Parlamentswahlen in Venezuela: Links-Regime geht weiter gegen Opposition vor

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Henrique Capriles, Führer des Oppositionsbündnisses "Tisch der Demokratischen Einheit" (Foto: Capriles)
Datum: 24. Juli 2015
Uhrzeit: 14:14 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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In Venezuela stehen am 6. Dezember Parlamentswahlen an. Die Wahlberechtigten werden die 165 Abgeordneten der Nationalversammlung neu wählen, die Aussichten der Opposition sind besser als je zuvor in 17 Jahren PSUV-Herrschaft. Schenkt man einer Umfrage des Instituts „Hernández Hercón“ Glauben, wird die Opposition die Wahlen haushoch gewinnen. Das Links-Regime und der von Chavistas beherrschte Nationale Wahlrat (CNE) haben bereits auf die sich abzeichnende Niederlage reagiert und beginnen im Vorfeld der Wahlen mit parteipolitischen Scharmützel. Nachdem mit Leopoldo López (seit Februar 2014 ohne Gerichtsurteil in Haft) und den Bürgermeistern Enzo Scarano und Antonio José Ledezma Díaz bereits drei der prominentesten und aussichtsreichsten Vertreter der Opposition aus dem Verkehr gezogen wurden, wurde vor wenigen Tagen der im Parlament bereits verprügelten Oppositionspolitikerin María Corina Machado die Ausübung „jedes politischen Amtes für die kommenden zwölf Monate“ untersagt.

Nun ist Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski einmal mehr zum Sündenbock erklärt worden. „Der Gouverneur von Miranda ist Koordinator der paramilitärischen Gruppen im Bundesstaat Miranda. Wenn ich dies sage, dann weiß ich was ich sage. Ich hoffe, dass die im Gang befindlichen Ermittlungen bald Ergebnisse bringen“, so Maduro während einer aus dem Präsidentenpalast übertragenen Rede. „Venezuela ist ein Opfer des Paramilitarismus, der von rechtsgerichteten kolumbianischen Gruppen im Land ausgeht. Mit Drogen und Gewalt versuchen sie die Bolivarische Revolution zu zerstören“, bekräftigte das Staatsoberhaupt.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Inge Alba

    Zehn kleine Negerlein die gingen in den Wald, ………….. , neun kamen raus, neun kleine Negerlein die gingen in den Wald, ….., acht kamen wieder raus, ….

    In Kürze wird es keine kleinen Negerlein mehr geben, schade, dann ist das Lied zu Ende.
    Was wird dann sein, nicht´s, nur Stille?
    Mal sehen ob es überhaupt noch zu diesen Wahlen kommt.

  2. 2
    Martin Bauer

    „Wenn ich dies sage, dann weiß ich was ich sage.“
    Dieses völlig verbxxxxxxxxxxx weiss ja nicht mal, in welchem Land es geboren wurde.

    • 2.1
      Bono

      Ich frage mich auch warum dieser Trottel immer so über seine Landsleute schimpft.

  3. 3
    der Reisende

    el 6 de diciembre no hay elecciones parlamentarias !
    porque———- Maduro quiere decretar un Estado de Excepción

  4. 4
    der Sachse

    Mad-Burro und seine Komplizen, im Auftrag der CBrueder, werden alle Hebel in Bewegung setzen, das die Wahl am 06.12. nicht stattfindet. Vielleicht werden die Amis und die Castros doch noch ¨Brueder im Geiste¨ und beide stellen fest, das Mad-Burro von der Bildflaeche verschwinden muss. Wenn Mad-Burro doch ¨gewinnen¨sollte, wird Venezuela sich wie in einem Endzeitfilm entwickeln. Das ist eine Bombe, die fuer die Castros *Suedamerika* und den Amis gefaehrlich werden wird.

    • 4.1
      Caramba

      Sie mögen es vielleicht schon gewöhnt sein, aber von hier aus (D) gesehen IST Venezuela bereits ein Endzeitfilm.
      5 Stunden Schlange für Milch? Schiessereien in der Schlange?
      Leute, die für ein Paar Nikes erschossen weden?
      Lebensmittel-Laster, die überfallen werden?
      Eine Regierung, die pro Woche 5 Tonnen Cocain exportiert?
      Ein Diktator, der zu blöde ist, sich die Schuhe zu binden und im Trainingsanzug den Hitlergruss macht?
      Vzla mag wohl noch nicht am tiefsten Punkt sein, aber in einem üblen B-Movie Endzeitfilm sind sie schon……

      • 4.1.1
        Martin Bauer

        Ich bin ja inzwischen auch die meiste Zeit in Deutschland, so auch jetzt, mit Frau und Kindern. Meine Familie hat noch mehr Horror davor, nach Venezuela zu fliegen. Es gibt dort heute kaum noch etwas, was das Leben lebenswert macht. Schon abends mal ein Bier trinken oder gar ins Restauant zu gehen, gestaltet sich als schwierig bis unmöglich. Von den Taxis fahren bei Dunkelheit kaum noch welche. Kaum einer meiner Freunde kann die Preise noch zahlen, wenn es denn überhaupt etwas zu kaufen gibt. Lokale sind tot und leer oder geschlossen. Viva la Revolución, hasta todos los descraciados Chavistas se van al caracho!

  5. 5
    gringo

    Es wird Wahlen geben- mit einer Einheitsliste-
    alle übrigen möglichen Kandidaten können nicht antreten, weil
    sie zumindest im Knast sitzen.

  6. 6
    Gast

    Sind ja noch 5.Monate Zeit damit sich diese Verbrecherbande im Miraflores ne neue Taktik
    ausdenkt. Mit dem Sperren der Oposition für 1.Jahr fallen schon etliche weg,die anderen
    werden auf der Flucht erschossen,oder fallen Malandros anheim.

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