Parlamentswahlen in Venezuela: Nur geringe Beteiligung an PSUV-Vorwahlen

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Präsident Nicolás Maduro kämpft mit allen Mitteln gegen seinen sich abzeichnenden Machtverlust (Foto: Archiv)
Datum: 30. Juni 2015
Uhrzeit: 16:29 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Nach Angaben der venezolanischen Regierung sollen am Sonntag (28.) 3.162.400 Wahlberechtigte an der Wahl der Kandidaten der regierenden Vereinten sozialistischen Partei (PSUV) für die Parlamentswahlen am 6. Dezember teilgenommen haben. Im südamerikanischen Land gibt es 19.487.369 Wahlberechtigte – lediglich rund 21 Prozent waren dem als „Triumph“ und „Ausdruck der politischen Teilhabe der Bevölkerung“ bezeichneten Aufruf gefolgt.

Nach wochenlangen Protesten der Opposition und zahlreichen internationalen Organisationen (Regierungen, Ex-Präsidenten) ist im südamerikanischen Land Venezuela eine Parlamentswahl für den 6. Dezember anberaumt worden. Die Wahlberechtigten werden die 165 Abgeordneten der Nationalversammlung neu wählen, die Aussichten der Opposition sind besser als je zuvor in 17 Jahren PSUV-Herrschaft. Schenkt man einer Umfrage des Instituts „Hernández Hercón“ Glauben, wird die Opposition die Wahlen haushoch gewinnen.

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  1. 1
    Manuel Neuer

    Das wichtigste bleibt hier unerwähnt: Bereits Tage vor der Wahl wurden Lehrer, Angestellte im öffentlichen Dienst etc. genötigt, zu den Wahlen zu gehen. Offen wurde gedroht, dass sie aus ihrem Amt fliegen. Ebenso waren alle Wahllokale, die ich gesehen habe, gähnend leer. Selbst diese nur 3,5 Millionen sind eine Lüge.

  2. 2
    Inge Alba

    Ja, rein rechnerisch müsste die Opposition gewinnen, nur de facto wird sie verlieren, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass sich Maduro & amigos auf dieses riskante Wahlspiel einlassen werden, da müsste man zuviel fälschen, also was bleibt? Man kann den Notstand ausrufen da subversive Kräfte die Regierung an sich reissen wollen. Man kann einen pro forma Staatsstreich inszenieren und deshalb den Notstand ausrufen. Man lässt ein paar quietsch bunt bemalte Flugzeuge über CCS. , Maracaibo, Valencia, Barcelona , Merida kreisen, man wirft über unbewohntem Gebiet ein paar Knallfrösche ab und schiebt dies alles einem Teil der Streitkräfte in die Schuhe, der andere Teil verteidigt heldenhaft die Demokratie und den Fortschritt. In einem korrupten Land kann man alles machen, wenn man einige kriminelle Energie aufbringt und seine Macht erhalten will? Was jedem afrikanischen Despoten über Jahrzehnte gelingt, sollte einem Cabello und Maduro nicht gelingen?
    Und ich fresse einen Besen wenn Maduro einigermassen geregelte Wahlen zulassen sollte und deren Ergebins anerkennen sollte. Dann vertsünde ich die Welt nicht mehr.

  3. 3
    der Sachse

    Nichts als „sich schoenreden“. Die Realitaet zu ignorieren hat keinem System was gebracht. In der Natur Wasser bahnt sich immer seinen Weg. So wird es auch hier kommen. Amen.

  4. 4
    Inge Alba

    Fragt sich nur wer das Wasser ist und wo der Weg hinführt.
    In der Natur gibt es aber auch keine schlechten oder guten Seiten, es gibt nur die Seiten.

  5. 5
    Gast

    Mit welcher Fassungslosigkeit wurden hier die Wahlausgänge der letzten Zeit kommentiert.
    Keiner dachte es geht noch blöder,wir wurden überrascht mit welchen Tricks die Leute arbeiten.
    Man sollte das auch mal Anerkennen den die zwei Rababerdiebe aus Havana haben schon die
    richtigen Instruktionen gegeben.

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