Venezuela: Berichte über plündernde Bevölkerung nehmen zu

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Nutzer sozialer Netzwerke berichten über Plünderung eines Lkw in Venezuela (Fotos: Twitter/aeggatite)
Datum: 13. Juli 2015
Uhrzeit: 13:01 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela sind Mangelwirtschaft und Inflation nichts Neues. Seit dem Verfall des Ölpreises auf den internationalen Märkten hat sich die Lage allerdings nochmals verschärft und führt dazu, dass die Wirtschaftskrise im sozialistischen Staat von Tag zu Tag schlimmer wird. Das Links-Regime hat in den letzten Wochen mehrfach versucht, Webseiten von regierungskritischen Bloggern zu schließen. Da es keine offiziellen Berichte über das Chaos im Land gibt, schießen diese Mikroblogging-Webseiten wie Pilze aus dem Boden. Jede Woche werden auf „WhatsApp“, „YouTube“ oder „Facebook“ unzählige Videos veröffentlicht, die plündernde Menschen in einem Supermarkt oder vor einem Lastwagen zeigen und kurz darauf bei internationalen Agenturen landen.

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Die Menge von digitalem Video- oder Filmmaterial macht es schwierig, Ursprung, Datum und Ort dieser Videos zu verifizieren. Laut der Webseite “Dólar Today”, ein Online-Portal, das Informationen über den inoffiziellen Dollar-Wechselkurs in Venezuela bekannt gibt, entspricht ein Großteil des veröffentlichten Materials der Realität. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts „Datanalisis“ ist für die Venezolaner Nahrungsmittelknappheit das größte Problem, gefolgt von Inflation und Kriminalität. Die Menschen, vor allem aus den mittleren und unteren Schichten, stehen täglich stundenlang für Lebensmittel und andere grundlegende Produkte wie Reinigungsmittel, Öl und Toilettenpapier an. „Ein Grund dafür, dass immer mehr Menschen von der Realität im Land berichten, ist der Mangel an zuverlässigen Informationen sowohl von der Regierung als auch von der Opposition“, erklärt Medienforscher Andres Cañizares

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Kommentarbereich

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  1. 1
    der Sachse

    Das ist der ShowDown. Das sind diese „Art von sozialen Spannungen“ die ich vorausgesagt und befuerchtet habe. Das ist die Spitze vom Eisberg, da kommt noch mehr auf uns zu.

  2. 2
    Inge Alba

    Ja, da mögen sie Recht haben, denn leider wird die Wut nicht an jenen ausgelassen die die Verantwortung dafür tragen, sondern an dem nächst Schwächeren. Bald werden die camiones mit Polizei oder Militäreskorte fahren müssen. Da wird dann 2/3 der Ware wieder abgezweigt um auf dem Schwarzmarkt ein Geschäft zu machen. Wie gesagt, ein Verbrechersyndikat jagt dem anderen die Beute ab. Wer sollte da noch für Ordnung sorgen können?

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