Gemeindetourismus in Costa Rica: Die Zukunft zu Hause erleben

martinez

Lilliana Martínez González ist mit ihrer Familie auf der Isla de Chira zuhause (Fotos: agencia latinapress/ gabriela wojtiniak)
Datum: 04. März 2015
Uhrzeit: 21:35 Uhr
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Heute machten sich ihre Kinder keine Sorgen mehr, wohin sie gehen oder was sie studieren wollten, sagt Lilliana Martínez González aus Costa Rica. Ihre Zukunftsperspektiven hätten sie zuhause gefunden, beim Aufbau und der Weiterentwicklung nachhaltiger Tourismusprojekte. Lilliana ist mit ihrer Familie auf der Isla de Chira zuhause. Es ist die größte Insel im Golf von Nicoya, einer Meeresbucht des Pazifik an der Westküste des Landes und gehört zur Provinz Puntarenas. Während hier vor einigen Jahren die Menschen mehr oder weniger gut von Fischfang und den Erträgen aus der Landwirtschaft lebten, profitieren sie heute von einem nachhaltigen Gemeindetourismus, den sie aktiv mit gestalten. Initiiert haben ihn im Jahre 2001 kleinbäuerliche Organisationen, Frauenvereinigungen und indigene Gruppen.

costarica

Lilliana war eine der Mitbegründerinnen von ACTUAR, der costa-ricanischen Vereinigung für ländlichen Gemeinde-Tourismus. Inzwischen gehören ihr 34 Gemeinden mit eigenen touristischen Projekten an, die von der lokalen Bevölkerung umgesetzt werden. Jeder ist an irgend etwas beteiligt: am Transport, in der Gastronomie, bei der Versorgung, in Workshops für Kunsthandwerk, als Reiseleiter oder Gastgeber. Das alles fördert die ländliche Entwicklung, schafft alternative Einkommensquellen und neue Perspektiven, wie für Lillianas Kinder – nicht nur die natürlichen Ressourcen ihres Landes nachhaltig zu nutzen, zu erhalten und zu schützen, sondern auch ihre kulturelle Identität zu stärken. Besucher sind eingeladen, Kultur und Traditionen nicht nur kennen zulernen, sondern am Leben der bäuerlichen und indigenen Gemeinden teilzunehmen. Eine Reise-Alternative, die nicht nur bei jungen Leuten immer beliebter wird.

itb-berlin

ACTUAR hat den Internationalen Wettbewerb für sozialverantwortlichen Tourismus – TO DO! 2014, zusammen mit einem indischen und einem usbekischen Projekt gewonnen. Die Preisverleihung fand am 4. März 2015 im Rahmen der ITB Berlin statt. Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung stellte die Gewinner und ihre Projekte vor.

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