Venezuela: Geldwäscheskandal in Andorra – Opposition reist nach Spanien

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Bank soll unter anderem Briefkastenfirmen erstellt haben (Foto: BPA)
Datum: 17. April 2015
Uhrzeit: 14:17 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Vor rund einem Monat hat das US-Finanzministerium die „Banca Privada d’Andorra“ beschuldigt, zwei Milliarden Dollar gewaschen zu haben. Die Gelder sollen unter anderem auch von dem venezolanischen Staatsunternehmen Petroleos de Venezuela SA (PDVSA) stammen. Kurz nach den Anschuldigungen haben die andorranischen Behörden zwei Bankmanager festgenommen. Die Top-Manager sollen gegen die Zahlung exorbitanter Summen das Geschäft über Scheinfirmen für venezolanische Hintermänner, deren Identität zum gegenwärtigen Zeitpunkt offiziell noch unbekannt ist, abgewickelt haben. Dabei wurden auch Dollarbeträge über mindestens vier Banken in den USA transferiert. Im Gegensatz zu den in aktuelle Korruptionsskandale involvierten Regierungen in Brasilien und Chile, hüllt sich das venezolanische Regime hinsichtlich der Vorwürfe in Schweigen. Venezuelas Opposition gab am Donnerstag (16.) bekannt, nach Spanien zu reisen und Licht in das Dinkel bringen zu wollen.

„Ich reise am Samstag nach Spanien und werde mich mit den Personen treffen, die im Fall der angeblichen Geldwäsche gegen venezolanische Bemate bei der Banca Privada d’Andorra ermitteln. Wir werden nicht zulassen, dass die venezolanische Regierung vermutliche Korruption und Geldwäsche unter den Teppich kehrt. Die Bevölkerung muss wissen, wer und vor allem wie viel Gelder gewaschen wurden“, erklärte der Oppositionsabgeordnete Julio Montoya in einem Interview.

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  1. 1
    Inge Alba

    Der hat Mut, der Abgeordnete Julio Montoya.
    Wäre nicht das 1. x dass ein Flieger sich im Nichts auflöst.

    • 1.1
      Amiguita

      An seiner Stelle würde ich nicht von Maiquetía fliegen sondern aus dem Ausland
      Denke auch, dass er gefährlich lebt. Zurückkommen wäre vielleicht auch nicht angesagt.

      Ja es gibt noch Mutige in Venezuela viele davon hocken ja bereits im Gefängnis.

      • 1.1.1
        der Sachse

        Amiquita, da haben Sie recht. Das sollte er tun.

  2. 2
    paulo

    es wird wohl nicht die einzige bank sein, die man überprüffen müsste, denn wenn man bedenkt, wieviele miliarden in den letzten 16 jahren geklaut wurden…..

    ein absoluter wahnsinn, wenn man sieht das nichts gekauft werden kann, weil der reichste staat südamerikas keine devisen mehr hat.

    man muss sich vorstellen, das ramirez alleine bei der statford-bank um die 400 milionen und maduro um die 7 mio. verloren haben…… und keiner hat geklagt! so nach dem motto: es hat ja noch genug!

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