Peru: Rücküberweisungen aus dem Ausland gesunken

dollar1

Remissen stützen die lokalen Währungen (Foto: Archiv)
Datum: 21. Februar 2015
Uhrzeit: 10:02 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Aufgrund der internationalen Wirtschaftskrise sind die Geldüberweisungen von peruanischen Migranten in ihr Heimatland in den letzten drei Jahren um insgesamt rund 300 Millionen US-Dollar gesunken. Nach Angaben der Zentralbank schickten die im Ausland lebenden Peruaner im Jahr 2012 noch 2,788 Milliarden Dollar in den Staat im westlichen Südamerika, 2013 sanken die Überweisungen auf 2,707 und 2014 auf 2,5 Milliarden US-Dollar.

Dieser Rückgang wird hauptsächlich auf die schlechte Wirtschaftslage der wichtigsten Länder, aus denen die Überweisungen stammen (Spanien, Italien, Argentinien und den Vereinigten Staaten) zurückgeführt. Demnach reduzierten die in den USA lebenden Peruaner ihren Zahlungsverkehr nach Peru um 3,6% , aus Spanien wurde ein Rückgang von 7,9%, Italien 6,7% und Argentinien von 6,1% registriert.

Rücküberweisungen haben generell einen positiven Effekt auf Armut und Gesundheit, wenngleich sie negative Effekte auf Arbeitswilligkeit, Bildung und Wirtschaftswachstum haben können. Oft leben mehrere Familienmitglieder von den Geldüberweisungen eines Verwandten aus dem Ausland. In vielen Entwicklungsländern machen diese Rücküberweisungen einen Großteil der gesamtwirtschaftlichen Leistung aus. Nicht selten übersteigen diese Gelder auch die internationalen Entwicklungshilfezahlungen und Auslandsinvestitionen, die in ein Land fließen. Zudem stützen die Remissen die lokalen Währungen, da in vielen Empfängerländern ein Handelsbilanzdefizit vorherrscht.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Herbert Merkelbach

    In der Beziehung sind die Mexikaner bedeutend stärker betroffen als die Peruaner. Da kommen ganz andere Summen zusammen, die z. T. das Bruttosozialprodukts Mexikos beeinträchtigen.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!