Argentinien: Opfer des Bombenanschlags auf das AMIA-Gebäude werden entschädigt

Datum: 01. Mai 2015
Uhrzeit: 13:28 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Beim Bombenanschlag auf das AMIA-Gebäude sind am 18. Juli 1994 in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires 85 Menschen getötet und 300 Personen verletzt worden. Es war der schwerste Bombenanschlag in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Das Asociación Mutual Israelita Argentina, eine Zentrale der jüdischen Gemeinde in Argentinien, wurde dabei völlig zerstört. Der Attentäter, der 21-Jährige Libanese Ibrahim Hussein Berro, konnte erst im November 2005 nach aufwändigen DNA-Untersuchungen identifiziert werden. Die Hintergründe für den Anschlag wurden nie geklärt. Nach fast 21 Jahren hat am Donnerstag (30.) die Abgeordnetenkammer (Parlament) Entschädigungszahlungen für den Anschlag auf das Gebäude des jüdischen Hilfswerks Amia beschlossen. Die Entscheidung des Kongresses (197 Abgeordnete) fiel einstimmig aus.

Entschädigt werden demnach Opfer (persönlich) oder ihre Nachkommen. Allerdings hängt der zu erwartende Betrag vom Grad der Beteiligung am Anschlag ab. Familienangehörige der Toten werden 1,5 Millionen Pesos (150.000 Euro) erhalten. Diejenigen, die „schwerste Verletzungen“ erlitten, 70 Prozent dieser Summe und Opfer mit „schweren Verletzungen“ 60 Prozent. Der Senat hatte im Jahr 2011 bereits ein ähnliches Gesetz genehmigt, welches die Abgeordnetenkammer allerdings nicht ratifiziert hatte.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!