Ecuador: Exotik, Rekorde und Superlative – Vogelbeobachtung in Quito

kolibri

Seine Schönheit und sein besonderes Flugverhalten machen den Kolibri zu etwas ganz Besonderem (Foto: Quito Turismo)
Datum: 14. Juli 2015
Uhrzeit: 13:15 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Wer nach Ecuador reist, sollte unbedingt etwas Zeit einplanen, um die gefiederten Bewohner des Andenlandes näher kennen zu lernen. Das südamerikanische Land beherbergt die weltweit größte Vielfalt an Vogelarten, 1.640 der insgesamt 9.702 registrierten Spezies, das sind 17%, leben hier und machen Ecuador sowie seine Hauptstadt Quito zu einem wahren Paradies für Ornithologen und Vogelliebhaber. Ein Liebling aller Birdwatcher ist zweifelsfrei der Kolibri. 132 Spezies, fast die Hälfte aller Kolibri-Arten der Welt, sind in der Republik im Nordwesten Südamerikas zwischen Kolumbien und Peru zuhause. Seine Schönheit und sein besonderes Flugverhalten machen den Kolibri zu etwas ganz Besonderem – und zu einem beliebten Foto-Motiv. Die kleinsten Kolibri-Arten sind nur fünf Zentimeter lang.

Mindo: Knapp zwei Autostunden im Nordwesten von Quito liegt das Nebelwaldgebiet Mindo mit seiner beachtlichen Vielfalt an Vogelarten. Seit Jahren gilt die Region unter Ornithologen als eines der besten Gebiete für Vogelbeobachtung des Landes. Im Naturschutzgebiet Mindo-Nambillo können um die 500 Vogelarten in ihrem natürlichen Habitat bestaunt werden.

Orchideenreservat El Pahuma: Das nur eine Stunde von Quito entfernte Naturreservat zeichnet sich durch seine Dichte an Pflanzenarten, darunter Bromelien, Moose, Farnen und über 270 Orchideenarten, aus. Auch hier leben ungefähr 500 Vogelarten.

Ökologisches Reservat Antisana: Das Reservat mit seinen 120.000 Hektar liegt 50 Kilometer von Quito entfernt und beherbergt eine Vielzahl an Ökosystemen sowie die höchste Dichte an andinem Waldbestand in Ecuador. Das Reservat ist gleichzeitig Lebensraum einer der größten und einer der kleinsten Vogelarten der Welt: hier tummeln sich Andenkondore und Kolibris.
Auch andere Arten wie der Schwarzkopfibis, die Andenmöwe, die Hochlandente, die Schwarzflügeltauben oder der Schwarzkopfzeisig sind hier zu finden. Im äußersten Südosten erstreckt sich die Guacamayos-Kordillere, wo die Vogelarten der Anden und des Amazonas aufeinandertreffen.

Bellavista Nebelwald: Weniger als zwei Stunden von Quito entfernt und in der Nähe von Mindo liegt der hochgelegene Teil des berühmten Tandayapa-Tales, das 1997 durch „Birdlife International“ als erstes Gebiet von ornithologischer Bedeutung in Südamerika ausgezeichnet wurde. Auf über 700 Hektar leben mehr als 330 Vogelarten, darunter allein zehn verschiedene Kolibris.

Parque Metropolitano del Sur: Mit 672 Hektar einer der größten Parks in Quito und grüne Lunge der Stadt. Im Südosten der Hauptstadt gelegen bietet der Park eine große Vielfalt an Flora und Fauna mit einigen nativen Arten.

Naturgebiet Pachijal: Ein Gebiet mit Überresten von Feuchtwäldern auf über 15.000 Hektar im Nordosten des Stadtgebiets. Pachijal ist nicht nur ein biologisches Schutzgebiet sondern auch ein wichtiger Wasserspeicher, der schon vor Jahrtausenden zu diesem Zweck genutzt wurde. Hier leben 115 Vogelarten, 42 Säugetierarten, 17 Amphibienarten und 13 Reptilienarten.

Quito auf der British Birdwatching Fair 2015
Um der Welt sein einmaliges ornithologisches Angebot zu präsentieren, nimmt Quito auch dieses Jahr an der British Birdwatching Fair, der wichtigsten ornithologischen Fachmesse Europas, teil. Die Messe findet vom 21. bis 23. August in Rutland, Großbritannien statt. Quito ist gemeinsam mit anderen Vertretern aus Ecuador in der Marquée 5 an Stand 29 zu finden.

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  1. 1
    HCF

    Die Bildunterschrift ist mit Sicherheit falsch, dies ist KEIN Kolibri. Sieht eher aus wie ein Vertreter der Familie Thraupidae (Tanager).

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