Venezuela: Verletzte bei Zusammenstössen zwischen Studenten und der Polizei

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In der Hauptstadt des Bundesstaats Táchira wurden die Proteste mit Tränengas und Gummigeschossen unterdrückt (Foto: Twitter)
Datum: 12. Februar 2015
Uhrzeit: 18:06 Uhr
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Autor: Redaktion
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Landesweit gehen am Donnerstag (12.) Zehntausende Studenten auf die Straßen und erinnern an die Proteste gegen das Regime vom vergangenen Jahr. Damals kamen mindestens 43 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt und Tausende festgenommen und inhaftiert. Bereits in der Nacht auf Donnerstag waren landesweit mehrere Studenten festgenommen worden, in der Hauptstadt des Bundesstaats Táchira (San Cristóbal) wurden die Proteste mit Tränengas und Gummigeschossen unterdrückt. Die protestierenden Schüler fordern unter anderem Veränderungen im Land, das ihrer Meinung nach von der aktuellen Links-Regierung in den Bankrott getrieben wird. Mindestens vier Polizisten, ein Beamter der Nationalgarde und ein Student, wurden verletzt.In mehreren Landesteilen, darunter der Hauptstadt Caracas, versuchen Sicherheitskräfte eine Mobilisierung der Demonstranten zu verhindern und haben die in den sozialen Netzwerken „Twitter“ und „Facebook“ bekanntgegebenen Sammelpunkte abgeriegelt.

Hintergrund der Proteste sind und waren eine anhaltende Inflation, hohe Kriminalität, hohe Korruption und ein Mangel an täglichen Produkten. Die Inflation gehört mit über 64% zu den höchsten weltweit. „Im letzten Jahr wurden in Venezuela 32 Studenten getötet, die das Recht auf friedlichen Protest hatten. Sie versuchen uns nun zu erschrecken, aber es wird ihnen nicht gelingen. Wir haben keine Angst und wir werden die Straße nicht verlassen ohne zu sagen, was wir von diesem Regime halten. Wir sind diejenigen, die den Mund aufmachen und über diese schwere wirtschaftliche, soziale und institutionelle Krise sprechen“, so Joaquín Salas, Jugendkoordinator der „Primero Justicia Zulia“, in einer agência latinapress vorliegenden Erklärung.

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„Wir sind auf der Straße, weil wir glauben, dass unsere Rechte verletzt werden und weil wir glauben, dass sie versuchen unsere Zukunft ruinieren. Heute beweisen wir der Regierung, dass wir die Hoffnung nicht verlieren und das ist es, was uns weiter kämpfen lässt. Wir glauben an den Fortschritt und werden nicht eher ruhen, bis wir in einem friedlichen Venezuela leben können“.

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