Heinz Dieterich: Vorgehen Maduros in Venezuela erinnert an die Zeit der Französischen Revolution

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Sozialwissenschaftler Heinz Dieterich (Foto: Diariodecaracas)
Datum: 20. Februar 2015
Uhrzeit: 17:59 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der deutsche Sozialwissenschaftler Heinz Dietrich hat das Standardwerk „Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ (1996) verfasst. Dieterich galt zumindest zeitweise als (informeller) Berater des vom venezolanischen Staatspräsidenten Chávez vertretenen „bolivarischen“ Entwicklungsprozesses, wobei Chávez sich insbesondere von Dieterichs Arbeit über Simón Bolívar begeistert gezeigt haben soll. Der 72-Jährige ging am Abend auf Distanz zur Regierung in Caracas. Das Vorgehen Maduros erinnere ihn an die Zeit der Französischen Revolution, als den Gegnern die Guillotine drohte, teilte er dem Sender CNN mit.

Laut seiner Analyse werde die Oppositionspolitiker offenbar präventiv verhaftet. Ledezma sei keine „weiße Taube“, denn er habe sich 2002 während der Unruhen und der vorübergehenden Absetzung von Chávez auf die Seite derjenigen gestellt, die den bolivarischen Führer zu stürzen versucht hätten. Doch müsse Caracas Beweise und Fakten auf den Tisch legen, wenn sie zu solch dramatischen Mitteln greife. Ansonsten würde das ohnehin schon angeschlagene Regime weiter an Glaubwürdigkeit verlieren.

Für den ehemaligen Chávez-Berater ist Maduro ein “orientierungsloser Dilettant mit einer mittelmäßigen Truppe”. Mehrfach hat er auf die Unfähigkeit der venezolanischen Regierung hingewiesen und sich darüber besorgt gezeigt, dass das Land in eine chaotische Richtung abdriftet. Präsident Maduro warf er einen Mangel an Führungsqualitäten vor, seinem Team bestätigte er absolute Mittelmäßigkeit. “Ich sehe eine große Tragikomödie und Schwindel in Venezuela, die keinen revolutionären Charakter hat und das Vermächtnis von Hugo Chávez gefährdet. Diese Führung hat keine strategische Richtung”, so Dieterich. Er betonte, dass er keineswegs das politische Lager gewechselt habe. Allerdings bereite es ihm Qualen, wie Präsident Maduro durch seine Unfähigkeit “alles von seinem Vorgänger Geschaffene gefährde”.

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  1. 1
    babunda

    dieser typ hat das ganze jahrelang inzeniert, jetzt wo er sieht was daraus geworden ist bläst er zum rückzug?

    • 1.1
      rote_pille

      nein, der rafft es immer noch nicht. er denkt, es liegt an den führungspersönlichkeiten und nicht an dem nicht funktionierenden system. der würde nur ein paar leute auswechseln und weiter machen.

  2. 2
    Martin Bauer

    Das das verantwortungslose Gefasel von diesem verblendeten Alt-Kommunisten noch immer abgedruckt wird, ist ei Skandal.

  3. 3
    der Reisende

    Dieterich Dieterichsito du bist ja noch schlimmer wie der Busfahrer. Fuer dich sollte normal Einreiseverbot fuer Deutschland geben.Du passt ganz gut nach Nordkorea.

  4. 4
    DonCacique

    Das wirklich ärgerliche an Demographie ist,du musst warten bis diese Vollpfosten wirklich aussterben.Dieser Laberhannes ergeht sich wie die ganze Linke in Selbstmitleid ,ohne in der Konsequenz zu sehen ,das ihr Gefasel und Salonkommunismus keinem was nutzt und sie wenn sie etwas könnten irgendwo in Amt und Würden wären.

  5. 5
    hugo

    das man diesm hirni auch noch eine platform bietet verstehe ich nicht.
    alles was er von sich gibt ist dummes zeug.

    das ist ein wirklich schlimmer,der trotz der erfahrung die er eigentlich gemacht hat ..nichts gelernt hat.

  6. 6
    Der Bettler

    Das haben die anderen Sozialisten,Kommunisten und alles sonstige linke Gesindel auch nicht.Nichts gelernt aus der Geschichte,diese verbohrten Betonköpfe.Wendehals Dieterich hat dem Land Sozialismo des 21 Jahrhundert beschert,und nun will diese Pflaume,dem Vollpfosten Maduro es in die Schuhe schieben.Auch dieser Betonschädel hat noch nicht geschnallt,daß Sozialismus nicht funktioniert,weil es immer in Diktatur endet,und nichts mehr demokratisches an sich hat. SIEHE
    VENEZUELA !!

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