Lateinamerika: Uruguay begrüßt Aufnahme in die Liste des Welterbes

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Industrielandschaft von Fray Bantos ist ein frühes Beispiel für die Industrialisierung der Lebensmittelherstellung (Foto: Provinzverwaltung Rio Negro / Hector Gomez)
Datum: 08. Juli 2015
Uhrzeit: 14:48 Uhr
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Autor: Redaktion
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Uruguay begrüsst die Aufnahme der Industrielandschaft von Fray Bentos in die Liste des Welterbes. Das Welterbekomitee der UNESCO hatte auf seiner 39. Tagung vom 28. Juni bis 8. Juli 2015 in Bonn insgesamt 24 Stätten neu in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu zählen in Lateinamerika die „Blue and John Crow Mountains“ auf Jamaika und in Mexiko das „Aquädukt von Padre Tembleque“. Auf der UNESCO-Liste des Welterbes stehen jetzt insgesamt 1.031 Stätten aus 163 Ländern: 802 Kulturerbestätten und 197 Naturerbestätten, 32 Stätten zählen sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe. Deutschland ist mit 40 Stätten auf der Welterbeliste vertreten.

Die Industrielandschaft von Fray Bantos ist ein frühes Beispiel für die Industrialisierung der Lebensmittelherstellung. 1863 gründete der deutsche Ingenieur Georg Christian Giebert in Fray Bentos die weltweit erste Fleischextrakt-Fabrik, die zwei Jahre später in die „Liebig’s Extract of Meat Company“ überging. Nach dem Verfahren des deutschen Chemikers Justus von Liebig und mit in England entwickelten Maschinen wurde in Fray Bentos, das über riesige Rinderherden verfügte, tonnenweise Fleischextrakt hergestellt und über den Hafen am Rio Uruguay nach Europa verschifft. 1924 wurden die Fabrikanlagen von der „Frigorífico Anglo del Uruguay S.A.“ erworben und unter diesem Namen weitergeführt.

Die Fabrik in Uruguay versorgte den globalen Markt wie auch die Armeen der beiden Weltkriege mit Fleischpasten und Corned Beef. Große Teile der Fabrik mit ihren Kühlhäusern, Werkhallen, Maschinen und Kaianlagen sind nahezu original erhalten. Der historische Industriekomplex umfasst außerdem zugehörige Landgüter und Arbeitersiedlungen. Die Geschichte der Fabrik und die damit einhergehenden technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen werden im „Museum der industriellen Revolution“ umfassend dokumentiert.

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