Bestürzung in Venezuela: Studenten fordern Entlassung von Polizeidirektor

kluiberth

Der 14-jährige Kluivert Roa wurde regelrecht hingerichtet (Foto: Twitter)
Datum: 26. Februar 2015
Uhrzeit: 09:59 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Dutzende von venezolanischen Studenten und Anhängern der Opposition haben am Mittwoch (25.) die Entlassung des Direktors des Nationalen Bolivarischen Polizei (PNB) gefordert. Sie machen ihn für den Tod eines 14-jährigen Schülers verantwortlich, der am Dienstag in San Cristóbal (Hauptstadt des Bundesstaats Táchira) während der Proteste gegen die Regierung von einem Polizisten aus nächster Nähe erschossen wurde. „Wir fordern die Entlassung des Direktors des Bolivarischen Polizei. Er ist für die Handlungen seiner Beamten verantwortlich und hat zugelassen, dass Polizisten mit unzulässiger Munition auf Studenten schossen“, so Hasler Iglesias, Präsident der Stundentenvereinigung “Federación de Centros Universitarios”(FCU-UCV) vor den Toren des Innenministeriums.

Der 14-jährige Kluivert Roa hatte nach Aussagen seines Vaters und mehreren Mitschülern nicht an den Demonstrationen teilgenommen. Nach Verlassen des Schulunterrichts geriet er in einen Tumult und versteckte sich aus Angst unter einem Auto. Ein Polizist entdeckte Kluivert und schoss ihm aus nächster Nähe in den Kopf. Der Polizist flüchtete nach der Tat auf einem Motorrad, wurde von unzähligen Umherstehenden jedoch erkannt und identifiziert. Dies dürfte einer der Gründe sein, weshalb der Beamte bereits kurze Zeit später festgenommen werden konnte. Präsident Maduro sprach während einer TV-Sendung von Mord und versprach, dass der Täter die volle Wucht des Gesetzes zu spüren bekomme. Roa wurde inzwischen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Sein Tod wird als „Hinrichtung“ bezeichnet und löste landesweit große Bestürzung aus.

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  1. 1
    Inge Alba

    Eigentlich müsste man Maduro dafür zu Rechenschaft ziehen, wenn ich nicht vollkommen verblödet bin, dann war erst vor Kurzem hier zu lesen, dass bei Demos die GNB scharf Schiessen darf, wenn Gefahr im Verzug ist. Also, das ist wieder so ein Bandelparagraph, für den Bullen war eben Gefahr in Verzug, man will Maduro stürzen und so etwas kann er nicht zulassen. Der wird bestraft werden und dann mit einer nicht unerheblichen Geldsumme zum Schweigen gebracht, evtl noch in den Innendienst versetzt werden und das war es auch schon. Aber man wird daraus der Opposition einen Strick zu drehen versuchen, denn die wollen per „friedlicher“ Demos die gewählte Regierung stürzen, pass auf dich auf M.C.M., das passt so alles gut in´s Programm der Regierung. Man wird sagen, die Demos sind nicht freidlich, da ja Menschen zu Tode kommen, wer hat Schuld daran? Die Opposition natürlich, die ruft ja zu diesen Demos auf. Gatteisgefahr!!!!

  2. 2
    Caramba

    „….dass Polizisten mit unzulässiger Munition auf Studenten schossen.“
    Ach, es gibt Munition, mit der Polizisten auf Studenten schiessen dürfen? Ausser Tränengas, Wasserwerfern und Wattebällchen?
    Mannmannmann……

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