Kuba: Zahl der Einwanderer in die USA steigt um 118 Prozent

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Aktuell werden kubanische Migranten, die US-Territorium betreten, grundsätzlich als politische Flüchtlinge eingestuft (Foto: ACN)
Datum: 03. Juli 2015
Uhrzeit: 12:19 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Zahl der kubanischen Einwanderer in die Vereinigten Staaten ist nach Ankündigung des „Tauwetters“ zwischen beiden Ländern Ende 2014 stark angestiegen. Diese Tatsache resultiert vor allem auf die Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen US-Einwanderungspolitik gegenüber den Bewohner der Karibikinsel. Nach Angaben der US-Einwanderungsbehörden haben in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres (Januar bis März) 9.371 Migranten US-Territorium erreicht, eine Steigerung von 118% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2014.

Ein Großteil der kubanischen Bevölkerung geht offenbar davon aus, dass Washington im Rahmen der diplomatischen Wiederannäherung den noch aus dem Jahr 1966 stammenden „Cuban Adjustment Act“ aufgeben könnte. Aktuell werden kubanische Migranten, die US-Territorium betreten, grundsätzlich als politische Flüchtlinge eingestuft. Nach einem Mindestaufenthalt von einem Jahr in den USA kann diese Personengruppe eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen (Legal Permanent Residency, LPR). Ein Abkommen von 1994 sieht zudem die Vergabe von jährlich mindestens 20.000 US-Einwanderungsvisa für kubanische Staatsbürger vor.

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