Venezuela und Mexiko: Größte Goldreserven in Lateinamerika

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In Lateinamerika bunkert Venezuela mit 361 Tonnen das meiste Edelmetall (Foto: Archiv)
Datum: 11. August 2015
Uhrzeit: 13:29 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der Zweck nationaler Goldreserven bestand früher zumeist in der Deckung von Währungen durch den Goldstandard. Heute wird Gold als nationale Reserve für Krisenzeiten sowie als Risikoausgleich zu Schwankungen des US-Dollar aufbewahrt. Zudem bedeutet ein hoher Goldbestand auch hohe Unabhängigkeit, da Gold jederzeit als Zahlungsmittel dienen kann. Der aktuelle Goldpreis wird heute traditionell zweimal täglich am London Bullion Markt auf ein Kursniveau fixiert und liegt aktuell bei 32.418,09 Euro pro Kilogramm. Laut einem aktuellen Bericht der „World Gold Council“, einer globalen Lobby-Organisation der Goldminenindustrie, verfügen die USA mit 8.133,5 Tonnen über die weltweit höchsten Goldreserven (73,7% ihrer Währungsreserven). Dahinter folgt Deutschland mit 3.381 Tonnen (67,6%). Weltweit betragen die Goldreserven 31.956 Tonnen.

In Lateinamerika bunkert Venezuela mit 361 Tonnen das meiste Edelmetall (68% seiner Währungsreserven), gefolgt von Mexiko (122,2 Tonnen/2,4% seiner Reserven), Brasilien (67,2 Tonnen/0,7% ), Argentinien (61,7 Tonnen/6,9%), Bolivien (42,5 Tonnen/10,9%), Peru (34,7 Tonnen/2,2%), Ecuador (11,8 Tonnen/9,4%), Kolumbien (10,4 Tonnen/0,8%), Paraguay (8,2 Tonnen/4,5%), Guatemala (6,9 Tonnen/3,4%), Trinidad und Tobago (1,9 Tonnen/1,6%) und Haiti 1,8 Tonnen/3,5%.

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  1. 1
    fideldödeldumm

    Venezuela??? Wer‘ s glaubt wird selig, wer Kartoffeln isst, wird mehlig.

    Wobei ich auch den deutschen Zahlen nicht glaube.

  2. 2
    Martin Bauer

    Nationalbanken und Grossbanken vieler Länder praktizieren das mehr als fragwürdige Verleasen ihrer Goldbestände. Dabei können Leasingnehmer nach Belieben über das Gold verfügen, was sie in der Regel auch tun. Der Leasinggeber besitzt demnach das Gold gar nicht mehr, welches ihn de-jure gehört und er inseinen Büchern ausweisst. Deshalb gehört zu den bestgehüteten Geheimnissen der Welt, wer auf der Welt wie viel Gold tatsächlich physisch besitzt. Keine Grossbank, keine Nationalbank gewährt wem auch immer Zutritt zu ihren Goldtresoren, zwecks einer Revision. Gerade bei den USA und Deutschland gehen Experten davon aus, dass ihre physisch vorzeigbaren Goldbestände nahe Null liegen.

    Viele Privatanleger sind so blöd, sich bei Wertanlagen in Gold von ihrer Bank ganz plump betrügen zu lassen. Der Kunde kauft bei seiner Hausbank Goldbarren oder -münzen. Die Bank vermietet ihm für teures Geld ein Depot und täuscht ihm vor, „sein“ Gold läge darin. In Realität macht die Bank mit dem Gold der Kunden, was sie will, also weiter verkaufen oder verleasen. Das „Depot“ des Kunden ist leer. Dieser hat lediglich das Versprechen der Bank, in Schriftform, dass sie sein Gold für ihn aufbewahrt und ihm auf Verlangen aushändigt. Wenn jedoch alle Kunden ihr Gold gleichzeitig von der Bank abholen wollten, wäre diese aufgeschmissen. Dieses Praxis ist einwandfrei kriminell. Jeder Normalbürger oder gar ordentliche Kaufmann würde dafür entsprechend bestraft.

    Wer also Gold kauft, sollte sich dieses von von seiner Bank aushändigen lassen und die Depotgebühren sparen. Notfalls kann er zur Aufbewahrung ein Schließfach mieten. Das ist auch nicht teurer. Dafür aber besitzt er dann sein Gold auch wirklich, und es schwirrt nicht unbeaufsichtigt im Ungewissen herum.

    Im Falle von Venezuela könnte ich mir vorstellen, dass die PSUV-Bande vielleicht mehr Gold hortet, als die Nationalbanken der USA und Deutschland zusammen. Nur WO…?

  3. 3
    Ferdinand Freund

    Fraglich ist hier richtigerweise, wie lange Venezuela seine Goldbestände noch hat. Ein Teil davon gehört aktuell schon der Citibank. http://www.goldpreis.de/News/Venezuelas+Gold-Swap+Vorbild+f%C3%BCr+andere+Staaten%3F_nid_713

    Weitere Leasinggeschäfte werden folgen. Andere Werte besitzt Venezuela aktuell nicht bzw. sind nicht sofort verfügbar.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Interessantes Link! Vielen Dank! Der Artikel blässt in das gleiche Horn…

  4. 4
    Ferdinand Freund

    Ist einfach ein zu wenig beachtetes Thema. Auch vor dem Hintergrund steigender Staatsschulden und dem Druck von Ländern wie z. B. Venezuela, finanzielle Löcher stopfen zu müssen.

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