone-Apps oder die Website über die aktuellen Abfahrtszeiten an den jeweiligen Haltestellen informieren. Die dafür notwendigen Echtzeitdaten erhält das System von dem Bordrechner IVU.ticket.box, mit dem alle Fahrzeuge ausgestattet sind. Er unterstützt sowohl den Druck herkömmlicher Fahrscheine als auch den in Lima geltenden E-Ticketing-Standard. Die Rechner sind kassensicher und vor Manipulationen geschützt. Im Voraus bezahlte elektronische Fahrscheine beugen darüber hinaus Unterschlagungen vor und gewährleisten so einen stabilen Einnahmenfluss für GEP Lima.

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  1. 1
    Jose

    Die einzige echte Neugestaltung des Busverkehres ist der Korredor blau.

    Mit der Holzhammermethode, also einfach allen bisherigen Buslinien untersagt diesen Korredor weiter anzufahren. Dieser Korredor ist dann für die Benutzer nur eine einzige Linie im Gegensatz zu die vielen die ausgesperrt wurden. Für einige gibt es dann keine Direktverbindung mehr im Gegensatz zu früher. Denen das längere Warten dann zu teuer ist die steigen auf das Taxi oder Kollektivtaxi um, letzteres wo vorhanden. Verkehrs und Umweltpolitisch geht das sicher in die richtige Richtung, aber auf längere Sicht sind es inkomplette Teillösungen für eine 10 Millionen Stadt. Das ganze mit dem „Coredor azul“ war sicher einer der Gründe das die letzte Bürgermeisterin nicht wiedergewählt wurde.
    Grüße aus Peru.

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