Venezuela: Verfall des Ölpreises wird zur Tragödie

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Venezuelas Oppositionsführer Capriles fordert Regierung zum Handeln auf (Foto: Capriles)
Datum: 25. August 2015
Uhrzeit: 03:08 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Nach dem Börsencrash in China haben erst die Kurse in Asien, dann in Europa, Lateinamerika und schließlich auch in den USA kräftig nachgegeben. Der Dow Jones verlor nach einem historischen Sturzflug 3,6 Prozent. Auch an den beiden wichtigsten Börsen Lateinamerikas gaben die Kurse aus Sorge vor einer sinkenden Rohstoffnachfrage Chinas stark nach. Der Leitindex im brasilianischen São Paulo fiel zum Handelsbeginn um 6,49 Prozent, Mexikos Leitindex verlor 2,18 Prozent. Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski forderte die Regierung einmal mehr dazu auf, endlich mit einem Ausweg aus der Krise zu beginnen.

„Nach dem Schwarzen Montag liegt der Preis für venezolanisches Rohöl (Barrel) zwischen 35 und 36 Dollar. Ich sage dies nicht, um einen Alarm zu verursachen. Ich weise lediglich darauf hin, dass die Regierung hinsichtlich ihrer Behauptung einer Abschirmung gegenüber dem Preisverfall nicht die Wahrheit sagt und das Volk belügt. Jeder weiterer Rückgang ist für unser Land eine Tragödie. Tatsache ist, dass wir bei jedem Dollar Rückgang 750 Millionen US-Dollar weniger einnehmen. Das ist sehr prekär für ein Land, das fast alles einführen muss. Wenn der Ölpreis weiterhin fällt, nimmt die Nahrungsmittelknappheit noch größere Ausmaße an“, so Capriles in einer Erklärung, die Agência latinapress vorliegt.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    oskar

    Na und die Roten werden nicht Hungern und wer Tod ist mault nicht herum.So einfach lösen die Barbaren das Problem.Kein Essen,keine Medizin und ein bisschen Mord und Todschlag.Jetzt wird’s richtig hart in Venezuela ,das Massaker beginne.

  2. 2
    Hombre

    sollte man Differenzieren…wohl eher eine Tragödie für den Miraflores, das Volk hat sich schon lange daran gewöhnt. Alles ruhig und sauber, keine Tumulte, keine Proteste, man steht in der Schlange und harrt der Dinge die da kommen oder nicht! Frisches Laub spart das Klopapier…so muss es für den aussenstehenden rüberkommen wenn er auf Vzla blickt.
    In Brasilien Millionen auf der Strasse, sogar in Bolivien und Equador ist mehr los als im scheinbar zufriedenen Vzla.
    …und bei den Einwandererzahlen aus Kolumbien kommend!? es bleibt einem nur noch die Ironie…

    • 2.1
      der Reisende

      Hombre der Mensch Venezolano ist ein sehr sehr feiner Mensch aber er hat ( nicht alle aber sehr viele) ein großes Problem den er ist ein Speichellecker in einer der vielen colas und warum ? Er gibt sich zufrieden mit dem was ihnen der Busfahrer hinschmeißt .Er ist also ein conformista.
      Solche Menschen wird niemand ändern und darum macht die Regierung hier was sie will.

      • 2.1.1
        anaconda

        Teils wohl richtig….aber es ist auch zu bedenken dass in Brasilien,Ecuador und auch Bolivien noch Reste einer unabhängigen Justiz bestehen.Der Repressive Apparat ist in Venezuela schon länger und perfekter ausgebaut.Die venezolanische Justiz ist nur noch Handlanger der Verbrecher in Miraflores.Fast täglich sind hier Proteste,wird aber von der Presse totgeschwiegen.Wer nicht im Internet recherchiert ,könnte tatsächlich meinen alles sei rühig.Und vergesst nicht die monatelangen Proteste letzten Jahres,welche brutal unterdrückt wurden.Viele sitzen heute noch im Gefängniss!

  3. 3
    don ewaldo

    Wenn man die Geschichte studiert,haben sich alle Länder auf der Welt schon immer von innen zerstört.
    Ignoranz tötet,das Bäumchen der Freiheit wird immer wieder mit Blut gegossen,der Konformismus machts möglich.“Wenns dem Esel zu wohl wird,geht er aufs Eis „

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