Brasilien: Rufe nach Militär haben in einer Demokratie nichts verloren

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Initiative ohne Rechtsgrundlage (Foto: gazetadopovo)
Datum: 17. August 2015
Uhrzeit: 17:51 Uhr
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Autor: Redaktion
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Knapp eine Millionen Brasilianer haben am Sonntag (16.) erneut gegen ihre Regierung protestiert und die Amtsenthebung von Präsidentin Rousseff gefordert. Unzählige Menschen sangen die Nationalhymne, schwenkten Brasilien-Flaggen und bewiesen mit ihrem friedlichen Verhalten die neue politische Stabilität des Landes. Zwei Banner von Demonstranten in der Hauptstadt Brasília reflektierten allerdings eine Initiative ohne Rechtsgrundlage, die eine demokratische Kundgebung ruinieren können. Diese Demonstranten forderten ein Eingreifen des Militärs, da es für eine Entfernung des Staatsoberhauptes derzeit keine rechtliche Grundlage gibt.

Für die Zukunft Brasiliens bleibt zu hoffen, dass Bundesrichter Sérgio Moro weiterhin gnadenlos mit dem Filz aus Korruption und Parteienklüngel aufräumt und dem größten Land Lateinamerikas die politische Lähmung wie im Nachbarland Venezuela erspart bleibt. Bereits jetzt führt der Korruptionsskandal zu einer politischen Blockade, der den Abschluss eines Sparpakets und die Verabschiedung von Strukturreformen behindert.

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