Venezuela: Zuteilung von US-Dollar für Auslandsreisen eingeschränkt

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Kritiker weisen darauf hin, dass die Krise in Venezuela nicht mit den Dollarzuteilungen zu lösen ist (Foto: Archiv)
Datum: 10. April 2015
Uhrzeit: 21:25 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Venezuelas Regierung versucht einmal mehr den Abfluss von Devisen ins Ausland zu verhindern. Laut einem am Freitag (10.) im Amtsblatt (40.636) veröffentlichten Text wird nun die Zuteilung von Dollar für Auslandsreisen eingeschränkt. Für Auslandsreisen bekamen die Bürger des linksregierten Staates bereits in der Vergangenheit US-Dollar zum offiziellen Kurs, kontingentiert je nach Land und Reisedauer. Die maximale Quote von Devisen für Reisende in die USA wird nun bei 700 US-Dollar liegen. Dieser Betrag wurde in der Vergangenheit nur für den Bundesstaat Florida angewendet. Für den Rest des Landes lag der Höchstbeitrag bei 2.500 Dollar. Der Reisende nach Afrika, Asien, Europa und Ozeanien erhält für 8 Tage Aufenthalt zwischen 1.125 und 2.000 Dollar. Für den Aufenthalt von 1-7 Tage liegt der Betrag bei 1.000 Dollar. Zuvor betrug die maximale Zuteilung 3.000 Dollar.

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Für Kanada, Chile, El Salvador, Guatemala, Honduras und Mitgliedsländer der Alba und dem Mercosur liegt die Zuteilung bei 700 Dollar für einen Aufenthalt von 1-3 Tagen, für den Aufenthalt von 4-7 Tagen bei 1.063 und ab einen Aufenthalt von 8 Tagen zwischen 1.063 und 1.500 Dollar. Vor dieser Entscheidung betrug die maximale Zuordnung 2.500 US-Dollar.

Nach Aruba, Belize, Bonaire, Kolumbien, Costa Rica, Curacao, Guyana, Mexiko und Panama, Peru und Surinam liegt die Zuweisung bei 300 Dollar für den Aufenthalt von 1-3 Tagen, bei 500 Dollar für den Aufenthalt von 4 bis 7 Tagen. Ökonomen weisen darauf hin, dass die Krise in Venezuela nicht mit Devisenkontrollen zu lösen sei. Nur ein Systemwechsel wird das Land demnach noch vor dem Kollaps retten.

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  1. 1
    Inge Alba

    Da wird sich die Chávez Familie aber freuen, ach so ja, die haben ihre Konten ja so oder so schon in diesen Ländern, in $ natürlich und können da jederzeit pro Tag ausgeben was ein anderer für 1 Woche zugeteilt bekommt. Lustig diese Theatergruppe, was die sich so alles einfallen lassen um den einfachen Venezolaner zu verarschen. Gut, der einfach Venezolaner hat eh kein Geld um in´s Ausland zu reisen, ist auch besser so, soll er doch auf den Veranstaltungen der Regierung gegen Obama & Co. demonstrieren, damit die aus der Regierung mit Auslandsreisen die Bevölkerung Lügen strafen- verkehrte Welt- die haben eine Logik, da muss man schon 2x hinsehen.

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    Die gesunkenen Ölpreise bereitet der Bande in Caracas schon eine Menge Sorgen. Mit dieser Maßnahme werden rd. 2,8 Milliarden US$ eingespart (lt. Barclay Bank). Die müssen aber auch für die Versorgung der Bevölkerung ausgegeben werden. Trotzdem, der Devisenmangel ist latent und wird sich nicht in näherer Zukunft ändern. Mal sehen, auf was für Einfälle die Korrupten und Kleptokraten in Caracas noch kommen.

  3. 3
    Gast

    Schon der Mindestlohn bereitet den Venezolanern Kopfschmerzen
    was wollen die im Ausland da tut ja hinterher die Birne doppelt weh,
    ohne Aspirin??? also nur zur Vorbeugung.

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