Germanwings-Absturz: Mehrere Staatsbürger aus Lateinamerika an Bord – Update

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Nach Berichten verschiedener Medien in Lateinamerika sollen sich Staatsbürger der Region in der Maschine befunden haben (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 24. März 2015
Uhrzeit: 12:05 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ein Flugzeug des Typs „Airbus A320“ ist am Dienstag (24.) um 09:39 Uhr Ortszeit von den Radarschirmen verschwunden. Die Maschine der Fluggesellschaft „Germanwings“ (Flugnummer 4U9525) hatte den Flughafen El Prat in Barcelona um 09:55 Uhr Ortszeit verlassen und befand sich mit 144 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern auf dem Weg nach Düsseldorf (Deutschland). Helikopter haben die Absturzstelle entdeckt und befinden sich mit Bergungskräften auf dem Weg zum Absturzort in Prads-Haute-Bléone, eine französische Gemeinde im Département Alpes-de-Haute-Provence in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (im Südosten Frankreichs). Nach Berichten verschiedener Medien in Lateinamerika sollen sich Staatsbürger der Region in der Maschine befunden haben. Es sei zu befürchten, dass die 148 Menschen an Bord nicht überlebt hätten, gab Frankreichs Präsident Hollande bekannt.

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Germanwings ist eine 2002 gegründete deutsche Billigfluggesellschaft mit Sitz in Köln und ein Tochterunternehmen der Lufthansa. Seit 2012 übernimmt sie sukzessive die innerdeutschen und europäischen Routen der Lufthansa abseits von deren Drehkreuzen in Frankfurt und München. Was Flottenstärke und Fluggastaufkommen anbelangt, ist Germanwings die drittgrößte Airline Deutschlands.

Update

Nach Angaben des argentinischen Konsulats in Frankreich waren die Argentinier Sebastián Greco und Gabriela Luján Maumus an Bord des abgestürzten Airbus. Das kolumbianische Außenministerium bestätigte den Tod von María del Pilar Tejada und Luis Eduardo Medrano Aragón. Mexikos Außenministerium bestätigt den Tod von Daniela Ayon Razo und Dora Isela Salas Vázquez. Zwei weitere Passagiere waren in Paraguay ansässig. Dabei handelt es sich um den Venezolaner Nolberto Ariza und den Argentinier Juan A. Pomo. Die chilenische Regierung bestätigte am Mittwochnachmittag (Ortszeit), dass beim Absturz die chilenische Staatsbürgerin Patricia Alegría ums Leben kam. Die 44-jährige Rechtsanwältin hatte laut dem chilenischen Botschafter in Frankreich, Patricio Hales, in Venezuela gelebt.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Dieser Absturz ist fürchterlich und – noch – rätselhaft. Aus den wenigen bisher veröffentlichten Daten geht hervor, dass das Flugzeug einen Sinkflug mit üblichem Profil absolviert hat, nur am falsch Ort. Was diesen Sinkflug verursacht hat und warum die Crew ihn weder verhindern noch aufhalten konnte, wird die Auswertung der Flugschreiber zeigen. Für den, der die Technik des A320 kennt, ist dies sehr schwer vorstellbar. Und viele Möglichkeiten scheinen nicht in Betracht zu kommen. Doch öffentliche Spekulationen verbieten sich in diesem Stadium.

    Allen Angehörigen der Opfer gilt mein tiefstes Mitgefühl. Einer der schlimmsten Alpträume ist für zu viee Realität geworden.

  2. 2
    Hombre

    Ich war vor 8 Wochen auf dem LH Flug, der in Bogota aus Leichtsinn am Gate vom Piloten in den Morast gefahren wurde…
    Was einem dabei auffällt seit Streiks auch die Wirtschaftlichkeit von LH Schlagzeilen machen, da wird gemurxt das einem fast schlecht wird…
    Wollen wir hoffen, dass es diesmal kein Pilotenfehler war…
    http://www.aerotelegraph.com/airbus-a340-600-von-lufthans-missgeschick-in-bogota-bleibt-im-morast-stecken

  3. 3
    Martin Bauer

    Mittlerweile allerdings verstricken sich Meldungen und offizielle Kommentare in so viele Widersprüche, dass mir langsam die Galle überkocht. Es riecht immer stärker danach, dass hier etwas vertuscht werden soll, das „die blöde Masse“ nicht erfahren darf.

    Ich will jetzt einfach mal feststellen, was an Fakten gesichert scheint, ohne jede Spekulation:
    1 – Das Flugzeug ging kurz nach Erreichen der Reiseflughöhe in einen typischen Sinkflug regulären Charakters mit einer durchschnittlichen Sinkrate von ~4000ft/min über, der bis zum Verschwinden von Radar andauerte, und wohl auch bis zum Aufprall am Boden, denn der Höhenunterschied zwischen beiden Ereignissen war sehr gering.
    2 – Da es sich unzweifelhaft um einen geregelten SInkflug handelte, scheiden Fehler der aerodynamischen Kontrollen als Ursache aus, wie z.B ein eine Fehlfunktion am Höhenruder oder Trim. Andernfalls wäre der Sinkflug in einem anderen Zeit/Höhe Diagramm verlaufen, als das, welches gezeigt wurde.
    3 – Um einen kontrollierten Sinkflug einzuleiten gibt es im A320 nur 3 Möglichkeiten
    a) Die Crew aktiviert den Sinkflug per Autopilot. Eine automatische Einleitung des Sinkfluges durch den Autopiloten gibt es nicht.
    b) Der Autopilot wird ausgeschaltet und der Pilot steuert manuell nach unten.
    c) Durch Schubmangel. Das heisst, BEIDE Triebwerke fallen durch technischen Defekt oder Treibstoffmangel aus oder werden abgestellt oder werden per Schubhebel auf Leerlauf gestellt.

    Zu a:
    Die vorgewählte Höhe des Autopiloten wird von der Crew nach unten gedreht. In diesem Fall auf unter 7000ft, UND ein Sinkmodus wird aktiviert (DES, OP DES oder V/S). Im Falle von V/S muss auch noch die gewünschte Sinkgeschwindigkeit eingestellt werden, sonst passiert nichts. Unterbleibt eine dieser Massnahmen wird die Höhe gehalten. So ist ein versehentliches Einleiten des Sinkfluges praktisch ausgeschlossen. Dies kann nur eine Person im Cockpit willentlich veranlassen.

    Zu b:
    Zunächst wäre es absolut unüblich und unproffessionell, auf Reiseflughöhe manuell zu fliegen, es sei denn, BEIDE Autopiloten versagen bzw. Daten, auf die der Autopilot angewiesen ist, stehen durch technischen Defekt nicht mehr zu Verfügung. Dass dann von der Crew irrtümlich ein regelmässiger, voll kontrollierter manueller Sinkflug durchgeführt wurde, fortgesetzt bis zum Aufprall, erscheint aufgrund der gemeldeten Wetter und Sichtverhältnisse nahezu ausgeschlossen.

    Zu c:
    Ohne Schub der Triebwerke sinkt das Flugzeug in einer Wellenlinie, da der Autopilot immer dann die Nase absenkt, wenn die Fluggeschwindigkeit sich einem Grenzwert nähert. So wird ein Stall vermieden, der Flieger beschleunigt wieder, bis dieser Sicherheitsmodus (Alpha Protection) sich ausschaltet. Diese Möglichkeit scheidet aus, sofern die Grafik korrekt ist, denn diese zeigte keine Wellenlinie. Ausserdem hätte in diesem Fall die Crew mit Sicherheit versucht, einen naheliegenden Flughafen nur Notlandung anzusteuern.

    Soviel zu den Fakten. Was kann aus ihnen gefolgert werden?
    Nach meiner Kenntnis der Technik und üblichen Verfahren im A320 bleiben also nur die Optionen a und b. Selbst bei gleichzeitigem Ausfall beider Piloten, z.B. durch ein Platzen den Frontscheibe, wäre die Maschine über ihr Ziel Düsseldorf hinausgeflogen, bis der Treibstoff aufgebraucht wäre. Es deutet bisher alles darauf hin, dass jemand das Sinken bis zum Aufprall veranlasst und durchgesetzt hat, am wahrscheinlichsten mit Gewalt. – Jeder Sachkundige muss bisher zu dem gleichen Schluss gekommen sein wie ich, oder zumindest den Verdacht hegen.. Wie ich von meiner Frau aus Venezuela höre, ist man dort allgemein von einem Attentat überzeugt. In Europa dagegen hüllt man sich in Schweigen. Sicher aus gutem Grund, denn die Toleranz der Europäer speziell gegenüber radikal islamistisch motivierten Gewalttätern ist durch die Ereignisse der letzten Monate und Jahre auf nahezu Null gefallen. Man will wohl vermeiden, dass morgen in Europa einige Moscheen brennen. – Ich hoffe, hoffe inständig, dass sich letztendlich eine andere, jetzt noch nicht erkennbare Ursache für den Absturz des Germanwings Fluges herausstellt. Um des Friedens der Menschheit Willen. Alle Logik spricht jedoch aus heutiger Sicht dagegen.

  4. 4
    Hombre

    hier scheinen ein paar Piloten mit zu diskutieren…

    https://www.google.de/webhp?sourceid=chrome-instant&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=aerotelegraph

    • 4.1
      Martin Bauer

      Ich habe nicht den Eindruck, dass da fachleute mit diskutieren. Die scheinen sich ausnahmsweise mal alle zurück zu halten. Hier der einzige Kommentar, der mir positiv aufgefallen ist:
      „…Was bislang bekannt ist lässt für mich nur folgenden Schluss zu: So ein längerer Sinkflug ohne Notruf heißt: eine simple Fehlbedienung oder ein einzelner aber gravierender technischer Defekt sind eher ausgeschlossen.“

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