Soziale Massenproteste in Bolivien: „Maske von Lügen“ fällt

potosi

Potosí iegt am Fuß des Berges Cerro Rico (Fotos: COMCIPO-UNESCO/A. Sandoval Ruiz)
Datum: 29. Juli 2015
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Zehntausende von Menschen sind am Dienstagnachmittag (28.) Ortszeit durch die Straße von Potosi (Stadt im Südwesten Boliviens) gezogen und haben mehr soziale Rechte und die Entwicklung der Region eingefordert. Unter dem Motto „Marsch für Würde und Gerechtigkeit“ befürworteten die Führer des Bürgerausschusses „Comité Cívico Potosinista“ (Comcipo) und Tausende von Bürgern aller Altersgruppen und sozialen Schichten den Generalstreik, der für 23 Tage erklärt wurde. Gleichzeitig forderten die Demonstranten eine Antwort auf „die Forderungen des Volkes“ durch die Regierung. Nach Angaben der Autonomen Universität „Tomás Frías“ nahmen etwa 180.000 Menschen an den Protesten gegen die Links-Regierung von Präsident Evo Morales teil.

marsch

„Die Regierung lässt nach und nach die Maske von Lügen fallen“, erklärte Emilio Elías, Generalsekretär von „Comcipo“. Gesundheitsversorgung und Bildung sind zwei der Hauptprobleme, welche die Menschen in der Region beschäftigt. Unzureichenden Kapazitäten der Krankenhäuser und fehlende und mangelhafte Infrastruktur führen dazu, dass die Menschen in der Region zu den den Ärmsten von ganz Bolivien zählen. Nach Berichten lokaler Medien leben von der Gesamtbevölkerung (828.093) mehr als 57% (479.451) in Armut.

Tausende von Demonstranten haben den Zugang zur Stadt blockiert. In Potosí soll es fast kein Benzin, Lebensmittel und Geld (Banken) geben. Viele Argentinier, die anlässlich des Papst-Besuches vor wenigen Wochen nach Bolivien gereist waren, konnten die Stadt mehrere Tage nicht verlassen und wurden mit zahlreichen ausländischen Touristen mit Bussen evakuiert. Augenzeugen berichten von Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstranten, mehrere Verletzte wurden demnach in Krankenhäuser eingeliefert.

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  1. 1
    paulo

    wieder einmal mehr kann man sehen wie eine linke bande unter dem deckmantel des sozialismus das ganze volk aushungert. man darf getrost sagen, dass nicht eine einzige linke regierung dem volk vorteile bringt, ausser für sich selber. bolivien, venezuela, argentinien, brasilien, ecuador und nicaragua…………. alles lug und betrug am volk. das resultat kann man am besten in venezuela verfolgen, wo die kaufkraft des minimallohnes inner 15 jahren von ca.200 us$ auf sage und schreibe 11 us$ abgesackt ist. das muss man sich mal vorstellen fast 95% kaufkraftverlust. auf diese weise müssen die grundnahrungsmittel und produkte des grundbedarfes hoch subventioniert werden, sonst würde das volk ja rebellieren.
    anders herum hat regierung das ganze volk im sack und kann macheen was sie will.

    und das volk lässt es zu ?

    • 1.1
      Bono

      Leider hast du absolut Recht.

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