Venezuela: Sechzig Touristen überfallen und ausgeraubt – Update

mord

Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas, ist unvermindert hoch (Foto: Archiv)
Datum: 24. August 2015
Uhrzeit: 06:56 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela hat offenbar erneut ein Überfall auf Touristen stattgefunden. Nach Berichten lokaler Medien wurden am Samstagmorgen (22.) Ortszeit sechzig Touristen, darunter Frauen und Kinder, im Resort „Punta Brava“ (Verwaltungsbezirk José Laurencio Silva in Tucacas im Bundesstaat Falcón) von einem Dutzend maskierter Bewaffneter mit dem Tod bedroht. Die Räuber waren mit einem Boot an den Strand gelangt, die Urlauber gerade zu einem Strandspaziergang aufgebrochen. Die kriminelle Bande raubte Bargeld, Schmuck, Handys und Autoschlüssel und flüchtete unerkannt.

Nach Angaben der venezolanischen Nichtregierungsorganisation “Observatory of Violence” (OVV) erlebte Venezuela unter Präsident Nicolás Maduro 2014 eines der gewalttätigsten Jahre seiner Geschichte: 24.980 Morde – eine Rate von 82 Todesfällen pro 100.000 Einwohner. Offizielle Zahlen der Regierung gibt es nicht, wie im Fall der Inflationsrate veröffentlicht das Regime keine Statistiken.

„Bei Reisen nach Venezuela wird weiterhin zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten. Es muss vor allem in den Städten jederzeit mit Demonstrationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen gerechnet werden, bei denen in der Vergangenheit wiederholt auch Schusswaffen eingesetzt wurden. Hintergrund ist insbesondere die sich verschlechternde Wirtschafts- und Versorgungslage. Eine deutliche Gefährdung sowohl für Individual- als auch für Gruppenreisende stellt die hohe Kriminalitätsrate dar. Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. Auch Deutsche sind davon betroffen gewesen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas, ist unvermindert hoch“, lauten die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes in Berlin.

jaodernein

Update

Die venezolanische Naturparkbehörde „Instituto Nacional de Parques“ (Inparques) bestreitet, dass der Überfall auf die Touristen stattgefunden hat. Demnach gingen bei der Behörde bisher keine Beschwerden ein, die Meldungen lokaler und nationaler Medien sollen nicht stimmen, offenbar Urlauber abschrecken und untergraben die hervorragende Arbeit der Behörde.

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  1. 1
    gringo

    Wer fährt denn schon zu MAD DURO in Urlaub?????
    Jeder weiß, was dort seit MAD DURO abgeht!!
    War schon bei HUGO, el grande líder, schlimm genug.

  2. 2
    babunda

    ich frage mich auch wer da noch trotz warnungen dorthin in den urlaub geht.

    • 2.1
      anaconda

      Das sind wahrscheinlich venezolanische Touristen,ins Ausland können nur noch Superreiche oder korrupte Chavistas fahren( was ja gleichbedeutend ist).Man munkelt,dass dies eine Racheakt der Verbrecher von Diosdado Cabello (parlamentspräsident,wenn man so einen Gauner so betiteln kann). Vor Tagen wurde seine Frau(tourismusministerin,alle Familienmitglieder müssen ja lukrativ ein Pöstchen haben) und die PSUV Gouverneurin bei einem Strandbesuch auf einer der Inselchen vor Tucacas,von einer grossen Menschenmenge ausgebuht und zum Abzug gezwungen.

      • 2.1.1
        Ricardo Moldano

        Die Meldung der Parkbehörde darf angezweifelt werden. Sogar das Fernsehen hat darüber berichtet. Und liebe Anaconda, das Regierungspack hat beim Volk schon lange verspielt. Im staatlichen TV wurde die Reise von Cabellos Wuchtbrumme in vollen Zügen gelobt: Ein Video zeigt die Wahrheit.

        https://www.youtube.com/watch?v=fZgLVZkLd9Y

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