Parlamentswahlen in Venezuela: Opposition befürchtet Sabotage – Vatikan um Hilfe gebeten

capriles

Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles (Foto: Capriles)
Datum: 18. April 2015
Uhrzeit: 12:21 Uhr
Leserecho: 11 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die venezolanische Opposition befürchtet eine Aussetzung der Parlamentswahlen und hat die Bevölkerung erneut vor einer „möglichen Sabotage“ gewarnt. In einer Erklärung, die agência latinapress vorliegt, ruft Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski die Bevölkerung zu Wachsamkeit auf. „Sie (Regierung) wissen, was auf der Straße passiert. Diese Regierung hat uns schon alles gestohlen, lassen Sie sich nicht die Hoffnung auf ein besseres Venezuela stehlen. Der Termin für die Wahlen kommt immer näher und damit eine bevorstehende Änderung der politischen Verhältnisse in unserem Land. Ich sage dies mit aller Überzeugung die ich habe“, so der amtierende Gouverneur des Bundesstaates Miranda.

Während seiner Rede bestand Capriles darauf, dass die Wirtschaftskrise in Venezuela einzig und alleine das Ergebnis der Zerstörung des Produktionsapparates des Landes sei. „Man muss sich einmal vorstellen, welche Entwicklung das Land genommen hat. Heute wird in Venezuela die gleiche Menge Öl wie vor 45 Jahren produziert. Die Bevölkerung wächst immer weiter und wir fördern auf dem gleichen Niveau wie vor Jahrzehnten. Schauen Sie sich die staatlichen Ländereien an – völlig verwahrlost. Dieses Regime hat alle natürlichen und menschlichen Ressourcen zerstört. Die heimische Industrie wurde zerstört – fast alles wird importiert“.

Am Freitagabend (17.) Ortszeit trafen sich Führer der wichtigsten venezolanischen Oppositionsparteien am Sitz der Apostolischen Nuntiatur in Caracas. „Wir sind hier in der Nuntiatur und übergeben ein an den Vatikan gerichtetes Dokument. Der Heilige Stuhl soll alle zur Verfügung stehenden internationalen Mechanismen in Gang setzten, um das Recht der venezolanischen Bevölkerung auf die anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen“, erklärte Jesús Torrealba, Vorsitzender des Oppositionsbündnisses Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) vor Reportern.

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  1. 1
    Caramba

    Das ist wohl eher ein Tiefpunkt der „Opposition“….der Vatikan kann nicht helfen, genausowenig wie irgendwelche Wahlbeobachter.
    Maduro wird gewinnen, mit genau dem vorhergesagten Prozentsatz, und weder der Vatikan noch sonstwer wird daran was ändern.
    Die Wahl wird untersucht werden und für legal erklärt werden, egal wie viele Beweise es für das Gegenteil gibt.
    Und die üblichen Verdächtigen (Moskau, Peking, Teheran und die Petrocaribe) werden gratulieren, egal wie viele andere Staaten die Wahl nicht anerkennen – und alles bleibt wie es ist bzw. wird schlimmer.
    Wer immer noch andere Träume hat hat aus den letzten beiden Wahlen nix gelernt und ist kein „Führer“ sondern ein Idiot……

    • 1.1
      VE-GE

      Das sehe ich leider auch so !

    • 1.2
      paulo

      DASS DIE OPPOSITION NOCH TIEFER SINKEN KANN WIRD WOHL EINER DER GRÜNDE SEIN. DASS DIE OPPOSITION ANGST HABEN MUSS, DASS MADURO DIE WAHLEN VERSCHIEBT, AUS IRGEND EINEM GRUND, WIRD DAS SCHLIMMSTE SEIN. DASS DIE ROTEN AN DEN WAHLEN GROSS BETRÜGEN KÖNNEN, SEHE ICH NICHT UNBEDINGT, DENN DIE OPPOSITION UND IHRE HELFER, HABEN IN DER VERGANGENEN WAHLEN EINIGES DAZUGELERNT, UM BETRUG IN GROSSEN STIL ZU VERHINDERN.

      KÖNNTE ABER AUCH SEIN, DASS EINE MILITÄRJUNTA WIEDER MAL DAS RUDER HERUMREISST, SOMIT HÄTTEN WIR EINMAL MEHR EINEN GROSSEN BANANENSTAAT !

  2. 2
    Inge Alba

    Bueno, und was soll man dann tun?????
    Abwarten bis die Invasion der USA statt findet?? Wird nicht kommen.
    Abwarten bis die Masse der Venezolaner mit Mistgabeln die Regierung stürzt?? Wird nicht kommen.
    Abwarten bis Marsmenschen zu Hilfe eilen?? Wird nicht passieren.
    Sich zurück lehnen und abwarten auf bessere Zeiten?? Das machen schon viel zu viele, nein, bewegen was man bewegen kann ist das Einzige was man im Moment machen kann. Schaden kann es auf keinen Fall. Oder wer hat denn bessere Ideen und geht damit voran- in vorderster Front- ???
    Nehme mal an, dass es erst garnicht zu Wahlen kommen wird. Und wenn es dazu kommen sollte, ja, dann sind auch diese manipuliert, Wahlergebnise gefälscht und erneut einige Gegner in Ramo Verde eingesperrt. Das ist nun mal so im Leben, Vzla. ist nicht das einzige Land welches seit Jahren auf Besserung wartet. Ich glaube, dass die Kubaner, Chinesen, Nordkoreaner, Iraner,Syrer, Russen,3/4 der afrikanischen und asiatischen Länder auf Besserung hoffen,warten, beten, wieso sollte jetzt da plötztlich in Vzla. etwas geschehen, etwa auch noch von Aussen?? Ausgerechnet Vzla.?? Nein , Vzla. muss sich hinten anstellen, die Gerechtigkeit braucht seine Zeit und immer hübsch der Reihe nach, nicht vordrängeln, da sind andere Länder schon viel länger in der Warteschlange. So ist nun mal das Leben, leider.

    • 2.1
      Caramba

      Gute Analyse der Optionen. Fehlt nur das richtige Fazit…..
      Für Venezuela kann man als Ausländer gar nichts tun.
      Also ist es eine persönliche Entscheidung…..
      Meine war, Venezuela zu verlassen und ins graue Deutschland zurückzukehren – vorerst, vielleicht findet sich ja noch was wärmeres näher dran. Ich möchte es meinen Kids einfach nicht antun, in so einem Regime aufzuwachsen……und ich versuche, dem Rest der Familie, die ihre Heimat nicht verlassen wollen, von hier aus zu helfen.
      Ansonsten sehe ich schwarz, was die nächsten 20-25 Jahre angeht…..vielleicht kehren meine Kinder irgendwann zurück, für uns ist die Zeit im Paradies (das es mal war!) wohl vorbei.
      Ihre Entscheidung…..

    • 2.2
      paulo

      LIEBE INGE, DEN MIT DER MISTGABEL KANNST GLEICH VERGESSEN, WO HAST DENN DU HIER SCHON MAL EINE MISTGABEL GESEHEN ? ARBEITET JA KEINER, HEUEN MÜSSEN SIE AUCH NICHT, DIE PAAR MAGERKÜHE FÜR IHRE MAGERMILCH, SCHEISSEN ÜBERALL:

      ALSO DEN MISTGABELKRIEG WIRDS NIE GEBEN, DENN ES HAT JA AUCH KEINE DEVIESEN IM LAND UM WELCHE ZU IMPORTIEREN. ZUDEM IST ES EINFACHER EINE AK47 MIT MUNITION ZU BESORGEN, ALS EINE MISTGABEL:

  3. 3
    der Sachse

    Es wird keine Parlamentswahlen in Venezuela geben, der Brief an den Vatikan bringt auch nichts. Ich bin Gast hier in diesem Land und schreibe nichts vor, was zu tun ist, damit es Veraenderungen hier geben wird. Gehirn einschalten und nachdenken: Bittbriefe egal an wem sind aussichtslos, an einen friedlichen Wandel hier glaube ich nicht mehr, nachem ich erlebt habe, wie Wahlen manipuliert werden.

  4. 4
    Gast

    Das Ergebnis ist doch schon fertig via Kabel erst nach Habana und dann
    auf den Wahlrechner in Caracas.

    • 4.1
      Herbert Merkelbach

      Ich bin auch der festen Überzeugung, dass der Wahlsieg der Regierungspartei jetzt bereits 100%ig feststeht.
      Die Verbrecherbande in Caracas wird doch niemals und ich wiederhole niemals die Macht freiwillig oder durch eine Wahl abgeben.

      • 4.1.1
        Inge Alba

        Ja, natürlich steht der fest, dieser Wahlsieg der Verbrecherbande.
        War ja auch nur die Frage, ob, wie und was man dagegen tun sollte. Es hat den Anschein, dass überhaupt nicht´s zu tun die meistbefürwortete Alternative zu sein scheint. Nur ich sage, so ein paar Briefe, auch wenn sie nicht´s bringen sollten, durchaus etwas bewirken können, z.B. nicht komplett in Vergessenheit zu geraten. Wenn ich mir die span. TV Sender ansehe, da wird über Vzla. berichtet, Stellung bezogen, und das ist auch gut so. Klar, Vzla. wird weder morgen noch übermorgen wieder eine Demokratie haben, dazu ist der Karren zu tief im Dreck und Sumpf der Mafia gezogen worden ohne nennenswerte Gegenwehr. Und wenn Gegenwehr, dann eine ziemlich stümperhafte, ein paar Demos und Profilierungsversuche ohne jedes politische Programm von ALLEN Oppostionsbeteiligten, ohne Ausnahme.
        Weder die, die noch frei herum springen, noch die, die einsitzen haben einen anständigen Plan für einen politischen, demokratischen Wandel für die Zukunft von Vzla. präsentiert, auch sie haften zu sehr an den alten Zöpfen. Damit können und konnten sie gegen diese pseudo Sozis beim einfachen Volk nicht anrennen. Wer zu spät kommt, den bestrafen die Massen (und meistens bestrafen sie sich selbst gleich mit, siehe ehemalige UDSSR).

  5. 5
    Gast

    Ich habe viele Jahre in V. verbracht und als Altersruhesitz ausgewählt….Pustekuchen!!
    Als Gringo sollte man im Gastland zurückhaltend sein aber es geht auf keine Kuhhaut,
    was da abgeht.Die einfachsten Regeln des Zusammenlebens werden in den Dreck getreten,
    es gibt keine Moral mehr,und in den Familien ist der Teufel los.
    Wer will das reparieren?? vielleicht in 20.Jahren oder ein Rückfall ins Jahr 1920.
    Schade um das schöne Land mir tut es weh……

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