Kollektive Verzweiflung: Junge Menschen verlassen Venezuela

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Mercedes Freitas, Direktorin von Transparency Venezuela (Foto: Screenshot)
Datum: 26. März 2015
Uhrzeit: 10:17 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Menschen im südamerikanischen Land Venezuela leben im Chaos. „Anhaltende politische Spannungen und kein Dialog haben zur kollektiven Verzweiflung geführt. Gruppen von jungen Menschen verlassen das Land oder bereiten Plan B vor. Die Menschen, die Venezuela verlassen, sind keineswegs verrückt sondern reagieren auf die heikle wirtschaftliche Situation“, berichtet Mercedes Freitas, Direktorin von „Transparency Venezuela“ in einem Interview.

„Der Mangel an Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs wird immer schlimmer. Heute gab es Toilettenpapier – was für ein Geschenk. Repression gegen Demonstranten wird immer stärker, aber es gibt tägliche Proteste,“ fügte sie hinzu.

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  1. 1
    Inge Alba

    Mich wundert schon lange, dass es noch immer so viele dort aushalten. Was macht man dort ohne Arbeit ohne Zukunft? Selbst wenn diese wilde, rote Horde zum Teufel gejagt würde, um dieses Land wieder einigermassen lebenswert zu machen, um es z.B.auf den Stand von vor 2000 zu bringen wäre eine Herkules Aufgabe, denjenigen möchte ich sehen der dies in ein paar Jahren schafft, unmöglich. Nach Maduro benötigt man mindest 2 Generationen um etwas Ordnung in dieses Chaos zu bringen, ganz zu schweigen von der Wirtschaft die man ankurbeln müsste. Neue Verfassung, Endchavisierung (wie Endnazifizierung) müsste geschehen, schon alleine um eine normal funktionierende Justiz zu bekommen, dies müsste auch bei Polizeibehörden, Militär, Parteien, Behörden erfolgen. Und sind die Jungen erst mal weg, dann kommen die auch so schnell nicht wieder zurück und die Alten schneiden nur ungerne „alte Zöpfe“ ab. Schätze mal, in so 40-50 Jahren wird wieder ein boom , auswandern nach Vzla. erfolgen, wenn das Leben wieder einigermassen erträglich geworden ist, hat Cuba jetzt nicht schon langsam 60 Jahre auf dem Buckel unter roter Ideologie zu leiden? Langsam so scheint es macht man sich auf den Weg gen Westen.

    • 1.1
      Matthias Gysin

      Vor ein paar Jahren (ich meinte im 2011) hat ein Wirtschaftsprofessor in Kolumbien einst prognostiziert, dass der Wiederaufbau von Venezuela so lange geht wie der Staatsbankrott von Argentinien mindestens 1-2 Generationen. Die Abwirtschaftung (um das Wort Selbstbedienungsladen nicht zu verwenden) ist eine Schande für ein so reiches und schönes Land, wo einst so friedfertige und freundliche Menschen wohnten (das sagt selbst meine Familie in Barquisimeto – selbst gebürtige Venezolaner). Nur noch Hass und Aggression.

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