Ecuador: Internationale Kampagne gegen Linksregierungen in Lateinamerika

correa

Präsident Correa bei einem Interview in der Stadt Riobamba (Foto: Presidente)
Datum: 20. März 2015
Uhrzeit: 15:09 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ecuadors Präsident Rafael Correa hat am Donnerstag (19.) eine angebliche internationale und konzentrierte Kampagne der Zermürbung gegen die linksgerichteten Regierungen in Lateinamerika verurteilt. Nach seinem Interview fanden im ganzen Land Proteste gegen das linksgerichtete Staatsoberhaupt statt, bei denen nach Worten von Correa sogar die Autokolonne, in der er sich befand, angegriffen wurde.

„Glauben Sie, dass es ein Zufall ist, dass das gleiche Dilma (Brasilien), Maduro (Venezuela), Christina (Argentinien) Michelle Bachelet (Chile) und Evo (Bolivien) passiert. Alle linksgerichteten Regierungen sehen sich Protesten ausgesetzt. Welcher Rechts-Regierung passiert das?“, so Correa bei einem Interview in der Stadt Riobamba. „Es ist eine Strategie der bei der Wahl Gescheiterten“, fügte das Staatsoberhaupt hinzu.

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  1. 1
    Martin Bauer

    “Glauben Sie, dass es ein Zufall ist, dass das gleiche Dilma (Brasilien), Maduro (Venezuela), Christina (Argentinien) Michelle Bachelet (Chile) und Evo (Bolivien) passiert? Alle linksgerichteten Regierungen sehen sich Protesten ausgesetzt.“
    Halleluja! Er hat’s begriffen! Die gequälten Völker haben die Schnauze voll, von ihren linken Peinigern.

    “ Welcher Rechts-Regierung passiert das?“
    Na, Putin z.B. passiert das. Aber wo, bitte schön, gibt es denn in Lateinamerika noch eine Rechtsregierung? In Venezuela werden bereits Sozialdemokraten als „Rechtsfaschisten“ und „Nazis“ beschimpft. Natürlich nur von rotem Pack, wie Correa es oben aufgezählt hat.

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    Das muss doch einen Grund haben, wenn die Menschen auf die Straßen gehen und gegen „linke“ Regierungen protestieren. Dilma mit ihrem Korruptionsskandal, Correa, der anstrebt, für ewig Präsident von Ecuador zu bleiben, Bachelet, die ihrem Sohn „ein wenig unter die Arme“ greift, Morales, der auch nur noch den Sozialismus als einzige „Religion“ in Bolivien zulassen möchte und der Spitzenreiter Maduro, der ebenfalls mit seiner ganzen Verbrecherbande für alle Zeit Präsident Venezuelas verbleiben möchte. Cristina wird sich glücklicherweise gegen Ende dieses Jahres verabschieden. Das ewige Präsidentenamt hat sie nicht erreicht. Dem haben die Argentinier einen Riegel vorgeschoben.
    Was den Russen angeht, der ist und bleibt ein Kommunist, nur hat er in der Zwischenzeit eingesehen, dass eine kommunistische Wirtschaft nicht funktioniert. In jeder anderer Hinsicht, ist er dem Kommunismus verschworen.
    In Bezug auf ein Demokratieverständnis der lateinamerikanischen (südamerikanischen wie vorgenannt) Staatslenker kann man meiner Meinung nach nicht setzen. Ihnen ist die Demokratie, wie sie in angelsächsischen Ländern praktiziert wird, absolut fremd. Der spanische König wurde Anfang des 19. Jahrhundert in den Staaten Südamerikas entfernt und in DIREKTER Nachfolge präsentieren sich jetzt diese Gestalten.

    • 2.1
      Martin Bauer

      Was Putin anbelangt und die Machtgruppe, die er vertritt (ohne die er allein ein Nichts wäre), so glaube ich, hat man dem Kommunismus abgeschworen, weil der ideologische Ballast einfach nur alles behindert. Selbst in den deutsche Medien spricht man von einer Rechtsbewegung, und was ich von Freunden aus Russland und der Ukraine höre, deckt sich damit. Aber wenn man lediglich die rote Fahne nebst Hammer & Sichel über Bord wirft, sich von Marx & Engels als Alibi zur Völkerunterdrückung verabschiedet, was bleibt, ist organisiertes Verbrechen der schlimmsten Sorte, ohne die sozialistische Schminke. Diktatoren und Militärs, die Staaten und Völker mir Gewalt annektieren und unterdrücken. Wo ist da der Unterschied zu Hitler, Mussolini und Franco?

      • 2.1.1
        Herbert Merkelbach

        Ich möchte nur ein paar historische Fakten darlegen: Unter Stalin, also dem Kommunismus in der UdSSR wurde
        a) Finnland 1939 überfallen
        b) 1940 die baltischen Staaten dem Sowjetreich einverleibt
        c) Niederschlagung der Aufstände durch die Sowjets (die Kommunisten) 1953 in Ostberlin
        d) 1956 in Ungarn
        e) 1968 in der damaligen CSSR

        1991 die große Zäsur

        f) 2014 Annektion der Krim als auch Unterstützung der Rebellen in der Ostukraine, die einen Anschluss an die Russische Föderation befürworten.

        Ich möchte nur die Äußerung Putins von Anfang des neuen Jahrtausends wiederholen:“Der Untergang der UdSSR war eine geopolitische Tragödie.“ Wer zwischen den Zeilen lesen kann, der versteht diese Äußerung.

        Mit anderen Worten, der Kommunismus als Friedensideologie war schon zu kommunistischen Zeiten in Form der UdSSR auf territoriale Expansion aus. Mit der Russischen Föderation scheint sich nichts geändert zu haben. Putin ist während des Kommunismus aufgewachsen, er bleibt für mich ein Kommunist durch und durch.

      • 2.1.2
        Martin Bauer

        Völlig richtig. Aber zwischen den Punkten e und f fehlen noch ein paar, von den Kirgen gegen Tschetschenien bis zur erneuten Annektion Georgiens, das gerade eine friedliche Revolution hin zur Demokratie hinter sich hatte and anfing, sich seiner Freiheit zu erfreuen. Ich hatte dort Freunde, die massgeblich an diesem Wandel mitwirkten und war von diesen gebeten worden, Investoren zu finden, bis die Horden Putins gewaltsam dort einfielen und alles zunichte machten.

        Auch den unermesslichen Reichtum Kasachstans überlassen die Russen nicht den Kasachen. Das Land wird gewaltsam versklavt. An Eigenständigkeit ist nicht zu denken.

        Putin und seine Oligarchenbande benehmen sich wie Dschingis Kahn. Wenn der Westen ihnen nicht die Federn stutzt, steht auch dessen Freiheit auf dem Spiel. Zur Zeit holt sich Putin in frecher Dreistigkeit alles, was man ihm ohne Kriegsandrohung überlässt, genau wie seinerzeit Hitler. Noch wäre es Zeit, ihn ohne Krieg in seine Schranken zu weisen. Je länger man ihn aber gewähren lässt, um so schwieriger wird die Ausgangsposition für eine eventuelle gewaltsame Lösung des Konflikts.

        Um es noch mal ganz klar zu stellen: ICH bin kein kriegstreiber, ganz im Gegenteil. Putin ist es, der einen Krieg nach dem andern führt, vor unserer Haustür und ungestraft. Das muss aufhören!

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