Lateinamerika: Indien und Venezuela erörtern bilaterale Agenda

indien-venezuela

Vijay Kumar Singh wird von Amtskollegin Delcy Rodríguez (rechts) empfangen (Foto: AVN)
Datum: 25. Mai 2015
Uhrzeit: 11:59 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Außenminister von Indien und Venezuela haben sich am Sonntag (24.) in der venezolanischen Hauptstadt Caracas getroffen und erörterten die gemeinsame bilaterale Agenda. Delcy Rodríguez und ihr Amtskollege Vijay Kumar Singh gaben bekannt, dass es in den „kommenden Monaten zu gegenseitigen Besuchen durch die beiden Präsidenten kommen wird“. Venezuela und Indien haben in den letzten Jahren mehr als ein Dutzend Vereinbarungen im Energiesektor unterzeichnet. Indien importiert etwa 80% seines benötigten Öls, davon kommen etwa 20 Prozent aus Lateinamerika.

„Wir haben unsere bilaterale Agenda in Bezug auf die Zusammenarbeit in den Sektoren Energie, Landwirtschaft, Pharmazie, Technik und Automobilindustrie überprüft“, so Rodríguez. Die Ministerin gab bekannt, zusammen mit dem Minister für Erdöl und Bergbau, Asdrúbal Chávez, in den kommenden Tagen nach Russland zu reisen und wird an einem bilateralen Treffen mit Außenminister Serguéi Lavrov teilnehmen .

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  1. 1
    Martin Bauer

    Indien wird sich nun entscheiden müssen, auf welcher Seite es steht. Einen ernsthaften Pakt mit einer so mörderischen Verbrecherregierung, wie der venezolanischen, kann es sich auf Dauer kaum leisten. Wo Putin steht, ist ja hinlänglich bekannt. Zu ihm passt so was.

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    Das einzige, das die Inder von den Venezolanern erwarten können, wäre ein noch niedriger Rohölpreis als der der Saudis oder des Irans bzw. der anderen produzierenden Nahost-Staaten. Von dort kommt nämlich ein besseres für die Raffinerien zu verarbeitendes Rohöl. Ob Maduro dem zustimmt, wer weiß? Und sollte Venezuela unter Opec und Brent-Niveau liefern, die Reaktion aus dem Nahen Osten käme sofort.
    Die Reise nach Russland ist wieder eine Lustreise. Die Russen werden ihre Förderquoten nicht reduzieren. Deren Staatshaushalt ist verdammt angespannt. Andererseits werden sie den Saudis oder dem Nahen Osten nicht das Feld überlassen.

    • 2.1
      Martin Bauer

      Ich fürchte, von den Russen wird sich die PSUV-Bande eher militärische, als wirtschaftliche Rückendeckung erbetteln wollen. Putin lehnt sich mit der gewaltsamen Besetzung von Georgien und der Ukraine schon viel zu weit aus dem Fenster. Wenn er versuchen sollte, in Lateinamerika dauerhafte militärische Präsenz zu zeigen, stürzt er ab. Die USA würden kaum noch nach der Meinung ihrer NATO Partner fragen, bevor sie ihm so kräftig in den Hintern treten, dass er wie ein geprügelter Hund abziehen muss. Aber zumindest die Engländer und Franzosen wären voll mit von der Partie, die Holländer nicht minder.

  3. 3
    Herbert Merkelbach

    Ihr Gedankenmodell in Bezug auf die Psuv und Russland scheint mir logisch. Ich glaube aber nicht, dass die USA militärisch gegen Venezuela vorgehen werden, außer vielleicht, das venezolanische Militär geht gegen US Firmen in irgendeiner Form im umstrittenen Gebiet Guayanas vor. Eine militärische Präsenz der Russischen Föderation in Venezuela oder auch in der Karibik in direkter Nachbarschaft zu den USA würde für die Russen sehr kostspielig. Abgesehen einmal von der Gegenreaktion der USA. Zur Zeit sind die USA die einzige Grossmacht, die sich noch Auslandsstützpunkte leisten kann. Vergleicht man das Bruttonationaleinkommen der USA (fast US$ 17 Billionen) mit dem der Russische Föderation (US$ 2,2 Billionen) dann kann man schon einige Schlüsse auf eine ständige russische Präsenz im Raum der Karibik ziehen. Selbst den USA sind ausländische Stützpunkte teuer und werden ständig überprüft ob man sich vielleicht davon trennen sollte. Das beste Beispiel ist Deutschland. Zur Zeit scheinen nur noch ca. 40000 GIs in Deutschland von vormals fast über 450000 stationierten. Ich kann mir aber vorstellen, dass einige russische Militärberater in Venezuela tätig werden könnten, Frage ist nur, zu welchen Bedingungen. Alles eine Frage des Geldes. Auf der anderen Seite ist es doch ein gefundenes Fressen für die USA, die sich mit der Involvierung von hohen Psuv-Typen im Drogenhandel ergeben hat. Die US Regierung wird, davon bin ich überzeugt, dieses politische Geschenk mit weiteren Enthüllungen, egal welcher Art, gegen die Bande in Venezuela ausnutzen. Vor der Weltöffentlichkeit als Drogenbarone dargestellt zu werden, dass wird den Chavisten weh tun, politisch als auch wirtschaftlich. In dieser Hinsicht ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Ich halte sehr wohl kommandoartige militärische Aktionen der USA in Venezuela für möglich, wenn die Untersuchungen und Beweisaufnahmen weit genug gediehen sind. Schliesslich kann man die PSUV-Bande als Organisiertes Verbrechen der schlimmsten Kategorie klassifizieren, die sich widerrechtlich die Macht angeeignet hat, im Gegensatz zu einer legitimen Regierung, die es in Venezuela nicht gibt. Solche Eingriffe werden völkerrechtlich voll zu rechtfertigen sein.

      Es gehen auch Gerüchte um, dass Maduro & Co Diosdado Cabello an die USA ausliefern wollen. Dieser hat jedenfalls schon entsprechende Panik. Allerdings soll er auch zumindest an zwei Orten in unterirdischen Bunkern mehrere LKW-Ladungen von Dollarscheinen horten. Es muss sich um Hunderte von Milliarden handeln. Diese würden sich viele gerne unter den Nagel reissen, Leute innerhalb und ausserhalb Venezuelas. Ohne dieses Geld wäre er schutzlos wie ein Regenwurm.

      • 3.1.1
        Herbert Merkelbach

        Eine militärische Intervention der USA, ich glaube nicht daran. Aber wer hätte an eine Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 gedacht, die wenigsten.

        Sie sind näher am Geschehen in Venezuela als meine Wenigkeit. Als jedoch der US Amerikaner T. Shannon Gespräche mit der venezolanischen Regierung vor dem OEA-Treffen unternahm, da hatte ich die Vermutung und ich kann bloß vermuten, dass auch ein D.C. auf der Tagesordnung stehen würde. Die USA kennen KEINEN SPASS in Hinsicht Drogen und Lieferungen von Drogen in die USA.
        Es pfeifen die Spatzen von allen Dächern, Maduro und D.C. sind keine politischen Intimfreunde. Kuba wird Maduro unterstützen, er ist ja „kubanisch“ erzogen. D.C.. ist wohl den Kubanern nicht wohlwollend zu geneigt. Für Venezuela wäre es eine Sensation, wenn dieser „capo“ in einem US Gefängnis landen würde. Besonders in den 50er Jahren des 21. Jahrhunderts haben es die Menschen in Ostdeutschland erlebt, wie Kommunisten auf einmal als „Trotzkisten“, „Abweichler“, und was sonst was von der Bildfläche verschwanden. Warum sollte das im Chavismus anders sein? Es bleibt spannend.

      • 3.1.2
        Martin Bauer

        Ich kann nicht einschätzen, wie wahrscheinlich eine militärische Intervention ist. Man kann sie aber als Möglichkeit ganz sicher nicht ausschliessen. Schlicht un deinfach hängt das von den sich bietenden Alternativen ab.

        Für absolut sicher halte ich, dass das Ende des Sozialismus in gesamt Lateinamerika beschlossene Sache ist. Und das nicht von irgend einer Regierung aus, sondern weil die Bilderberg Gruppe es so will. Den Drogenhandel wird man damit nicht kleinkriegen, das ist wohl auch nicht das primäre Ziel, sondern ihn nur auf andere Schaulätze und Akteure verlagern. Was soll’s auch, wenn die Nachfrage weltweit ungebrochen ist? Aber kriminelle, pseudosozialistische Knilche, wie sie in einer ganzen Reihe von Regierungssesseln Lateinamerikas sitzen, verehrt und unterstützt von der linksfaschistoiden deutschen LINKE, sollen im Drogenhandel keine Rolle mehr spielen. In der Politik auch nicht.

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