Venezuela: Analysten erwarten Inflation von bis zu 130 Prozent

inflation

Mangel an Produkten des Nahrungsmittelkorbes im April bei 31,03 Prozent (Foto: Twitter)
Datum: 01. Juni 2015
Uhrzeit: 21:30 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Das venezolanische Regime ist weit davon entfernt, eine Lösung für die anhaltend tiefe Wirtschaftskrise zu finden. Die Regierung um Präsident Maduro verfolgt seit Monaten die gleichen Strategien, während sich die Wirtschaft des erdölreichsten Landes im Niedergang befindet. Laut aktuellen Analysen des Wirtschaftsinstituts “Ecoanalítica” könnte sich bis Dezember 2015 eine kumulierte Inflation von 130 Prozent ansammeln. Wie weit sich Maduro bereits von der Realität entfernt hat, belegt der Haushaltsplan für 2015. Demnach geht Caracas von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im laufenden Jahr von drei Prozent aus.

Neueste Daten des Zentrums für Dokumentation “Centro de Documentación y Análisis Social der Federación Venezolana de Maestros” (Cendas-FVM) belegen, dass der Mangel an Produkten des Nahrungsmittelkorbes im April bei 31,03 Prozent lag. Alle Analysten sind sich einig, dass Maduro die öffentlichen Ausgaben eindämmen sollte um dadurch zu verhindern, dass die Zentralbank die Notenpresse ohne Pause rotieren lässt.

„Eines ist ganz deutlich. Wenn eine Regierung permanent und über einem Zeitraum von fünf Monaten keine Wirtschaftsdaten veröffentlicht, ist dies ein Versuch zur Verschleierung der Realität“, bekräftigt Efraín Velásquez, Ökonomin und Präsidentin vom Nationalen Wirtschaftsrat für Ökonomie.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Absolut nichts gegen Busfahrer aber dieser Typ lebt in einer anderen Welt. Er meint, mit dem Drucken von Geld würde sich das Problem lösen. Dass ist aber auch der Malus vieler Kommunisten, die der Überzeugung sind, auf diese Art und Weise würden wirtschaftliche Probleme gelöst. Einem Maduro Charles Dickens „David Copperfield“ als Lektüre zu empfehlen ist sinnlos, denn im Roman sagt ein Mr. Micawber: „Wenn ich 100 Pennies verdiene und 99 ausgeben, dann kann ich 1 Penny sparen; wenn ich jedoch 100 Pennies verdiene und 101 ausgebe oder ausgeben möchte, dann kann ich nichts sparen. Eine sehr einfache Regel. Chavisten diese Regel verständlich zu machen, es ist aussichtlos.

  2. 2
    Gast

    Hase und Igel… die Buhaneros sind immer einen Schritt vorraus.
    Es ist egal ob Miete,Essen,Esatzteile, unsere Malandros haben eine blühende Fantasie,
    was die Preisgestaltung anbelangt. Die Deppen denken es geht immer so weiter………
    Das ist der neue Volkssport wer wird denn arbeiten( no ey) wenn man das Geld viel leichter
    verdienen kann. Handwerker können zwar keine 2.Zahlen ohne Taschenrechner addieren
    aber beim erstellen ihrer Fantasie-Rechnungen brauchen Sie keine Hilfe.

  3. 3
    gringo

    Wie sollen Mad Duro und Co. auch die Probleme lösen?
    Die sind doch permanent beschäftigt, ihr Drogengelder
    anzulegen, da bleibt keine Zeit für andere Dinge

  4. 4
    der Sachse

    „Das venezolanische Regime ist weit davon entfernt, eine Lösung für die anhaltend tiefe Wirtschaftskrise zu finden.“ Zitatende. Ich behaupte sie (die Regierung) wollen es auch nicht. Wieso holt man sich nicht bei den „Roten Bruedern“ in Ekuador oder Bolivien Rat, selbst in diesen Laendern ist die Inflation bedeutend niedriger. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Die wollen ueberhaupt nicht.

  5. 5
    don ewaldo

    Man hat den Bock zum Gärtner gemacht .Leute dieses Schlags denken nicht im entferntesten daran,Lösungen für ein Problem,was Sie selbst darstellen,zu finden.Die wirkliche Gefahr besteht im Kurzdenken der Mehrheit,wenn überhaupt gedacht wird;Chavez hat den Grundstein für das Elend gelegt,da war trotz senes Ableben keine Lösung mehr in Sicht.Die Situation ist so,als ob ein Bauer sein eigenes Saatgut auffrisst.
    Das geistige Zölibat ist im venez. Volk eh weit verbreitet,ausserdem hat die heranwachsende Jugend den Bezug zur Realität schon lange verloren.
    Für dieses organisierte Chaos gibt es keine Messlatte mehr,nur ein schmerzhafter Schnitt kann dieses Desaster evtl.noch lösen.
    Zwei reale Grabinschriften : Hier ruht Chavez,Victima de Cancer !
    Hier ruht Venezuela ,Victima de Chavez !

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!