Venezuela: Opposition präsentiert Vorschlag zur Lösung der Wirtschaftskrise

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Henrique Capriles Radonski im Gespräch mit der Bevölkerung (Foto: Capriles)
Datum: 09. Juli 2015
Uhrzeit: 14:21 Uhr
Leserecho: 19 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das südamerikanische Land Venezuela wird von einer Wirtschaftskrise gebeutelt. Von einer Lösung des Dilemmas ist die Linksregierung weiter entfernt denn je, Präsident Maduro und sein Regierungsapparat sind von der Lage hoffnungslos überfordert. Oppositionsführer und Gouverneur des Bundesstaates Miranda, Henrique Capriles Radonski, wird der Regierung in den nächsten Tagen einen Vorschlag präsentieren, mit dem die Wirtschaftskrise gelöst werden kann.

Laut einer Mitteilung, die agência latinapress vorliegt, wurde die Initiative/Vorschlag von einer „Gruppe von Spezialisten mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet“ entwickelt. „Die Krise, die wir aktuell erleben/durchleben, ist nicht das Ergebnis einer Naturphänomens, sondern beruht ausschließlich auf eine verfehlte Politik der Regierung. Ein gescheitertes Regime hält an einem Modell fest, welches schon längst gescheitert ist. Wir sprechen von einer Inflation, die zum Jahresende 200% erreichen kann. Wir sind sehr besorgt und haben deshalb mit einer Gruppe von Ökonomen einen Vorschlag zur Lösung der Krise ausgearbeitet“, so Capriles.

Nach seinen Worten lebt die Regierung auf einem „anderen Planeten“. Nicht veröffentlichte Inflationszahlen sind die höchsten weltweit. „Sie reden von einem offiziellen Wechselkurs von 6,30 Bolivar für den US-Dollar – den Menschen in Venezuela interessiert dieser Kurs nicht. Auf dem Lande gibt es keine Medikamente, Argentinien, Brasilien, Argentinien und Uruguay schicken Hilfslieferungen. Wir müssen die Menschen dazu zu ermutigen, die Situation im Land zu verändern“, bekräftigt Capriles.

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  1. 1
    Caramba

    Blablabla….als ob sich irgendwer für den Plan interessieren würde.
    Kann Mad Burro lesen?
    Capriles, träum weiter…….

  2. 2
    Martin Bauer

    Ja was ist denn nun der Plan? Mich interessiert er schon. Auch wenn er wohl graue Theorie bleibt.

    • 2.1
      Bono

      Mich auch, aber leider interresiert es “ Adolf 2.0 “ nicht.

  3. 3
    der Reisende

    Capriles auch du lebst auf einem „anderen Planeten“ den sonst hättest du schon längst reagiert und agiert denn du bist noch ein größerer Versager wie der hirnlose Busfahrer du hattest zwei mal die Chance und was hast du daraus gemacht !!! NICHTS.
    Egal was du für ein Plan präsentieren wirst du hast beim Volk verloren den der wirkliche Lider sitzt leider im Gefängnis den du ja auch mit so viel Rat und Tat unterstützt.
    Las mal die Katze aus dem Sack und stell dein ach so tollen Plan mal vor. Der Busfahrer und seine Banditen werden sich mit Sicherheit in die Hosen machen vor lauter lachen.
    Mein Vorschlag an dich halt lieber deine Füsse still den es kann passieren das die dich einbuchten
    schneller als dir lieb ist.
    Dann wird sich mit Sicherheit gas ganze Volk für dich einsetzen genau so wie du dich um die ganzen politischen Gefangenen einsetzt.

    • 3.1
      Caramba

      „Einbuchten“…..interessant, dass Sie das erwähnen. Man muss sich schon fragen, warum er eigentlich noch rumläuft, oder?
      Also entweder hat sogar MadBurro genug Weitblick, um zu erkennen, dass er von Capriles sin bolas nix zu befürchten hat, oder……..?

  4. 4
    Inge Alba

    Enttäuschte Weltverbesserer hat Vzla. nun wirklich genug, immer nur Gift per PC Taste verbreiten ist einfach, aber nicht efektiv und schon garnicht hilfreich und schadet den eigenen Reihen. Das Forum hier kommt mir vor wie der Bundestag von rechts Aussen bis links Aussen, aber keiner davon hat die bolas wirklich etwas zu ändern. Jeder schreit nach Hilfe von Aussen oder Innen oder aus dem Weltall. Dabei ist es doch eigentlich der mündige Bürger der etwas zu verändern hätte, wer hat denn Chävez auf den Thron gesetzt? Nun sind die Bürger in der Pflicht selbst etwas zu ändern, nicht schon wieder einen Mesisas herbeireden, im Knast nutzen die schon mal garnichts. Wer glaubt eigentlich wie Leopoldo eines Tages dort heraus kommt? Also, war es nüztlich sich als Jesus Chrstus aufzuführen? Seine dümmste Entscheidung war sich freiwillig zu stellen, blauäugig und dumm und profilierungssüchtig, man kann nicht sagen dass da sehr viel Verstand im Spiel war, auch er hat den Maduro komplett falsch eingeschätzt. Die Welt verlangt den Dialog, Capriles versucht es, wenn es überhaupt nicht klappt, kann sein dass dann die AMIS eingreifen, kann sein, mehr nicht.
    Selbst euer so hochgeschätzter Superpapst hat wieder zum Dialog aufgerufen, joder, der macht sich auch vor Angst in die Hosen, hat gerade wieder den Morales beschmust, so ein paar rügende Worte lässt er dann mal los, aber im Prinzip steht er auf der Seite der Roten, sorry, eine Enttäuschung mehr für die Contras in Vzla.

    • 4.1
      Martin Bauer

      Zum Einen bewirkt es durchaus etwas, Misstände per Tastatur anzuprangern. Dies wird von vielen gelesen, die solche Informationen und Ansichten woanders nicht unbedingt finden.
      Zum Andern, und da spreche ich jetzt nur für mich persönlich, möchte ich hier nicht öffentlich ausbreiten, was ich sonst noch gegen die Zustände in Venezuela getan habe. Dies kann keine Regierung stürzen. Auch bin nicht nicht als potentieller Märtyrer nach Venezuela gekommen. Aber steter Tropfen… Und je mehr Tropfen, um so besser!

      • 4.1.1
        Inge Alba

        Gegen Missstände anprangern habe ich nicht´s, gegen Verunglimpfung schon, vorallem wenn es sich um die eigenen Reihen handelt. Natürlich ist es, nicht mit allem seiner eigenen Leute einverstanden zu sein, aber Hassreden zu schreiben ist etwas anderes. Ausserdem ist es wenig hilfreich die Opposition in so einer Lage auch noch zu spalten. Man mag Capriles mögen oder nicht, man mag Ledezma mögen oder nicht, soll ich fortfahren? Aber es sind Alle aus den
        Reihen der Opposition und nun sich einen herauspicken und anschwärzen ist ganz einfach nur dumm und gibt dem Schnurbart Aufwind, etwas mehr Inteligenz wäre angebracht.

      • 4.1.2
        Martin Bauer

        Da ist allerdings etwas Wahres dran.

  5. 5
    Caramba

    Danke für das Kompliment.
    Hier kommt noch ein einfach nur dummer Kommentar:
    Capriles sin bolas ist schlechter als kein Capriles.
    Mit seinem Gelaber von Plänen und Wahlen macht er nur den paar Leuten Hoffnung, die immer noch nicht geschnallt haben, dass sie in einer Diktatur leben.
    Das System wird keinen Plänen, keinen Wahlen und sicher nicht dem Geschwätz von Capriles weichen, das sind Verbrecher, Drogenhändler und Diktatoren.
    Jeder der das verharmlost ist entweder furchtbar naiv (oder ganz einfach nur dumm?) oder betreibt Volksverdummung.
    Nur noch ein dummer Kommentar…..

    Ach, und ich bin nicht aus den Reihen der Opposition.

    • 5.1
      Martin Bauer

      Das „dumm oder nicht dumm“ möchte ich persönlich beseite lassen. Man kann unterschiedliche Meinungen haben, wobei es Argumente für und wider mehr als nur eine geben kann. Ich meine, jede Form der Opposition ist besser als keine, so lange sie ehrlich und nicht geheuchelt ist. Jeder kann nur mit den ihm gegebenen Möglichkeiten operieren. Für das Schlimmste halte ich, gar nichts zu tun oder zu schreiben und die Dinge zu nehmen wie sie sind.

      • 5.1.1
        Caramba

        Naja, wenn ich so schöne Komplimente bekomme, bedank ich mich auch artig.

      • 5.1.2
        Martin Bauer

        Aber bitte nicht bei mir, denn die kamen nicht von mir. Auch wenn man meinen Satz „Da ist allerdings etwas Wahres dran.“ so auslegen könnte, war er so nicht gemeint.

      • 5.1.3
        Caramba

        Aber nein, hab die Komplimente doch wörtlich zitiert…..(einfach nur dumm).

  6. 6
    Marvin Scott

    Hallo Leute, habt Ihr denn einen wirklich praktikablen Vorschlag, wie man Venez Wirtschaft und das Land wieder aufrichten kann, statt Capriles und Co in die Pfanne zu hauen?

    Sicherheit (Cooperativos)? Staatshaushalt/Ausgaben (Kürzung der Wohlfahrtsausgaben?), Staatshaushalt/Einnahmen (Spritpreis, Oelpreis an befreundete Staaten?), Unabhängikeit (Rückzahlung Schulden China etc.?), Unabhängige Gerichte (Eliminieren der Roten?), Strafvollzug (Schaffung von 25 neuen Anstalten und Ausmerzung der Staaten im Staat?), Infrastruktur/Energie (Stabilisierung Stromnetz, Ausbau Strassen und Bahn?).

    Das bedeutet Verzicht auf Privilegien und viel Arbeit für das Volk. Damit kann niemand Wahlen gewinnen.

    • 6.1
      Caramba

      Das ist alles sekundär.
      Niemand in diesem Regime hat Interesse an der venezolanischen Wirtschaft, soweit die Kohle nicht in Dollars in Andorra, der Schweiz oder sonstwo auf versteckten Konten landet.
      Das primäre Problem ist diese korrupte, verbrecherische Clique wegzuräumen, und das wird nicht mit Wahlen geschehen – das sollte jedem klar sein, der die letzten beiden Wahlen beobachtet hat.
      DANACH braucht es Pläne und Lösungen für all die Probleme, die Sie sehr treffend beschrieben haben. Und ich glaube auch, das wird sehr schwer werden, das dem Volk zu verkaufen, was wiederum den Weg für zukünftige….usw.
      JETZT braucht es einen Plan, das Regime zu stürzen, denn freiwillig gehen die nie.
      Den könnte ich Ihnen schon malen, können Sie wahrscheinlich auch selber, aber da werden sich schon Venezolanos dazu aufraffen müssen.
      Es gibt ein paar Kandidaten, die evtl. den nötigen Rückhalt im Volk und im Militär hätten, aber darüber hab ich nicht genügend harte Info um auch nur zu spekulieren.

    • 6.2
      Martin Bauer

      Es wäre ein Leichtes, Venezuela in nur ganz wenigen Jahren in ein steinreiches Land mit blühender Wirtschaft, Infrastruktur, sowie Bildungs- und Gesundheitswesen von vorbildlicher Qualität zu verwandeln. Absolut realisierbare Pläne dafür habe ich seit Jahren „in der Schublade“, bei dem Investoren weitgehende Steuerfreiheit erhalten, unter der Bedingung, dass sie einen bestimmten Prozentsatz ihrer Gewinne im Land re-investieren müssen, in weitere Projekte, die dann normal besteuert werden. Dies würde ein progressives Wirtschaftswachstum bewirken, welches Vorteile einer Steueroase mit nachhaltig wachsenden Steuereinnahmen einer sozialen Markwirtschaft verbindet.

      Abgesehen von der PSUV-Bande, für die es keine Zukunft gäbe, könnten alle Gesellschaftsschichten davon profitieren. Die Reichen könnten noch reicher werden, ohne andere „auszubeuten“, der Mittelstand würde ökonomisch explodieren, die Ärmeren hätten schon für den Aufbau, nach nur kurzer Anlaufzeit, fair bezahlte Arbeitsplätze, ihrem Bildungsstand entsprechend, ihre Kinder die Chance auf finanziellen und sozialen Aufstieg durch freien Zugang zu Bildungsstätten von Weltniveau. Ja selbst Produktion und Vertrieb von Drogen, da unmöglich zu unterbinden, könnten man so kanalisieren, dass damit weiterhin gute Geschäfte gemacht werden (sofern dir Typen nicht in der PSUV waren), aber Gewalt und Terror aus den Strassen verschwänden. In Europa klappt das ja auch!

      Allein die Mineralöl Ressourcen wären Sicherheit genug, um augenblicklich an das nötige Kapital zu gelangen. Diejenigen, die gewohnt sind, dank sozial nicht zu rechtfertigender Privilegien die Masse des Volkes dumm und arm zu halten, müssten und würden wohl auch irgendwann begreifen, dass ein gebildetes Volk mit gut gefülltem Bankkonto sowohl die wertvolleren, weil produktiveren, Arbeitnehmer bietet, als auch die wertvolleren, weil kaufkräftigeren, Kunden. Aber dazu wird man nicht gerade wenigen eine Holzhammertherapie verpassen müssen, bis das in die arroganten Dickschädel von quasi Sklavenhaltern reingeht…

      Einzige Voraussetzung wäre ein langfristig stabiles Investitionsklima mit frei konvertierbarer Währung, unter einer demokratischen Regierung, in der allgemeine Korruption sowie Kompetenzbereich des Militärs mittel- bis nordeuropäischen Standards entspräche, sowie weitgehend freie Hand für Wirtschaftsexperten, die sich einem solchen Konzept verpflichten. Und genau dort liegt das Problem. Jeder halbwegs kompetente Oppositionspolitiker, mit dem ich darüber gesprochen habe, hatte sofort den Gedanken, begrenzt auf sein lokales Umfeld etwas Ähnliches zu starten, mit ihm und seiner Sippe als die einzigen, die Kasse machen. Und redet man mit Arbeitern oder Arbeitslosen über ein kooperatives Projekt, dass ihnen sofortige Einnahmen mit Aussicht auf zukünftige Selbstständigkeit bieten würde, muss man rasch erkennen, dass nicht wenige davon mit ihnen überlassenem Arbeitsgerät davon rennen und es verkaufen würden. Auf Nimmerwiedersehen.

      Das alles passierte vor einigen Jahren. Die roten Verbrecher sind noch immer an der Macht. Und ich bin um die Erfahrung reicher, dass mit der Mentalität und Geschäftskultur, die man in Venezuela bestenfalls finden kann, das Land aus seinen mittelalterlichen Strukturen nicht herauskommen wird. Nur kollektive Gehirnwäsche oder Austausch der Bevölkerung könnte da helfen. Meine venezolanische Familie und ich sehen unsere Zukunft längst nicht mehr in diesem Land. Auch nicht bei einem plötzlichen Fall der Drogen-Kommunisten in Miraflores. Wir wollen uns auf gelegentliche Besuche beschränken, solange dies noch möglich ist.

      • 6.2.1
        anaconda

        Lange Rede,kurzer Sinn.Leider ist es so , wie sie sagen.Hier stehen wir vor dem Hauptproblem und das ist kulturell ,nicht mal sehr politisch.Die Mentalität und Kultur des Vivo Pendejo ist in den Genen der meisten Venezolaner so tief verankert,dass machbare positive Veränderungen schwer in die Praxis umzusetzen sind.Die einzige Lösung,eine ganze Bevölkerung auszutauschen sind ja leider nicht machbar.Und durch Erziehung ein Umdenken einzuleiten ist ein sehr langsamer Prozess.In 30 Jahren im Land habe ich so gut wie keine Veränderung bei den Menschen festgestellt.Man fährt immer wieder auf den gleichen Schienen im Kreis.Traurig aber Tatsache.Somit sind viele theoretischen Projekte von vorne herein zum scheitern verurteilt.Ich wünschte mir, mich darin zu täuschen.

  7. 7
    Amiguita

    Capriles macht seine Arbeit al Gouverneur. Er geht zu den Leuten, auch zu Chavistas. Ledezma hat das ähnlich gemacht, bis sie ihn eingesperrt haben. Capriles weiss dass er niemandem helfen kann, wenn er im Knast sitzt. Nur mit Demos kann man das Regime auch nicht stürzen. Die Parlamentswahlen sind für die Chavistas nicht mehr zu gewinnen, das wissen sie auch. Deshalb befürchte ich, dass sie noch abgesagt werden.
    Der Druck von aussen nimmt aber zu, das hat sich verändert.
    Wenn Maduro jetzt noch Polar enteignet, dann plazt der Kessel, auch ohne Wahlen.

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