Amnesty International: Hexenjagd in Venezuela geht weiter

amnesty

Diktatur lässt grüssen: Bolivarischer Geheimdienst (Sebin) in Wildwestmanier (Foto: AI/Jesus Medina)
Datum: 20. Februar 2015
Uhrzeit: 21:06 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Nach „Human Right Watch“ hat auch die sich weltweit für Menschenrechte einsetzende nichtstaatliche Non-Profit-Organisation „Amnesty International“ (AI) die Festnahme von Antonio Ledezma, Oberbürgermeister der Metropolregion von Caracas, verurteilt. Diese war am Donnerstagabend (19.) Ortszeit in einer vom bolivarischen Geheimdienst (Sebin) in Wildwestmanier inszenierten Aktion verhaftet worden. Die Verhaftung von Ledezma bezeichnete AI als äußerst besorgniserregend. In der derzeitigen aktuellen Krise ist demnach anzunehmen, dass die Behörden wieder einmal nicht daran interessiert sind, sich vorrangig für den Schutz der Menschenrechte einzusetzen, sondern kritische Stimmen zum Schweigen bringen wollen.

„In einem Rechtsstaat, der die Menschenrechte aller Menschen schützen sollte ist es inakzeptabel, Menschen ohne akzeptablen Nachweis über die begangenen Verbrechen zu verhaften“, so die Organisation. Sie wies darauf hin, dass bereits im letzten Jahr Menschen willkürlich verhaftet wurden, weil sie einen kritischen Blick auf die Regierung geworfen hätten. Die Verhaftung des Bürgermeisters von Caracas sei demnach das Hinzufügen einer weiteren Person in die bereits umfangreiche Liste von politisch motivierten Festnahmen.

„Wenn die venezolanischen Behörden die Menschenrechte nicht ernst nehmen und verstehen, dass es in einem Rechtsstaat Raum für Meinungsverschiedenheiten geben muss, wird sich das Land weiter in einer Abwärtsspirale befinden, die alle gefährdete“, schloss die Erklärung von „Amnesty International“.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Martin Bauer

    Was soll das? Wer wird denn mit einer Bande von mordenden Drogenhändlern über die Wahrung von Menschenrechten diskutieren? Haben die se noch alle?

    • 1.1
      Herbert Merkelbach

      Drogenbosse werden in verschiedenen Ländern dieser Erde gehängt. Etwas anderes haben diese Gangster in Caracas nicht verdient. Ein Köpfen wäre zu human, dies ginge viel zu schnell.

  2. 2
    der Reisende

    So leid es mir tut fuer mich persoenlich werden die Banditen vom roten Pack in Kuerze Leopoldo Lopez das Licht ausknipsen. Ich hoffe von ganzem Herzen das das nicht passiert aber leider traue ich diesem blutlosen Pack alles zu.

  3. 3
    Marvin Scott

    Wenn alle die Lendezma gewählt haben, jetzt auf die Strasse gingen, müsste der Banditenpräsident Farbe bekennen, ob das Chavistas-Rot Demokratie oder Blut bedeutet. Ein einziger Schuss in die Menge wäre das Ende der Bande.

  4. VENEZUALES AUF DIE STRASSE,DA KANN MANN SICH NUR TOTLACHEN

    • 4.1
      der Reisende,

      Die venezolanos stehen lieber in der cola oder in der nächsten Bierbude statt für das eigene Land zu protestieren. Ich weiß wovon ich spreche den ich wohne direkt neben so einer Bierbude und jeden Tag das gleiche Spiel. Die haben doch alle keinen Arsch in der Hose. Die rote Bande können die ganze Opposition einsperren da wird nichts passieren. Das lustige saufen und nichtstun wird weiter gehen.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!