Brasilien: Präsidentin Rousseff verliert Unterstützung der ärmsten Bevölkerungsgruppen

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Schwere Zeiten für Präsidentin Rousseff (Foto: Archiv)
Datum: 21. Juni 2015
Uhrzeit: 11:06 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Popularität des brasilianischen Präsidenten Dilma Rousseff bei der Bevölkerung ist weiter sinkend. Eine vom renommierten Meinungsforschungsinstitut „Datafolha“ durchgeführte Umfrage ergab, dass die Zahl der Brasilianer, die ihre Regierung als „sehr gut“ oder „gut“ bezeichnet, auf 10 Prozent gesunken ist. Der Anteil der Brasilianer, die Rousseffs Politik als „schlecht“ oder „sehr schlecht“ betiteln, erhöhte sich auf 65 Prozent (60 Prozent im April). Die Umfrage wurde zwischen Mittwoch und Donnerstag dieser Woche durchgeführt, an der Befragung nahmen 2.840 Personen in 174 Städten teil. Die Genehmigung für Roussef fiel damit auf den niedrigsten Stand seit Amtsenthebung von Präsident Fernando Collor de Mello im Jahre 1992.

Auffallend ist, dass sich die Zustimmung für Rousseff in allen Altersgruppen und Regionen, einschließlich der ärmsten sozio-ökonomischen Sektoren, die am meisten von der Politik von Rousseff und die ihres Mentors Luiz Inácio Lula da Silva profitiert haben, verschlechtert hat. Im Nordosten, einer traditionellen Hochburg der Arbeiterpartei von Rousseff, glauben nur 14 Prozent der Wähler, dass ihre Regierung „gut“ oder „sehr gut“ ist, im Vergleich zu 58 Prozent, die sie als “ schlecht „oder“ sehr schlecht“ empfinden.

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Es ist doch bezeichnend für all diese „roten bis hellroten“ Heilsbringen, solange die Rohölpreise, die Rohstoffpreise, die Verkaufspreise allgemein hoch sind, dann läuft alles glatt, man schreibt sich die wirtschaftlichen Erfolge seinem angeblichen Können, Wissen und Verdiensten zu.
    Tauchen jedoch wirtschaftliche schwarze Wolken am Horizont auf und überlagern diese Wolken das Land, dann wissen diese Heilsbringer nicht mehr ein noch aus. Sie wissen gar nichts mehr. Gefangen in ihren Ideologien, in ihrem mediokren Denkvermögen.
    ABER gerade in „schweren“ oder besser gesagt, in Zeiten in denen die wirtschaftliche Situation eines Landes Menschen in Führungspositionen benötigt, die diese Krise meistern können, gerade jetzt VERSAGEN diese Heilsbringer.

    • 1.1
      Groebben

      Und was ist mit Peru (Humala) oder Chile (Bachelet)? Das sind 2 Praesidenten die eher konservative/Wirtschafsnahe Politik betreiben. Die beiden haben aehnliche Umfragewerte wie in Venezuela oder Brasilien. Meiner Meinung nach haben solche Umfragen nichts mit Ideologie zu tun sondern die Menschen schauen einfach ob sich ihre persoenliche Lage verbessert oder verschlechtert. Deswegen hat Bolivien eine Hohe Meinung von Morales und auch in Kolumbien sind die meisten Menschen gluecklicher (weniger Gewalt). Es ist doch eine gute Sache das Menschen ohne auf Ideologie zu schauen beurteilen ob sie gut regiert werden oder nicht. Und so soll es ja auch sein…

      • 1.1.1
        Herbert Merkelbach

        Dass die Umfragewerte der Chilenin und des Peruaners so niedrig sind scheint mir mehr auf die Skandale der einen mit ihrem Sohn und beim anderen die Verwicklungen seiner Frau hinzudeuten. Ansonsten sind doch die Volkswirtschaften Chiles und auch Perus verhältnismäßig robust und weisen doch Zuwachsraten im BNE (Bruttonationaleinkommen) auf. Ich möchte nicht darauf eingehen ob sich das BNE zum Vorjahr verringert oder erhöht hat, jedenfalls wachsen beide Wirtschaften, auch dank der Mitgliedschaft in der Pazifikallianz und im Gegensatz zu Venezuela, dass 2014 und höchst wahrscheinlich in diesem Jahr eine Kontraktion in seinem BNE hinnehmen muss.

  2. 2
    Groebben

    Ihre Aussge ist schon richtig, jedoch ist dies auch in Brasilien der Fall. Zwar hat Brasilien keine so tollen Wirtschaftsdaten, die Popularitaet sink allerdings wegen der Korruption bei Petrobras. Deswegen kann man hier schon parallelen ziehen.
    Humalla hat so eine schlechte Bilanz wegen der brutalen Wirtschaftspolitik die er fuehrt. Es nimmt leider keine Ruecksicht auf die Sorgen seiner Befoelkerung bei neuen Grossprojekten. Peru ist eines der wenigen Laender die leider die Politik Lateinamerikas der 80/90er Jahre weiterfuehren.
    Den Wachstum wuerde ich selber nicht auf die Pazifikallizanz schieben. Schliesslich haben Laender wie Uruguay, Ecuador, Bolivien,… auch starke Wirtschaftszahlen ohne in der Allianz zu sein. Es ist wohl eher eine Frage wie man die nationale Wirtschaft fuehrt.
    Veneuela ist ein besonderer Fall, darueber diskutiere ich aber nicht mehr in diesem Forum ;)

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