Lava Jato: Peru arbeitet mit Brasilien zusammen

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"Petrolão"-Korruptionsskandal erschüttert ganz Lateinamerika (Foto: Screenshot TV)
Datum: 05. August 2015
Uhrzeit: 15:25 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die Generalstaatsanwaltschaften von Peru und Brasilien haben eine Zusammenarbeit bei den Ermittlungen um angebliche Zahlungen von Bestechungsgeldern an brasilianische Unternehmen vereinbart. Dabei geht es um den Bau eines Teilabschnitss der Transoceánica und der Wasseraufbereitungsanlage Huachipa. An den Projekten war der brasilianische Baukonzern „Camargo Correa“ beteiligt, Presseberichten zufolge hat die brasilianische Bundespolizei Dokumente über angeblich rechtswidrige Zahlungen an ehemalige Führungskräfte des Unternehmens erhalten. Im Rahmen der Ermittlungen sollen ehemalige Beamte und Minister für Verkehr und Wohnungswesen während der Regierungszeit von Alejandro Toledo (28. Juli 2001 bis zum 28. Juli 2006) und Alan García (Staatspräsident von 1985 bis 1990 und von 2006 bis 2011) vernommen werden.

Der Korruptionsskandal im größten Land Lateinamerikas bringt die Regierung immer mehr in Bedrängnis. Ein Großteil der brasilianischen Bevölkerung glaubt, dass höchste Regierungskreise in das Techtelmechtel verwickelt und kräftig abkassiert haben. Es gilt als sicher, dass in den letzten zehn Jahren eine Menge von mehreren Milliarden US-Dollar umgeleitet wurde. Mehr als 50 Senatoren und Abgeordnete wurden bereits festgenommen. Bereits am Freitag (17. April) hatte Eduardo Hermelino Leite, Vize-Präsident des Mischkonzerns „Grupo Camargo Corrêa“ gestanden, zwischen 2007 und 2012 Bestechungsgelder in Höhe von über 36 Millionen US-Dollar an Petrobras gezahlt zu haben. Leite war bereits im November letzten Jahres wegen seiner angeblichen Verwicklung in den Korruptionsumpf rund um den Konzern Petrobras festgenommen und nach Zusammenarbeit mit der Justiz freigelassen worden.

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  1. 1
    Wolfgang Bartels

    Der Korruptionssumpf der PT ist ein Fass ohne Boden.
    Brasilien wurde und wird ausgeschlachtet bis zum letzten Wertgegenstand,
    Banco do Brasil wurde verhoekert, Flughaefen, Haefen, Bundesstrassen und Foerderrechte des Presal fanden schon Kaeufer. Komischerweise aendert sich nichts in der Situation der Bevoelkerung. Lula soll Minister werden, was ihn vor Anklagen und Verurteilungen schuetzt. Amtstraeger sind ja geschuetzt. Diejenigen die Bestechungsgelder zahlen werden verurteilt, diejenigen die sie verlangten sitzen sicher in der Regierung.
    In Brasilien ist halt das ganze Jahr Nikolaustag
    ´´Die Grossen laesst er laufen, die koennen sich was kaufen´´

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