Ecuador: Regierung zahlt angeblich Millionen für „Öko-Betroffenheit“ Prominenter

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"Entsetzter" Dany Glover (Foto: gob.ve.)
Datum: 03. März 2015
Uhrzeit: 01:20 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Dass der US-amerikanische Erdölkonzern Chevron Umweltzerstörung bei der Förderung von Erdöl im Regenwald im Norden von Ecuador angerichtet hat, ist unbestritten. Chevron weigert sich allerdings bis heute, die 9,5 Milliarden Dollar zu zahlen, zu welchen es verurteilt worden war. Mehrere Prominente hatten sich „empört“ über eines der schwersten Umweltvergehen der vergangenen Jahre gezeigt und sich medienwirksam mit ölverschmierten Händen ablichten lassen.

Laut einem Bericht der „Wiener Zeitung“ hat sich die ecuadorianische Regierung die „Entrüstung“ gekauft. Demnach war alles ein bis ins letzte Detail perfekt inszenierter Auftritt, der keinen Zweifel daran lassen sollte, wer auf der Seite des Guten und wer auf der Seite des Bösen steht. Insgesamt 6,4 Millionen US Dollar soll sich die ecuadorianische Regierung die PR-Arbeit gegen Chevron kosten lassen. Nach Angaben der österreichischen Tageszeitung soll auch US-Schauspieler Danny Glover seine Hand tief ins vom Öl verschmutzte Erdreich gesteckt und sich in Interviews mit ausgewählten Journalisten „entsetzt“ gezeigt haben. Dessen Agentur soll für das gekaufte Entsetzen 330.000 US-Dollar eingesackt haben.

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Glover gehört zusammen mit Argentiniens bekanntesten Kokser Diego Maradona zu den Personen, die regelmäßig in Venezuela oder Kuba auftauchen. Von den jeweiligen Regierungen werden sie dann als „Freunde der Revolution“ bezeichnet.

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Der oberste Gerichtshof Ecuadors hat bereits gegen Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts die US-Firma von weiteren Zerstörungen durch die Produktion von Rohöl freigesprochen und die staatliche ecuadorianische Ölgesellschaft schwer belastet. Die US-Firma, bzw, die von Chevron aufgekaufte Vorgängerin, die die Zerstörungen verursachte, hatte m. E. Kompensationen gezahlt.
    Man muss auch vermerken, dass bereits vor einem US Gericht die ecuadorianische Klage gegen die US-Firma abgelehnt wurde. Auch bei diesem Gerichtsverfahren waren Unregelmäßigkeiten seitens der Ecuadorianer im Spiel.
    Dass sich Correa den „moralischen“ Forderungen gegen die US-Firma Nutze macht und grossmaulig Geld haben will, verständlich für einen Linken.

  2. 2
    Caramba

    Genau so ist es. Siehe Tsipras und seine Reparationsforderungen……

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