Lateinamerika: Blumenindustrie von Ecuador in einer Krise

Datum: 02. Mai 2015
Uhrzeit: 14:31 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Der Rückgang der Ölpreise und ein starker US-Dollar haben Einfluss auf den Export ecuadorianischer Rosen. Ecuador-Rosen gelten als besonders hochwertig, weil sie durch das gleichmäßige Klima am Äquator das ganze Jahr über besonders gut gedeihen. Nach Berichten eines Gewerkschaftsführers befindet sich die Blumenindustrie des südamerikanischen Landes in einer Krise, der Umsatz nach Russland (zweitgrößter Markt nach den USA) sank um fast die Hälfte.

Ecuador exportierte im Jahr 2014 Blumen im Wert von rund 800 Millionen US-Dollar, sie sind eines der wichtigsten Exportprodukte des kleinsten Mitgliedstaates der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). Zwischen Januar und Februar dieses Jahres gingen die Exporte von ecuadorianischen Rosen nach Russland um 47% im Jahresvergleich auf 30,3 Millionen US-Dollar zurück. „Russland ist unser zweitgrößter Markt für Blumen. Wenn dieser Markt auf die Hälfte seines Volumens sinkt, wird dies das globale Angebot beeinflussen“, erklärte Alejandro Martínez, Präsident des Verbandes der Blumen-Hersteller und Exporteure von Ecuador (Expoflores).

Die zweite relevante Markt ist Europa. „Dort war der Rückgang nicht so stark bemerkbar. Der Export von Blumen, meist Rosen, sank zwischen Januar und Februar dieses Jahres um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, so Martínez. Nach seinen Worten sind andere Märkte wie Brasilien, Südafrika und Australien auf dem Vormarsch, während China im Visier der ecuadorianischen Exporteure steht.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Ob die Dollarisierung in Ecuador der richtige Weg war, ich kann es wirklich nicht beurteilen. Was mir als großen Nachteil der ecuadorianischen Wirtschaft erscheint, ist die Tatsache, dass man seit 2000/2001 nicht genügend Anstrengungen unternommen hat, um die Wirtschaft zu diversifizieren. Auf mehr als nur zwei Säulen, dem Rohöl und den Blumen kann man nicht stehen. Mir ist auch unklar, was Correa mit all dem Geld gemacht hat, das ihm Hugo gesandt hat. In seine eigene Tasche gesteckt? Er hat doch in den USA unter anderem Volkswirtschaft studiert. Man man ihn auch des Vorwurfes der Kleptomanie in Bezug auf das Volksvermögen bezichtigen?

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!