Tourismus Venezuela: Achtzig Touristen auf der „Isla de Margarita“ überfallen und ausgeraubt

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Auch auf der Ferieninsel Margarita besteht die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle (Foto: Archiv)
Datum: 12. Februar 2015
Uhrzeit: 00:38 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Achtzig Touristen, darunter der venezolanische Diplomat bei der Botschaft der Republik Polen, Dimas Jesús Alvarenga Guerra, sind auf der zum venezolanischen Staatsgebiet gehörenden Karibikinsel Isla de Margarita überfallen und ausgeraubt worden. Nach Berichten lokaler Medien hatte eine bewaffnete Gruppe das Hotel „Villa de Maloka“ (Sektor Sabana de Guacuco, Verwaltungsbezirk Arismendi) gestürmt und die Gäste, die eine Hochzeit vorbereiten wollten, überfallen. Zwei Stunden nach der Tat wurde zwei am Raub beteiligte Männer verhaftet, bei ihnen waren einige der gestohlenen Gegenstände (Handys, Monitore, Laptops und Kleidung) entdeckt worden.

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Der südamerikanische Staat Venezuela gilt als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Die Linksregierung ist für den wirtschaftliche Niedergang des Landes verantwortlich und hat den erdölreichsten Staat der Welt an den Rand der Handlungsunfähigkeit gebracht. 24.763 Tote durch Gewaltverbrechen hat der unabhängige „Observatorio de Violencia en Venezuela“ im Jahr 2013 gezählt ((1998: 4.450 Morde) – offizielle und glaubwürdige Statistiken des Regimes gibt es schon lange nicht mehr. Mit 79 gewaltsamen Todesfällen pro 100.000 Einwohner hat Venezuela eine der höchsten Mordraten der Welt (Deutschland: 0,8).

Aufgrund der instabilen Lage empfiehlt das Auswärtige Amt von nicht notwendigen Reisen nach Venezuela abzusehen. „Auf der Ferieninsel Margarita besteht die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle, auch in Hotelanlagen und bei begleiteten und organisierten Gruppenexkursionen. Als besonders gefährlich gelten das Zentrum von Porlamar und die Küstenorte Playa El Agua und El Yaque. Eine deutliche Gefährdung sowohl für Individual- als auch für Gruppenreisende stellt die hohe Kriminalitätsrate in Venezuela dar. Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. Auch Deutsche sind davon betroffen gewesen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas, ist unvermindert hoch. Auch außerhalb der Städte ist mit Gewaltkriminalität zu rechnen“, warnt das Amt.

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  1. 1
    Manuel Neuer

    Sorry, nur absolute Vollidioten machen in diesem Land Urlaub. SS::Selbst schuld und deshalb kein Mitgefühl!!!!!!

  2. 2
    Der Bettler

    So sehe ich das auch.Wer hier nicht eingebunden ist,und trotzdem 3 Wochen Urlaub auf der Isla bucht,ist bei Gott selber schuld.Und genau diese Unverbesserlichen Träumer von Venezuela,soll mal die ganze Schei…. was hier abgeht zu spüren bekommen.Aber ich brauche gar nichts mehr zu wünschen.Die Restaurants auf der Isla schließen um 18 Uhr.Die Touristen,die all Inklusive gebucht haben,können froh sein,wenn sie einigermaßen mit Essen versorgt werden.Und es wird noch schlimmer.@ Manuel Neuer,Du bist aber nicht der Torwart von Bayern?

  3. 3
    Matthias Gysin

    El Yaque war sehr schön (als wir vor 7 Jahren dort waren – und auch dann wurde im 1. OG des Hotels eingebrochen. Zum Glück waren wir im 4. OG). Aber unsere Ferien in Venezuela (auch auf dem Festland) sind bis auf weiteres ausgesetzt. Bei aller Liebe zur Familie im wohlverdienten Urlaub 3 Wochen lang überlegen was alles passieren könnte muss nicht sein. Wir gehen nach Curaçao und treffen unsere Famlie dort (so haben wir zwar ein wenig höhere Flugkosten, da wir der Familie die Tickets bezahlen, dafür müssen wir diesen Wahnsinn nicht turnen).

  4. 4
    der Sachse

    Mein Sohn aus Deutschland und meine „neue“ Familie waren 2010 auf der Insel Margarita. Das war es auch schon. Danach gings mit den Bedingungen auf der Insel rapide steilab, es wurde also immer schlimmer. 2013 besuchte uns mein Sohn uns wieder in Venezuela und wir haben keinen Urlaub auf der Insel gemacht. Zu gefaehrlich fuer Touristen, Stromabschaltungen, Versorgungslage katastrophal. Madburro und Company bekommen das sowieso nicht mit, die leben in ihrer Parallelwelt und dort ist ja alles im Ueberfluss vorhanden und alles in Ordnung (Ironie).

  5. 5
    Romero Nerio

    Tja, meine lieben griechischen Freunde. Schaut nach Venezuela – da könnt ihr sehen was Euch demnächst blüht. Deshalb wehret den Anfängen. Prügelt die linke Mischpoke ins Ägäische Meer.

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