Lateinamerika: Plünderungen in Venezuela aus der Sicht von Präsident Maduro – Update

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Zunehmender Vandalismus in Apotheken und Supermärkten (Foto: Twitter)
Datum: 04. August 2015
Uhrzeit: 11:40 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Angesichts hoher Inflation und wirtschaftlicher Krise nehmen Plünderungen und Proteste der Bevölkerung in Venezuela zu. Die Nichtregierungsorganisation „Institut zur Überwachung sozialer Konflikte“ (Observatorio Venezolano de Conflictividad Social) warnte vor den Folgen des Mangels an Nahrungsmitteln, Medikamenten und Hygieneprodukten. Die NGO berichtet von zunehmenden Vandalismus in Apotheken und Supermärkten, alleine in diesem Jahr gab es bereits 132 Berichte über Plünderungen und 2.836 Protestkundgebungen in verschiedenen Teilen des Landes (50% Anstieg der Arbeitsproteste).

Der Koordinator der venezolanischen Beobachtungsstelle für soziale Konflikte, Marco Antonio Ponce, wies darauf hin, dass die meisten der Proteste friedlich verlaufen. Den Anstieg hinsichtlich der Verwüstung von Geschäften, Apotheken und Supermärkten bezeichnete er als alarmierend und warnte vor einem sozialen Sturm. Die Zahl der Proteste der Bevölkerung lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres (16 pro Tag) höher als während des gleichen Zeitraums der Jahre 2011, 2012 und 2013.

Update

Laut Präsident Nicolás Maduro ist eine Verschwörung der USA Schuld für den Überfall auf einen Supermarkt am vergangenen Wochenende. Dabei war laut übereinstimmenden Berichten zahlreicher Augenzeugen ein 21-jähriger Mann von einem Soldaten der Nationalgarde erschossen worden.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Inge Alba

    Diese Proteste werden wohl kaum sinken, sondern zunehmen, kann man auch nur hoffen.
    Ich hoffe sehr, dass sich die Bevölkerung endlich mal so richtig Luft macht, mal so richtig zurück schlägt. Manche behaupten, dass Maduro in seinem gernzenlosen Fanatismus die Worte des grossen Gelehrten und seiner Vaterfigur „Chávez“ umzusetzen, ein Paralellstaat zu Nord Korea errichten wird, er keine andere Möglichkeit sieht als so zu handeln wie er handelt. In seiner Verzweiflung auch leerstehende Wohnungen als Erfolg ansehen wird, Hauptsache, er hat das Ziel von Chávez erreicht, dieses Millionenprojekt, diese Sozialwohnungen zu realisieren, egal wer sie dann hinterher gegen Unsummen wieder weitervermietet, ein weiteren Baustein der Korruption eben, wie so vieles in diesem Land.
    Ein Regierungschef im Irrsinn, ein Parlament als Speichellecker und aprovechadores, ein Volk teils auch aprovechadores der Rest verängstigt oder auch teilweise ganz einfach nur dumm.

  2. 2
    El_venezolano

    Läuft doch Bestens. Wird nicht mehr lange dauern, dann ruft Maduro den Ausnahmezustand aus……………..Ergo finden keine Parlamentswahlen statt.

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