„CineLatino“ mit Länderschwerpunkt Bolivien, Ecuador und Peru

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Im Programm von CineLatino finden sich nicht nur zwei Neuheiten von der Berlinale (Foto: CineLatino)
Datum: 26. März 2015
Uhrzeit: 17:01 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die bundesweit bedeutendste Plattform für spanisches und lateinamerikanisches Kino bringt die Vielfalt des aktuellen Autorenkinos dieser Länder auf die Leinwände Baden-Württembergs: vom Länderschwerpunkt Andenländer bis zur Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der spanischen Krise, mit Werken anerkannter Regisseure sowie Arbeiten der jüngeren Generationen wird das spanischsprachige Kino vom 15. – 22. April präsentiert.

LÄNDERSCHWERPUNKT
Die Países Andinos (Andenländern), konzentriert auf Bolivien, Ecuador und Peru, bilden den diesjährigen Länderschwerpunkt. Während in „Silencio en la tierra de los sueños“ eine einsame Dame aus Ecuador ihre ideale Welt in den Träumen findet, sind es in „Climas“ die drei verschiedene Klimazonen Perus, die die Kulisse für Geschichten dreier Frauen voller Neuentdeckungen, Geheimnissen und Verlusten bilden. Die bolivianische Kinolandschaft wird u.a. von Altmeister Jorge Sanjinés präsentiert: in seinem aktuellen Werk „Insurgentes“ gibt er den vergessenen indigenen Helden Boliviens eine imposante Bühne. Sanjinés‘ jüngerer bolivianischer Kollege Diego Mondaca zeigt in „Ciudadela“ das Leben im Männergefängnis San Pedro in La Paz.

FOKUS SPANIEN: VOM DRIFTEN & AUFBRECHEN
Der Zusammenbruch der Finanzwirtschaft in Spanien zwingt eine ganze Generation dazu, alternative Wege für ihre Zukunft zu finden. In „Hermosa juventud“ und „En tierra extraña“ scheint der Aufbruch ins Ausland, nach Hamburg oder Edingburgh, die einzige Lösung zu sein. Isaki Lacuesta begegnet der Krise in „Murieron por encima de sus posibilidades“ auf andere Art: eine Bande Durchgeknallter beschließt, den Chef der Zentralbank zu entführen, um sich zu rächen. In „10.000 km“ ist die Krise Auslöser für die Fernbeziehungssituation eines jungen Paars. Carlos Marques-Marcet wurde für sein Spielfilmdebüt u.a. mit dem Goya als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnet.

HIGHLIGHTS
Als Deutschlandpremiere kann der Eröffnungsfilm „Conducta“ aus Kuba, beim Internationalen Filmfestival in Havanna als bester Film ausgezeichnet, gezeigt werden. Der elfjährige Chala wird von Lehrerin Carmela auf riskante Weise davor bewahrt, von der Schulleitung in ein Erziehungsheim gesteckt zu werden. Mit „Magical Girl“ konnte der aktuelle San Sebastián-Preisträger (Goldene Muschel für den besten Film) aus Spanien für CineEspañol gewonnen werden: In der schwarzen Komödie gerät der Vater eines todkranken Mädchens in einen Strudel aus Erpressung, Betrug und Gewalt. In „Vivir es fácil con los ojos cerrados“, sechsfach bei den Goyas 2014 ausgezeichnet, bricht ein gutgläubiger Englisch-Lehrer zu einem ereignisreichen Roadtrip auf, um sein Idol John Lennon zu treffen. Lluís Miñarros Spielfilmdebüt „Stella cadente“ erscheint als Historiendrama mit aktuellen Bezügen über einen fast vergessenen König Spaniens.

Im Programm von CineLatino finden sich nicht nur zwei Neuheiten von der Berlinale: das Beziehungsdrama „El incendio“ sowie Teddy-Award-Gewinner „El hombre nuevo“; auch zwei wichtige Cannes-Gewinner sind vertreten: „Leidi“ wurde 2014 mit der Goldenen Palme für den besten Kurzfilm ausgezeichnet. “Jauja“, eine gefährliche Reise durch Patagonien mit Viggo ortensen in der Hauptrolle, bekam im selben Jahr den FIPRESCI-Preis. Mit der Deutschlandpremiere der turbulente Komödie „Señor Kaplan“ wird in Tübingen Abschluss gefeiert: Jacob Kaplan, jüdischer Rentner in Urugay, will endlich Außergewöhnliches vollbringen. Er plant die spektakuläre Entführung eines älteren Deutschen, seiner Überzeugung nach ein untergetauchter Nazi.

OPEN FESTIVAL SPACE
CINELATINO zieht in die Innenstadt Tübingens: Bei Getränken und Snacks können Donnerstagund Freitagabend Filmbegeisterte in der oberen Haaggasse Open Air-Kino mit Mexican Shorts oder dem beliebten ALCINE Kurzfilmprogramm erleben. Musikalisch wird es am Sonntagabend mit dem Dokumentarfilm „Ritmos Negros del Perú“ im Café Willy, im Anschluss kann man das Festivalwochenende bei Musik von Cumbia Dub Club ausklingen lassen.

WERKSTATTGESPRÄCH
In Kooperation mit der Katalanischen Abteilung des Romanischen Seminars der Universität Tübingen findet ein Werkstattgespräch mit Regisseur Jordi Morató über die Entwicklung und den Erfolg seines aktuellen Films „Sobre la marxa“ statt.

WETTBEWERB
Für den mit 1.000 Euro dotierten Tübinger Publikumspreis – gestiftet von den Sprachtrainingsprogrammen Vivat Lingua! – sind folgende Filme nominiert:
– El incendio (Argentinien 2015) von Juan Schnitman
– A história da eternidade (Brasilien 2014) von Camilo Cavalcante
– Silencio en la tierra de los sueños (Ecuador 2013) von Tito Molina
– Gente de bien (Kolumbien 2014) von Franco Lolli
– Climas (Peru 2014) von Enrica Pérez
– El lugar del hijo (Urugay 2013) von Manolo Nieto
– Sobre la marxa (Spanien 2014) von Jordi Morató
– 10.000 km (Spanien 2014) von Carlos Marques-Marcet

VERANSTALTER
Das Festival wird von den Filmtagen Tübingen e.V. in Zusammenarbeit mit Vereinigte Lichtspiele Tübingen, Delphi Stuttgart, Club Voltaire Tübingen, dem Dachverband der Lateinamerikanischen Vereine Stuttgart und dem Kommunalen Kino in Freiburg veranstaltet.

Termine:
Tübingen: 15. – 22. April 2015 im Kino Museum
Rottenburg: 16. – 19. April 2015 im Kino Waldhorn
Stuttgart: 16. – 22. April 2015 im Kino Delphi
Freiburg: 15. – 22. April 2015 im Kommunalen Kino

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