Parlamentswahlen in Venezuela: Unpopulärer Maduro schürt Klima der Angst

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Maduros Sorgen vor einem Machtverlust sind berechtigt (Foto: nicolasmaduro)
Datum: 23. Juni 2015
Uhrzeit: 14:44 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Nach wochenlangen Protesten der Opposition und zahlreichen internationalen Organisationen (Regierungen, Ex-Präsidenten) ist im südamerikanischen Land Venezuela eine Parlamentswahl für den 6. Dezember anberaumt worden. Die Opposition sieht sich in ihren Forderungen bestätigt, der Nationale Wahlrat (CNE) will dagegen souverän gehandelt und den Termin für den Urnengang ohne Beeinflussung festgelegt haben. Nach Ankündigung des Termins für die Parlamentswahlen hat Präsident Nicolás Maduro für den Fall eines Siegs der Opposition vor sozialen Unruhen gewarnt.

Präsident Maduro schürt damit wieder einmal ein Klima der Angst im von seiner Regierung abgewirtschafteten und von der Staatspleite bedrohten Land. Seine Sorgen vor einem Machtverlust sind berechtigt, seit seinem Amtsantritt als Präsident von Venezuela vor rund zwei Jahren sinkt die Popularität des 52-jährigen ehemaligen Busfahrers unaufhaltsam und lag im Monat Mai bei 25,8 Prozent. Schenkt man den Daten des unabhängigen Instituts „Datanalisis“ Glauben, verliert die Regierungspartei bei den Parlamentswahlen ihre Mehrheit in der Nationalversammlung. Lediglich 21,3 Prozent würden ihr die Stimme geben, der Opposition dagegen 40,1 Prozent.

Im Miraflores klingeln die Alarmglocken. Maduro hat die Zeichen der Zeit erkannt und fürchtet um seine Pfründe. „Wenn die Opposition die Parlamentswahlen am 6. Dezember gewinnt, bedeutet dies ein Ende der Sozialprogramme“, will der linksgerichtete Staatschef Glauben machen. Er will sogar der Erste sein, der „mit dem Volk auf die Straße geht um die sozialen Errungenschaften zu verteidigen“.

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  1. 1
    der Sachse

    Haben die Castros keine anderen Ratschlaege fuer M&.Co.? Wenn die Oppositions trotz aller Wahlmanipulation doch gewinnt, werden die Cubaner „in sozialitscher Bruderhilfe“ in V. einmaschieren ?????(ironie Ende).

    • 1.1
      fideldödeldumm

      Die Castros werden sich dezent zurück halten, da sie ja nun mit den Imperialisten gute Kontakte pflegen möchten. Aber das verschärft die Lage nur, weil Mad Buro ein unberechenbarer Trottel ist. Und dies ist ganz gefährlich.

  2. 2
    IInge Alba

    Das wäre ja echt lustig, der cucuteño würde etwa zugeben, dass er die Parlamentswahlen verloren hat??? Bei allem was man ihm und seiner Verbrecherbande nachsagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass er das Zepter freiwillig aus der Hand legt. Es kann doch nicht sein, dass er glaubt die Mehrheit stünde noch immer hinter ihm, dieser Regierung, dieser Weltanschauung? Ist der echt so bescheuert? Es würde mich ja freuen, nur glauben werde ich es so lange nicht bis man mir es offiziell bestätigt. Oder was kocht er im Hinterzimmer für einen Notfallplan aus? Anarchie? Dem Kerl würde ich so alles zutrauen, nur nicht dass er klein beigibt.

    • 2.1
      Herbert Merkelbach

      Sie liegen vollkommen richtig. Dieser Schurke wird niemals die Macht abgeben, niemals. Bis Dezember ist es noch eine lange Zeit und in dieser Zeitspanne wird sich diese chavistische Halunkenbande schon etwas einfallen lassen. Meine Überzeugung.

    • 2.2
      Burk Hardy

      er beginnt jetzt schon mit dem >Notfallplan<: die Regimekritischen Tagesblätter erhalten kein Papier mehr, um ihre Berichte zu veröffentlichen, viele nur noch auf Newsletter erhältlich.
      ich wette, das er wieder die Wahlen manipuliert, wie es ihm gefällt, und leider schaut die Welt nur zu

  3. 3
    Amiguita

    Ich denke bis zur Wahl schafft er es gar nicht mehr. Cabello wird rechtzeitig übernehmen. Warum wohl war er bei Fidel und einen Tag später gibts den Termin für fie Parlamentswahlen. Zufall?
    Ich befürchte die Wahlen werden nicht stattfinden.

  4. 4
    der Sachse

    Da ist was dran. Das sind keine Zufaelle. Welchen „Zufall“ wird es geben, dass es keine Wahl am 06.12.2015 geben wird,……. die Cubaner kommen(?)

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