Lateinamerika: Erneut Todesopfer bei Plünderungen in Venezuela

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In den letzten Tagen kam es in Venezuela vermehrt zu Plünderung (Foto: Twitter)
Datum: 31. Juli 2015
Uhrzeit: 22:06 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Einheimische haben am Freitag (31.) in San Félix (Guayana im venezolanischen Bundesstaat Bolívar) ein Lebensmittellager geplündert. Nach Angaben mehrerer Augenzeugen soll inmitten des Getümmels der 21-jährige Gustavo Patiñez von einem Beamten der Nationalgarde erschossen worden sein, mindestens 60 Personen wurden festgenommen. Zahlreiche Nutzer sozialer Netzwerke berichten, dass die Bevölkerung in der Region an Nahrungsmittelknappheit leidet. Gouverneur Francisco Rangel Gómez bestreitet dies. „Das war kein spontaner Akt von Menschen, die an Hunger leiden sondern ein geplanter Akt, der für politische Zwecke missbraucht werden soll. In einem Wahljahr kann das passieren – die Außenseiter nutzen jede Chance“, so der Chavista in einem Interview mit einer lokalen Zeitung.

mord

In den letzten Tagen kam es in Venezuela vermehrt zu Plünderung von Lastkraftwagen und Lebensmittel-Lagern. Zwei Tote und drei zum Teil lebensgefährlich Verletzte waren das Ergebnis einer Schießerei in einer Warteschlange vor dem Eingang eines Supermarktes im venezolanischen Bundesstaat Bolívar. Nach Berichten lokaler Medien wurde ein Polizist festgenommen, er soll laut Augenzeugen „wie ein Verrückter“ in die Menschenmenge gefeuert haben.

Wie verzweifelt die Bevölkerung ist, zeigt ebenfalls ein Vorfall in Barrancas del Orinoco im Bundesstaat Monegas. Dort überfiel am Mittwoch (29.) eine Gruppe von etwa 500 Menschen ein Lager/Sammelstelle der staatlichen Pdval-Supermarktkette und plünderte die in den frühen Morgenstunden angelieferten Produkte wie Weizenmehl, Maismehl, Reis und Teigwaren. In den ideologischen Werbesendern der Regierung wird darüber nicht berichtet, Programmacher von TeleSUR sind lediglich darum bemüht, die Weltsicht der Regierung zu verbreiten.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    der Sachse

    Bezeichnend wie der Gouverneur Francisco Rangel Gómez die Realitaet ignoriert und auch von der Oposition als Aussenseiter spricht. Was die Wahle betrifft, ist was im Busch – Wahlbetrug aller erster Guete. Der Toto wird von diesem „Heinz“ politisch missbraucht. Hoffenetlich aendert sich hier Einiges hasta pronto.

  2. 2
    Malte

    Es ist kein Zufall, dass in La Linea die brasilianischen Grenztruppen aufgestockt wurden. Das wird noch eine Massenflucht geben!!!!

  3. 3
    Herbert Merkelbach

    Man könnte annehmen, dass dieser Halunkenbande so langsam die Kontrolle über das Land entgleitet.

  4. DIE HABEN KONTROLLE,ES WIRD NOCH VIEL SCHLIMMER WERDEN,ES WIRD EINFACH GESCOSSEN,,,,,,,,,,,,,,WER SOLL SIE DARAN HINDERN?HIER FEHLT ES OBEN IN DENN KOEPFEN,DIE OPOSION,LACHHAFT

  5. 5
    Dr. Frans van den Horst

    Die Menschen waren wütend. Sie merkten, dass es dem König nicht um ihr Wohl ging. Er wollte nur seine Macht und sein luxuriöses Leben erhalten. Der Zeitpunkt war gekommen: Das Volk ließ sich nicht länger für dumm verkaufen. Es lehnte sich gegen Ludwig auf und stürmten das Staatsgefängnis, die Bastille.

    Geschichte wiederholt sich nicht? Mal abwarten in Venezuela

  6. 6
    Romero Nerio

    Wir schreiben das Jahr 2015!!!!! Diese linke Mischpoke hat das Land in die Steinzeit zurück katapultiert. Venezuelas Analphabeten sollten langsam aufwachen und das rote Pack in das karibische Meer treten.

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