Brasilien: Tourist aus Deutschland in Rio de Janeiro erstochen

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Seit 1980 sind über eine Million Menschen in Brasilien umgebracht worden (Foto: Archiv)
Datum: 18. Februar 2015
Uhrzeit: 11:28 Uhr
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Autor: Redaktion
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Am Dienstag (17.) ist in der Innenstadt von Rio de Janeiro ein Tourist aus Deutschland ermordet worden. Nach Berichten lokaler Medien wurden der 51-jährige Fred Miesino und seine Frau Sybille Jurth (52) in der Rua Uruguaiana von Kriminellen angegriffen, die das Paar offenbar ausrauben wollten. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, erlag dort seinen Verletzungen. Laut den ermittelnden Behörden hatte sich Miesino gewehrt und erhielt während der Auseinandersetzung einen tödlichen Messerstich. Seine Ehefrau musste mit Verletzungen medizinisch behandelt werden.

Seit 1980 sind über eine Million Menschen in Brasilien umgebracht worden. Allein 2010 wurden annähernd 50.000 Morde registriert. Das sind 137 am Tag und vier in der Stunde. Aktuelle Statistiken ((Fórum Brasileiro de Segurança Pública)) belegen, dass im größten Land Lateinamerikas im vergangenen Jahr 53.646 Menschen eines gewaltsamen Todes gestorben sind. Von den über 50.000 jährlichen Tötungsdelikten handelt es sich in 30.000 Fällen um junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren. Laut Daten der Organisation “SaferNet Brasil” beträgt der Anstieg von Gewaltverbrechen zwischen den Jahren 2013-2014 über 300%.

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