Inflation und Knappheit in Venezuela: Zwei-Jahres-Bilanz von Präsident Maduro

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Am Sonntag (19.) blickt der ehemalige Busfahrer und Gewerkschaftsvertreter der U-Bahnmitarbeiter auf zwei Jahre Amtszeit zurück (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 19. April 2015
Uhrzeit: 12:45 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Nach Angaben der venezolanischen Wahlbehörde hat Nicolás Maduro Moros die Präsidentschaftswahl am 14. April 2013 mit 50,66 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer Henrique Capriles Radonski (49,06 %) gewonnen. Die Opposition beklagte zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen, wie Einschüchterung der Wähler, nicht geheime und doppelte Stimmenabgaben. Die von den Chavistas kontrollierte Wahlbehörde lehnte jedoch eine über eine Stimmenauszählung hinausgehende Überprüfung der Wahlen ab und erklärte das Ergebnis für gültig. Am Sonntag (19.) blickt der ehemalige Busfahrer und Gewerkschaftsvertreter der U-Bahnmitarbeiter auf zwei Jahre Amtszeit zurück.

Als Maduro sein Amt am 19. April 2013 antrat, lag die jährliche Inflationsrate in Venezuela bei 20,1% und die Knappheit bei den Basis-Produkten bei 20%. Zwei Jahre später liegt die annualisierte Inflationsrate bei 68,5% und der Knappheitsindex bei 32,1%. Der Preis für einen US-Dollar auf dem Schwarzmarkt lag zu Zeiten von Chávez bei 22 Bolivar (VEB), am Sonntag bei 275,68.

„Eines ist ganz klar. In allen sozialen Schichten haben die Venezolaner an Lebensqualität verloren. Die ist besonders bei den Ärmsten der Armen zu beobachten“, stellt Maxim Ross, Ökonom und Gründer des Zentrums für Studien der venezolanische Wirtschaft an der Universität „Universidad Monte Ávila“ fest. Wie fast alle Ökonomen führt er die aktuelle Lage auf das zentralisierte sozialistischen Modell zurück. Devisenkontrollen und diktierte Preise, Enteignung, ungezügelte öffentliche Ausgaben und eine unglaubliche und ineffiziente Bürokratie brachten die Inlandsproduktion zum Stillstand – gleichzeitig wurde dadurch Korruption, Schmuggel und Ineffizienz erheblich gesteigert.

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  1. 1
    paulo

    ES IST TRAGISCH DASS EIN VENEZOLANER MIT SEINEM MINIMALLOHN GERADE NOCH 10% DER US-DOLLARKAUFKRAFT BESITZT WIE VOR 15 JAHREN. WIE WEIT MAN IN VENEZUELA MIT CA. 22$ KOMMT WEIS EIN JEDER DER HIER LEBT.
    ALLEINE DER WARENKORB FÜR EINE 5 KÖPFIGE FAMILIE KOSTET UM DIE 70 DOLLAR.

    MICH WUNDERT NUR, WARUM NICHT MEHR LEUTE WEHEMENT PROTESTIEREN. NUN GUT, DEN SICHERHEITSKRÄFTEN WURDE ENDE LETZTES JAHR UM DIE 500% MEHR LOHN GEWÄHRT, DAMIT SIE AUF LIENIE BLEIBEN.

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