Lateinamerika: Regierung von Kolumbien warnt vor Wetterphänomen El Niño

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Anhaltende Dürre in mehreren Regionen des Landes (Foto: latina-press)
Datum: 20. Mai 2015
Uhrzeit: 12:47 Uhr
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Autor: Redaktion
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Sintflutartige Regenfälle mit katastrophalen Überschwemmungen und gleichzeitig große Dürreperioden mit Hungersnöten sind die verheerenden Auswirkungen des Wetterphänomens „El Niño“. Die Klima-Anomalie wirbelt den gesamten Temperatur- und Feuchtigkeitshaushalt des Planeten durcheinander und sorgt für Alarm bei der Regierung des südamerikanischen Landes Kolumbien. Am Dienstag (19.) warnte das Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung vor den Folgen von „El Niño“, die in verschiedenen Regionen des Nachbarlandes von Venezuela auftreten können.

Minister Gabriel Vallejo betonte, dass bei dem verheerenden Erdrutsch im nordwestlichen Departement Antioquia wahrscheinlich bis zu 100 Menschen ums Leben gekommen sind. Nach heftigen Regenfällen war ein Fluss über die Ufer getreten, Lehm- und Wasserflut zerstörten die Ortschaft La Margarita. „Diese starken Regenfälle bleiben die Ausnahme. In mehreren Regionen (Caribe, Andina und Santanderes ) unseres Landes verzeichnen wir steigende Temperaturen, Mangel an Regen und einen historisch niedrigen Wasserstand der Flüsse. Wir erleben momentan eine anhaltende Dürre in unserem Territorium“, so Vallejo. „Aus diesem Grund ist es ungeheuer wichtig, wachsam gegenüber Wassereinsparung im ganzen Land zu bleiben“, fügte er hinzu.

Demnach wurde im Laufe des Monat April ein Mangel an Niederschlag, im Vergleich zum historischen Durchschnitt, in folgenden Verwaltungsbezirken aufgezeichnet. Region Caribe: Santa Marta (-100%), Barranquilla (-100%), Riohacha (-100%) und Valledupar (-89%). Región Andina: Tunja (-65%), Cúcuta (-56%), Bucaramanga (-44%), Neiva (-43%), Bogotá Centro (-40%) und Rionegro (-40%).

Der vom Ministerium veröffentlichte „Situationsbericht“ hält ebenfalls fest, dass die durchschnittliche Höchsttemperatur im April 2015 in den Regionen Caribe, Andina und Pacífica über dem historischen Durchschnitt von 37 Grad Celsius lag. In Valledupar stieg das Thermometer auf 40.4 Grad Celsius, Riohacha (38 Grad), Santa Marta (38,2 Grad), Barranquilla 37,5 Grad) und in Montería auf 38,6 Grad Celsius.

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