Korruptionsskandal in Brasilien: Bestechungsgelder über Bankkonten aus der Schweiz abgewickelt

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Odebrecht bleibt weiter in Haft (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 24. Juli 2015
Uhrzeit: 18:04 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Untersuchungen der brasilianischen Staatsanwaltschaft gegen den Baukonzern „Odebrecht“ haben zu neuen Erkenntnissen geführt. Am Freitag (24.) gab Bundesrichter Sergio Moro bekannt, dass das Unternehmen über sechs Übersee-Bankkonten in der Schweiz Bestechungsgelder an ehemalige Top-Manager des halbstaatlichen Ölkonzerns „Petrobras“ getätigt hat. Eine Pressekonferenz ist für Freitag, 18:30 Uhr GMT, geplant. Moro rechtfertigte mit seiner Aussage eine weiter andauernde Inhaftierung gegen den Präsidenten des Bauunternehmens Marcelo Odebrecht und vier weitere Führungskräfte. Nach brasilianischem Gesetz muss nach 35 Tagen Untersuchungshaft ein neuen Haftanberaumungstermin eingeräumt werden. Berichten lokaler Medien soll gegen Marcelo Odebrecht formell Anklage erhoben werden.

Im Korruptionsskandal um den halbstaatlichen brasilianischen Ölkonzern Petrobras untersucht die brasilianische Staatsanwaltschaft eine mögliche Verwicklung von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (2003-2010). „Wir haben gegen ihn eine Untersuchung wegen einer möglichen Bestechung bei ausländischen Bauprojekten (Kuba, Dominikanische Republik, Venezuela, Ghana und Angola) zugunsten des Unternehmens Odebrecht eingeleitet“, gab ein Pressesprecher der Bundesstaatsanwaltschaft (MPF) in Brasília am Donnerstagnachmittag (16.) Ortszeit bekannt. Demnach verfügen die ermittelnden Staatsanwälte über genügend Beweise, die eine Ermittlung rechtfertigen.

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