Venezuela: Steigende Kriminalität macht auch vor der Öl-Industrie nicht halt

Datum: 26. Juni 2015
Uhrzeit: 14:09 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Nach Angaben der venezolanischen Nichtregierungsorganisation “Observatory of Violence” (OVV) erlebte Venezuela unter Präsident Nicolás Maduro 2014 eines der gewalttätigsten Jahre seiner Geschichte: 24.980 Morde – eine Rate von 82 Todesfällen pro 100.000 Einwohner. Offizielle Zahlen der Regierung gibt es nicht, wie im Fall der Inflationsrate veröffentlicht das Regime keine Statistiken. Steigende Kriminalität macht auch vor der Öl-Industrie nicht halt und sorgt für Kopfschmerzen bei der Branche.

Laut Angaben von Gewerkschaften, ausländischen Führungskräften, Oppositionspolitikern, Schrotthändlern und Bewohner der Gemeinden in der Nähe von Ölanlagen häufen sich die Überfälle auf Bohrinseln im Maracaibo-See. Die Wirtschaft des „Lago de Maracaibo“ fußt vor allem auf der Ölindustrie, der Fischerei und dem Tourismus. Das Maracaibo-Becken enthält große Erdöl-Vorkommen, die eine Haupteinnahmequelle der Wirtschaft Venezuelas darstellen. In den letzten Wochen haben vermehrt bewaffnete Banden die Bohrinseln überfallen, Tonnen von Kupferkabeln und sogar Bohrköpfe gestohlen. Das Ministerium für Erdöl und Bergbau hat das Problem der Überfälle bereits in seinem Bericht für das Jahr 2014 erwähnt, allerdings keine weiteren Details bekannt gegeben.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Inge Alba

    Das ganze Land ist nur noch Sodom und Gomorra.
    Diese ganzen Geschichten kommen einem vor als ob man den Film „mad max“ ansieht, kein bisschen besser. Nur noch Mord und Totschlag und Sex und crime.

  2. 2
    don ewaldo

    Ouo Vadiz,wohin soll das noch führen,Das ist die absolute Anarchie,wie soll man diesem roten Gesindel noch Einhalt gebieten,bzw. WER ?!erstaunlich,wie die „VERANTWORTLICHEN“ ,Weltpolizei,Gutmenschen etc.damit umgehen,Tägliche Infos und Nachrichten,aber,keine Aktionen,die zur Lösung beitragen könnte.
    Man bekommt das Gefühl,dass die Situation gewollt ist.

    • 2.1
      Herbert Merkelbach

      „Weltpolizei“? – die USA? Die werden keine bewaffneten Angehörige seines Militärs nach Venezuela schicken. Warum auch? Man bezieht Rohöl aus diesem Land mit fallender Tendenz, der Lieferant in Kanada übernimmt langsam. Ein Eingreifen der USA in Venezuela würde einen Aufschrei in der Weltöffentlichkeit hervorrufen und aller Welt zeigen, die bösen Buben sitzen in Washington. Mit den fallenden Abnahmemengen aus den USA und all den Problemen, die die Pdvsa im eigenen Land hat, das „Imperium“ hat Zeit und kann abwarten. In der Beziehung sind keine Aktionen erforderlich. Die wird die VR China bekommen, mit den Krediten, die Venezuela gewährt worden sind. Der venezolanische Staat wird keine Staatsanleihen in US Dollar ausgeben werden, man wird sie nicht abnehmen und neuesten Mitteilungen zufolge, venezolanische Staatsanleihen, die auf Renminbi lauten, wer wird die kaufen, außer den Chinesen. Bleibt die Frage, ob die Chinesen dies überhaupt machen? So blöde sind die auch nicht um zu wissen, was sich in Venezuela abspielt.

    • 2.2
      Inge Alba

      Quo vadis? Viam pecunia, avaritia et potestatem.
      Traurig aber wahr, leider.
      Welche Lösungen könnten denn in Betracht kommen? Lösung Vietnam? Lösung Palästina?Lösung Irak? Lösung Afganistan? Lösung Syrien? Lösung Ägypten? Lösung Ukraine? Wie man sieht, sind oder waren dies alles keine guten Lösungen, um nur wenige aufzuzählen.
      Sind wir doch mal ehrlich, die Lösung muss vom Volk kommen, und bitte von mindestens 90% der Bevölkerung, 10% sind immer etwas verwirrt im Kopf und wählen Schrott. Wenn das Volk selbst zu den Waffen greift, ok. dann könnte man ihnen auch von aussen helfen, aber so? Man will es unbedingt auf die demokratische Weise versuchen, per Wahlen, gut , dann viel Erfolg. Die Opposition wird gewinnen wenn das Volk es so will und wenn die Anführer der Opposition gut genug sind, Lösungen haben für die Schieflage des Landes, nicht gleich wieder mit wilden Versprechnungen in den Wahlkampf gehen, endlich mal Farbe bekennen. Endlich mal aufarbeiten was alles schief gelaufen ist, gestern und vorgestern. Endlich mal den Willen zeigen es auch wirklich besser machen zu wollen, Reformen anstossen, eine Steuerreform erarbeiten, mit einem normalen Ministerienumfang viel Arbeit leisten, auch die unpopulären Reformen durchsetzen um der Zukunft endlich mal in Angriff zu nehmen, auch für den ganz einfachen, ungebildeten Venezolano eine Zukunft sichern. Aber wir kennen es ja, immer und fast überall werden immer nur Versprechnungen gemacht, was kommt raus? Jedenfalls der Präsident und das Parlament welches nach diesen Chaoten übernimmt hat es nicht leicht, ist eine Herkulesarbeit die da wartet.

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