Kolumbien: Nationalpolizei geht mit Reggaeton gegen Verkehrsunfälle vor

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Die kolumbianische Nationalpolizei hat eine neue Initiative lanciert, um Verkehrsunfälle im südamerikanischen Land zu verhindern (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 27. Juni 2015
Uhrzeit: 17:27 Uhr
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Nach Erhebungen und Schätzungen von Weltbank und Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich etwa 1,3 Millionen Menschen an den Folgen von Verkehrsunfällen. Die Zahl der Verkehrstoten liegt damit weit über den Opferzahlen von Krieg, Genozid oder Terrorismus. Die Anzahl der Verletzten wird auf jährlich etwa 50 Millionen geschätzt. Verkehrsunfälle sind weltweit die häufigste Todesursache bei jungen Menschen, mehr als aufgrund von Krankheit, Drogen, Selbstmord, Gewalt oder Kriegsereignissen. Alle 30 bis 90 Sekunden stirbt weltweit ein Mensch bei einem Verkehrsunfall, über 90 Prozent davon in Asien, Lateinamerika und Afrika. In der Region Lateinamerika/Karibik nehmen die Länder Peru, Venezuela und Dominikanische Republik den unrühmlichen Spitzenplatz der Verkehrstotenstatistik ein. Viele Länder könnten die Sicherheit auf ihren Straßen erhöhen, wenn entsprechende Regeln in den Bereichen Alkohol am Steuer, Geschwindigkeitsübertretungen, Tragen eines Motorradhelmes, Gurtpflicht und Kindersitze aufgestellt und vor allem durchgesetzt werden.

Die kolumbianische Nationalpolizei hat nun eine neue Initiative lanciert, um Verkehrsunfälle im südamerikanischen Land zu verhindern. Mit Reggaeton, einen sich auf Reggae, Dancehall, Soca, Hip-Hop, Merengue Hip Hop, lateinamerikanische Musikrichtungen und elektronische Tanzmusik aufbauenden Musikstil, sollen Autofahrer und vor allem jüngere Verkehrsteilnehmer sensibilisiert werden. Der eingängige Song mit dem Titel „Su Amigo en El Camino“ (Dein/Ihr Freund ist Unterwegs) ist eine neue Art und Weise, in den Bemühungen der Verkehrskontrollbehörden zur Reduzierung von Verkehrsunfällen.

Für die innovative Präventionsstrategie trat Verkehrspolizist Andrés Quiroz Juez zusammen mit seinem musikalischen Partner Jhon Rodríguez vors Mikrofon. Die beiden jungen Männer (28 und 23 Jahre) sind sich sicher, dass ihr Song große Erfolge im Radio und Clubs/Diskotheken feiern wird. Ihr musikalischer Aufruf hat Hit-Potenzial und soll Verkehrsteilnehmer weltweit, auch in nichtspanischsprachigen Ländern, nachhaltig beeinflussen.

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  1. 1
    André

    Gracias, Michael

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