Venezuela: Präsident Nicolás Maduro fantasiert über einen globalen Aufstand

madburo

Maduro will totale Kontrolle als Mittel gegen die Krise (Foto: PSUV)
Datum: 08. März 2015
Uhrzeit: 08:37 Uhr
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Redaktion
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Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat am Samstag (7.) die Installation von mehr als 20.000 Fingerabdruck-Scannern in den staatlichen und in sieben privaten Supermarkt-Ketten bekannt gegeben. Während seiner obligatorischen in Radio und TV übertragenen Rede sprach er von einem „Aufstand der Arbeiter und Bauern auf der ganzen Welt“, sollten die Vereinigten Staaten Venezuela „etwas tun“. Gleichzeitig vertrat er die Meinung den „Staatsstreich 2015 gegen meine Regierung besiegt zu haben“.

„Wenn Venezuela eines Tages durch den Imperialismus direkt oder durch seine internen Lakaien bedroht wird, wird es einen globalen Aufstand der Bauern, Arbeiter und den Revolutionären der Welt geben“, glaubt Maduro . „Wir werden von dieser Woche an mehr als 20.000 Fingerabdruck-Lesegeräte zur sicheren Versorgung des nationales gesamten sozialistischen Systems etablieren. Dadurch garantieren wir den Menschen ihre Nahrungsmittel“.

scanner

Die sogenannten „Fingerprint-Leser“ mit biometrischen Sensoren sollen erkennen, ob eine Person bereits Produkte in Supermärkten und Lebensmittelgeschäften gekauft hat und potenzielle Hamsterkäufe verhindern. Laut Maduro hat es am Samstag bereits es ein Treffen zwischen Regierungsbeamten und „den sieben größten privaten Supermarkt-Ketten“ gegeben und alle hatten mitgeteilt „freiwillig in diese Einrichtung des sicheren Versorgungssystems“ einzutreten.

Die Opposition lehnt dieses System der Überwachung ab und spricht von „kubanischen Zuteilungsverhältnissen“. Demnach sei die Knappheit im Land „das Ergebnis einer schlechten und falschen Wirtschaftspolitik, die über Jahre hinweg die lokale/nationale Produktion zerstört hat“.

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  1. 1
    Matthias Gysin

    Bin mal gespannt wie das im Tourismus gehen soll .. bereits im 2011 durfte ich in einem Supermarkt nicht einkaufen. Es stand natürlich nirgends .. nach 1h anstehen Wagen stehen lassen. Grund kein venezolanisches Cedula.

    • 1.1
      Rosa

      Warum nicht, Matthias? Die haben, außer bei den Chinesen, immer nach der Cedula-Nummer gefragt. Ich hatte auch kein cedula – über drei Jahre. Bis Abflug Ende 2012. Ich habe immer irgend eine Nummer angegeben.
      Jetzt ist die Situation allerdings anders.
      Aber wer geht da auch freiwillig hin, Ich empfehle Venezuela als Urlaubsland für die „linken Revolutionäre“.

      • 1.1.1
        Matthias Gysin

        Ja das bin/war ich auch gewohnt. In diesem Supermarkt wollten sie das Cedula jedoch SEHEN. Ohne Cedula keinen Einkauf war die Losung. Trotz meiner Frau (mit Cedula) ging nix, da es meine venezolanische Kreditkarte war. Es hiess kein Verkauf an Ausländer und Touristen.

  2. 2
    Manfred

    War gerade geschäftlich vier Wochen in Nordkorea. Freut Euch Venezolanos: Lange wird es nicht mehr dauern……………….

  3. 3
    hugo

    Endlich, es gibt wieder fingerabdrücke zu kaufen.

  4. 4
    fideldödeldumm

    Wenn Venezuela eines Tages durch den Imperialismus direkt oder durch seine internen Lakaien bedroht wird, wird es einen globalen Aufstand der Bauern, Arbeiter und den Revolutionären der Welt geben”, glaubt Maduro.

    Wie viel oder besser wie wenig gibt es denn noch von dieser Spezies in Venezuela?
    Bauern und Arbeiter sind doch dort vom Aussterben bedroht.

  5. 5
    Inge Alba

    Nun wird der „Schwarzmarkt“ weiter angekurbelt und Maduro + Mannen machen noch mehr Geschäft. Die fette SXX von Cabello reibt sich schon die Pfoten. Entweder ist der Kerl Maduro hochgratig blöde oder hochgradig kriminell, vielleicht auch beides, dann allerdings Gute Nacht Vzla.
    Leider habe ich die Vermutung, dass er nur einen auf Naiv-Blöde macht und noch immer viel zu viele seiner Landsleute ihm diese Masche abkaufen, bei einer Revolution würde der auch noch Unterschlupf bei seinen eigenen Landsleuten erhalten .

    • 5.1
      Caramba

      Seine eigenen Landsleute? Das wären die Kolumbianer, ich bezweifle, dass er da viele Freunde hat.

  6. 6
    mediovenezolano

    Zitat: „…….und alle hatten mitgeteilt “freiwillig in diese Einrichtung des sicheren Versorgungssystems” einzutreten.“
    Was wäre denn die Alternative für diese Geschäftsleute gewesen? Enteignung???
    Ich frage mich immer, wie Maduro das Tragen eines Trainings-Anzuges aus dem Kapitalismus mit seiner Gesinnung vereinbart. Aber wenn es zu seinem eigenen Wohl dient, dann scheint der Kapitalismus für ihn wohl doch nicht so schlecht zu sein……ein Spinner hoch drei…!!!

    • 6.1
      Caramba

      Ja, ich wünschte, wir könnten ihm den Adidas Anzug verbieten….eine Schande für die Marke, der Typ.
      Aber wenn ich mir ansehe, welche Typen hier am hellichten Tag im Adidas rumhängen, da passt er eigentlich doch wieder ganz gut dazu. Und mit dem Migrationshintergrund der meisten Adidas Typen kommt er sicher auch klar, von wegen Freunde in der Hamas und so……passt schon, weiter so, Mad Burro!
      Hier wärst du eine asoziale Witzfigur, ein saufender Kleinkrimineller……

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